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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Hilfe und Beistand für Eltern sterbender Kinder
Ahasveru Offline

Administration Forum
Beiträge: 6.581

18.10.2005 20:34
Verzweifelt nicht an meinem Tod antworten
Gymnasium Meiendorf - Medien (WP)

"Verzweifelt nicht an meinem Tod"

Trauerbegleitung im Kinder-Hospiz Sternenbrücke

...schrieb ein krankes Kind kurz vor seinem Tod in einem Brief an seine Eltern. "Erinnert Euch daran, wie glücklich ich oft war, trotz meiner Krankheit und wie oft ich gelacht habe".

Sprachlosigkeit überwinden, die Atmosphäre für einen Abschied in Würde schaffen, das sind Ziele eines Kinder-Hospizes. Es ist ein Ort, an dem sich Familienangehörige von ihrem todkranken Kind in Ruhe verabschieden können, wobei sie seelischen Beistand erhalten. In Hamburg konnte 2003 nach vierjähriger Vorbereitungszeit des Fördervereins das Kinder-Hospiz "Sternenbrücke" in Rissen öffnen. Es ist eine Einrichtung für Kinder mit unheilbaren oder degenerativen Erkrankungen. Für diese Kinder sind keine heilenden Therapien mehr möglich und sie haben deshalb eine begrenzte Lebenserwartung. Die "Sternenbrücke" ist das einzige Kinderhospiz in Hamburg und ein Modellprojekt für Norddeutschland.
Wie sieht es aus in einem Hospiz?

Abschiedsraum im Kinder-Hospiz Sternenbrücke

Es gibt dort Gemeinschaftsräume, eine Küche, Waschräume, Behandlungsräume und Kinderzimmer. Und es gibt noch einen Abschiedsraum. Beim Abschied ist man nicht alleine, da es eine Trauerbegleitung gibt. Fachkräfte aus dem medizinischen oder sozialen Bereich haben in einer Zusatzausbildung als Trauerbegleiter gelernt, den betroffenen Kindern und ihren Familien Hilfestellung zu geben. Dabei werden auch religiöse Bedürfnisse berücksichtigt. Die Kosten für den Aufenthalt im Kinderhospiz übernimmt zum Teil die Krankenkasse und zum anderen Teil die Pflegekasse. Einen geringen Anteil müssen die Angehörigen selber zahlen. Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr können dort bis zum Tod begleitet werden.
Was macht ein Trauerbegleiter?

Kinder-Hospiz Sternenbrücke im Frühling

Uwe Sanneck ist nicht nur Gründungsmitglied des Kinder-Hospizes "Sternenbrücke", er arbeitet dort ebenfalls als Seelsorger und Trauerbegleiter. Nach seiner Aussage verhalten sich die Kinder im Hospiz ganz unterschiedlich. Einige Kinder, die es noch können, setzen sich mit dem Thema Tod auseinander, andere freuen sich auf jeden Tag. Auf jeden Fall fühlen sich die Erkrankten wohl in dieser Einrichtung. Wenn sie neu im Hospiz sind, empfängt sie ein warmes, buntes Haus. Sie bekommen hier Zuwendung und Liebe. Das erleichtert ihnen das Leben im Angesicht des Todes.

Uwe Sanneck erklärte uns, dass es für die Angestellten ein harter Job ist, jeden Tag Kinder zu sehen, von denen man weiß, dass sie bald sterben werden. Die Mitarbeiter tauschen sich untereinander aus, um mit den Problemen zurecht zu kommen. Einem Trauerbegleiter hilft dabei eine Zusatzausbildung von zwei Jahren. Herr Sanneck war vorher Gemeindediakon. Andere Mitarbeiter kommen aus dem medizinischen oder sozialpädagogischen Bereich. Einige sind auch aus eigener Betroffenheit zu der Arbeit gekommen, weil sie erfahren haben, wie sehr Menschen in dieser Situation Hilfe benötigen.
Unterstützung für Geschwister und Eltern

Die Geschwister der Erkrankten bekommen spielerische Animationen, aber sie können auch mit Fachleuten reden und sich mit der Situation, in der sie leben, auseinandersetzen. Dabei bekommen sie Aufmunterung und Unterstützung. Außerdem werden die Eltern und deren Kinder täglich mit Essen versorgt.

Schüler des Medienkurses

Informationsquelle: http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID1345170,00.html

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