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Kindlicher Knick-Senkfuß Häufigste meist harmlose kindliche Fußdeformität. Meist wird diese erst bei Gehbeginn der Kinder auffällig. Es kommt zu einer verstärkten X-Stellung der Ferse (Knickfuß) und einer Abflachung des inneren Fußgewölbes (Senkfuß). Bis zu einem gewissen Grad ist diese Fußstellung normal, so dass es einen fließenden Übergang zum Krankhaften gibt. Ursachen Der kindliche Knick-Senkfuß ist in den meisten Fällen erworben. Ursachen dafür können sein: * Sehnen- und Bänderinstabilitäten * Muskelschwäche * Übergewicht * Genu valga (X-Bein); Genu Vara (O-Bein) * Lähmungen, insbesondere wenn der Musklus tibialis posterior betroffen ist Symptome Der Knick-Senk-Fuß macht selten Beschwerden. Bei starken Schmerzen sollten jedoch als Ursachen andere Fehlstellungen ausgeschlossen werden. Insbesondere muss auf einen angeborenen Plattfuß, sowie eine Verschmelzung einzelner Fußknochentanteile (Synostosen) geachtet werden. Diagnose Die Diagnose ist relativ eindeutig durch die Inspektion des Fußes und spezieller Funktionstests zu stellen Inspektion: Das innere Fußgewölbe ist abgeflacht, bzw. aufgehoben. Der Vorfuß ist abgespreizt und die Fersen X-Stellung ist verstärkt. Funktionstests: * Zehenspitzenstand normale Korrektur der Fersen-X-Stellung ist nicht nachweisbar. * Beweglichkeit der Fußgelenke verminderte Beweglichkeit der Fußgeleneke * Podogramm bei dem sich ein krankhaft veränderter Fußabdruck abzeichnet Eine Röntgenaufnahme sollte nur bei steifem oder sehr schweren kindlichen Senkfuß mit Beschwerden angefertigt werden. Grundsätzlich müssen die Besonderheiten des wachsenden Skelettes berücksichtigt werden. Zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr besteht physiologisch eine verstärkte Genu valga Haltung (X-Bein). Hierdurch ist eine moderate X-Stellung der Ferse im Kindesalter normal. Bei einer zu starken X-Stellung spricht man dann von einem Knickfuß. Normalerweise wächst ein Kind aus der X-Stellung bis zum Erwachsenenalter allmählich heraus. Therapie Die meisten Knick-Senk-Fußdeformitäten bedürfen keiner Therapie. Wird eine Therapie notwendig, so steht die konservative Behandlung an vorderster Stelle. Nur in selteneren Fällen bei sehr schweren Verläufen kann sich eine Operation anschliessen. Konservative Therapie Flexibler Knick-Senk-Fuß: * Aufklärung des Patienten über die gute Prognose und Spontanverlauf * halbjährliche Kontrolle * Barfuß gehen, * spielerische Fußgymnastik (Greifübungen der Zehen, Zehenspitzenstand) * selten Krankengymnastik Schwerer Knick-Senk-Fuß: * Einlagen * eventuell Gehappara Operative Therapie Eine Operation sollte nur nach jahrelanger erfolgloser konservativer Therapie und deutlichen klinischen Beschwerden wie belastungsabhängigen starken Schmerzen erfolgen. Weichteil-Operation: Ziel ist die Verbesserung des fußgewölbehebenden Muskelzuges Knöcherne Operation: bei schwerem Knick-Senk-Fuß v.a. bei einer neurologischen Grunderkrankung Prognose Die Prognose ist bei flexiblem Knick-Senk-Fuß ohne knöcherne Defomität gut. Die meisten Knick-Senk-Fuß bedürfen keiner Therapie , da es zu einer Spontankorrektur bis zum Schulalter kommt. Bei schwerem Knick-Senk-Fuß ist allerdings mit einem langjährigen Verlauf zu rechnen. Einlagen müssen bis zu drei Jahren getragen werden Informationsquelle: http://www.onmeda.de/krankheiten/knick_s...kindlicher.html
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