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Fallotsche Tetralogie Die Fallotsche Tetralogie ist ein komplexer angeborener Herzfehler und betrifft etwa 0,1% der Neugeborenen. Die Vermischung von arteriellem und venösem Blut durch einen Defekt in der Herzscheidewand führt zum Bild des "blauen Babys", zu Atemnot und zum häufigen Hinhocken der Kleinkinder. Trommelschlägelfinger und Uhrglasnägel sind weitere Symptome. Die Diagnose erfolgt mittels Herzultraschalluntersuchung. Durch eine Operation im Kleinkindesalter ist die Prognose heutzutage sehr gut. Definition 1888 wurde dieses Krankheitsbild von Fallot erstmals ausführlich beschrieben. Sie besteht aus vier (Tetralogie) verschiedenen Einzelerkrankungen, die jedoch zusammen auftreten: * Eine Einengung der Lungenarterien * Einem Herzwanddefekt (durchgehende Verbindung der beiden Herzkammern) * Herzmuskelvergrößerung der rechten Herzkammer * Fehlstellung der Aorta Häufigkeit Etwa 11% der Kinder, die jährlich mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt kommen, haben eine Fallot-Tetralogie ohne zusätzliche Missbildungen. Etwa 80% dieser Patienten erreichen nach operativer Behandlung das Erwachsenenalter. Symptome * Ungenügende Sauerstoffbeladung des Blutes (Zyanose) * Aufgeregtes Luftschnappen * Die Kinder hocken sich auffällig häufig hin * Beim Abhören des Herzens sind spezifische Geräusche zuhören * Trommelschlegelfinger * Uhrglasnägel durch den Sauerstoffmangel * Es entwickelt sich eine Zunahme der roten Blutkörperchen Diagnose * Im Elektrokardiogramm (EKG) kann man eine Rechtsherzvergröß erung erkennen * Beweisend für eine Fallotsche Tetralogie sind die Befunde in der Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) * Laboruntersuchungen (Zunahme der Blutteilchenanzahl) Therapie Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist vor allem bei Hitze, Fieber, Flüssigkeitsverlust infolge von Darmerkrankungen und Erbrechen zu achten. Medikamentöse Therapie Zur Therapie eines Anfalls aufgrund von Sauerstoffmangel werden die Knie des Kindes auf die Brust gedrückt, Sauerstoff verabreicht, eine Beruhigung mit Morphin vorgenommen und Betablocker verabreicht. Operative Therapie Die operative Korrektur sollte zwischen dem 2. bis 4. Lebensjahr durchgeführt werden. Es werden bei der Operation die Wanddefekte verschlossen und die falsch abgehende Aorta verlagert. Desweiteren wird bei der Operation die verschlossene Herzklappe eingeschnitten, damit dort wieder Blut durchströmen kann. Durch die Operation können ungewollte Herzrhythmusstörungen auftreten, die die häufigste postoperative Todesursache darstellen. Verlauf 50% der nicht behandelten Patienten mit Fallot-Tetralogie sterben vor dem 6. Lebensjahr. Mit 20 Jahren sind noch 3-5% der Patienten ohne operative Korrektur am Leben. Probleme nach operativer Korrektur: Entwicklung eines Hochdrucks in den Lungengefäßen, Verschlechterung der Herzfunktion. Lebenserwartung nach operativer Korrektur: Etwa 75% der operativ behandelten Patienten erreichen heute das 40. Lebensjahr und haben eine gute Lebensqualität. Informationsquelle: http://www.onmeda.de/krankheiten/fallotsche_tetralogie.html
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