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Dreitagefieber Das Dreitagefieber ist eine harmlose Virusinfektion, die in der Regel Kinder unter drei Jahren betrifft. Nach dreitägigem hohen Fieber tritt ein flüchtiger, kleinfleckiger Hautausschlag (Exanthem) auf. Häufig kommt es anfangs zu Fieberkrämpfen, die jedoch keine Folgeschäden hinterlassen. Die Diagnose ergibt sich aus dem typischen Verlauf. Zur Behandlung werden Fieber senkende und eventuell auch antiepileptische Zäpfchen verabreicht. Die Prognose ist sehr gut. Im Anschluss an die Krankheit kommt es zu einer lebenslangen Immunität. Definition Das auch als Exanthema subitum oder Roseola infantum bezeichnete "Dreitagefieber" ist eine akute Viruserkrankung des Kleinkindes. Charakteristisch ist der plötzliche Fieberanstieg bis 40°C und mehr, der nach drei bis vier Tagen wieder abrupt abfällt. Ein typischer Hautausschlag tritt anschließend auf, der ebenso wie die eventuellen Begleitbeschwerden (z.B. Durchfall) ohne Folgeschäden abklingt. Häufigkeit Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit mit weltweiter Verbreitung. Sie befällt fast ausschließlich Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren. Etwa 10% der Kinder mit Dreitagefieber entwickeln sog. Fieberkrämpfe. Das sind ähnlich wie bei Epileptikern verlaufende tonisch-klonische Krampfanfälle des Körpers, die durch fieberhafte Infekte ausgelöst werden. Sie sind harmlos und dauern meist weniger als 10 Minuten. Ursachen Das krankheitsauslösende Virus ist das humane Herpesvirus 6 (HHV 6). Seine Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Spucken). Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitsbeschwerden vergehen in der Regel zwischen 5-15 Tage. Symptome Die Krankheit beginnt plötzlich mit hohem Fieber bis zu 40°C und mehr, das drei bis vier Tage anhält. Leichte Erkältungssymptome können hinzu kommen. Häufig - insbesondere bei Säuglingen - kommt es beim Dreitagefieber auch zu Krampfanfällen (Fieberkrämpfen), die üblicherweise harmlos verlaufen. Der Temperaturabfall ist im Anschluss ebenso rasch und ist vom Auftreten eines blassroten Röteln-ähnlichen Ausschlags (rubeoliformes Exanthem) begleitet. Das Exanthem breitet sich vom Rumpf auf Arme und Beine aus, spart typischerweise das Gesicht aus und verschwindet nach 1-3 Tagen. Diagnose Der typische Verlauf des Dreitagefiebers führt den Arzt zur eindeutigen Diagnose. In unklaren Fällen gibt auch eine Blutuntersuchung Aufschluss: Hinweisgebend ist u.a. eine Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Da letztere jedoch insgesamt noch im Normbereich gelegen sind, steigt der prozentuelle Anteil der Lymphozyten, einer weiteren Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Es sind zum Zeitpunkt des Hautausschlags also weniger Granulozyten (sog. Leukozytopenie), dafür mehr Lymphozyten (sog. Lymphozytose) im Blut zu finden. Therapie Die Behandlung des Dreitagefiebers erfolgt symptomatisch, also die Symptome und nicht das Virus bekämpfend. Es werden daher Fieber senkende Mittel (z.B. Paracetamol) und gegebenenfalls antiepileptische Medikamente (Diazepam), meist in Form von Zäpfchen, vom Arzt verabreicht. Verlauf Die Prognose des Dreitagefiebers ist auch bei Fieberkrämpfen sehr gut. Die Krankheit klingt nach 5-7 Tagen ohne Folgeschäden ab und hinterlässt eine lebenslange Immunität. Vorbeugen Zur Vorbeugung gegen eine Infektion sollte der Kontakt mit erkrankten Kindern gemieden werden. Andere vorbeugende Maßnahmen gegen das Dreitagefieber (Exanthema subitum) sind nicht bekannt. Informationsquelle: http://www.onmeda.de/krankheiten/dreitagefieber.html
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