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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Religiöses zu Sterben, Tod und Trauer
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 6.581

16.10.2005 18:22
Sterben und Tod in den 4 großen Weltreligionen [Teil 1] antworten

Sterben und Tod in den 4 großen Weltreligionen

Teil 1

Inhaltsverzeichnis:

Buddhismus

Islam

Judentum

Christentum

Quellenangabe

Buddhismus
1. Tod und Sterben im Buddhismus

Einleitung:

Man weiß nicht viel über den Gründer des Buddhismus, den Buddha nur das er etwa von 560 bis 480 v. Christi in Nordindien gelebt hat und seine Herkunft laut legenden königlich sein gewesen soll.
Leiden als Grundtatsache menschlicher Existenz:


Anhand Mehrer Texte lässt sich am besten zeigen, wie der Buddhismus mit den Themen Leid und Tod umgehen und wie er diese Grundtatsache menschlicher Existenz gegenübersteht.

"Der Prinz', Siddharta, wie der historische Buddha mit seinem weltlichen Namen heißt, unternimmt vier Ausfahrten, die ihm vor Augen führen sollten, wie das Leben in der Welt, vor dem man ihn bisher verschonen wollte, wirklich aussieht:

Auf der ersten Ausfahrt erblickt er einen alten Mann, "krumm und gebeugt wie ein Dachgestühl". Auf seinen Stock gestützt geht er wankend einher. Siddharta fragt seinen Kutscher: "Was ist das für ein Mensch? " Und er erfährt, dass dies ein alter Mensch sei, der in Kürze sterben werde. Nun f ragt Siddharta weiter: "Wagenlenker, bin auch ich dem Gesetz des Afters unterworfen?" Und er erhält die Antwort: "Auch du, o Prinz, bist dem Gesetz des Alters unterworfen." Da befiehlt Siddharta seinem Kutscher, sofortumzukehren: "So lass für heute die Ausfahrt beendet sein. Wir wollen in den Palast zurückkehren": Bei der nächsten Ausfahrt begegnen sie einem Kranken, der, blass und elend, mit abgemagerten Gliedern in seinem Schmutz liegt. Und wieder fragt Siddharta, wer das sei, und er erfährt, dass es sich um einen Kranken handele, der in Kürze sterben werde. Und Siddharta fragt weiter: "Wagenlenker, bin auch ich dem Gesetz des Krankseins unterworfen?" Auch du, o Prinz, bist dem Gesetz des Krankseins unterworfen", so lautet die Antwort. Wieder befiehlt Siddharta seinem Kutscher, umzukehren: "So lass für heute die Ausfahrt beendet sein. Wir wollen in den Palast zurückkehren!' Bei der dritten Ausfahrt treffen sie auf einen Toten, den seine weinenden Angehörigen zur Verbrennungsstätte tragen, und Siddharta erfährt: "Dieser Mensch, o Prinz, wird nie mehr seine geliebten Eltern sehen, und die Eltern werden ihren geliebten Sohn nie mehr sehen, denn dieser Mensch ist ein Toter. " Und Siddharta fragt: Wagenlenker, bin auch ich dem Gesetz des Todes unterworfen?" Und er muss erfahren: "Auch du, o Prinz, bist dem Gesetz des Todes unterworfen." Und wieder lässt Siddharta umkehren. Auf einer vierten Ausfahrt schließlich treffen sie einen Asketen in Mönchskleidung und mg kahl geschorenem Haupt. Der Prinz lässt seinen Wagen an ihn heranfahren und fragt: "Was bist du für ein Mensch? Dein Haupt ist nicht wie das von anderen Menschen, und dein Gewand ist nicht wie das von anderen Menschen." Da erhält er zur Antwort: >Ich bin ein Hinausgezogener (wörtlich: ein in die Hauslosigkeit Gezogener), o Prinz. Edel ist der rechte Wandel, der friedliche Wandel, edel ist die heilsame Tat, edel ist die tugendhafte Tat, edel sind Gewaltlosigkeit und das Mitleid mit allen Wesen. " Da antwortet Siddharta: -Edel bist du, der Hinausgezogene. Und nun lass uns, Wagenlenker, in den Palast zurückkehren. Auch ich will mir Haupthaare und Bart scheren lassen, die Mönchsgewänder anlegen und aus dem Haus in die Hauslosigkeit ziehen.

Damit hat Siddharta, der spätere Buddha, seine Aufgabe klar umrissen: "Und er erreichte die von Begierden wie von sündigen und schlechten Elementen befreite, aus der richtigen Einsicht geborene erste Stufe der Meditation und verweilte darauf -.. .", heißt es. "Und er erreichte auch die aus der Versenkung geborene zweite Stufe der Meditation, auf der es keine Überlegung und Erwägung mehr gibt." Dann wurde er gleichmütig und erreichte die dritte Stufe der Meditation und verweilte darauf.

Schließlich gab er auch das Gefühl für Glück wie für Unglück auf. Die Empfindung für Fröhlichkeit wie für Trübsinn schwand, und er erreichte die vierte Stufe der Meditation. "So war sein Geist konzentriert, rein, durch und durch geläutert, ohne Flecken, sanft, auf sein Ziel eingestellt und nicht mehr davon abzubringen." Fortan ist Siddharta der Buddha, der Erleuchtete, der Erwachte, oder - wie er sich selbst nennt - der Tathagata, der "zur Wahrheit Gegangene".

Was bedeutet diese Erleuchtung? Was hatte der Buddha erfahren? Wozu war er erleuchtet worden? Was ist Wahrheit? Es sind im wesentlichen drei Erkenntnisse, die auf die Erleuchtung im Hirschpark von Benares zurückgehen und von denen alle späteren Erörterungen über das Wesen der Menschen und den Zustand der Weh sowie über die Erlösung vom Leiden geprägt sind: Die Erinnerung an seine früheren Existenzen, das Wissen um Geburt und Tod der lebenden Wesen und die Gewissheit, dass er auf Grund seiner Erleuchtung Unwissenheit und Leidenschaft, die nach buddhistischer Vorstellung zu immer neuen Existenzen führen, überwunden hat:

Mit diesem Erleuchtungswissen tritt der Buddha vor die Öffentlichkeit und stellt - wie ein Arzt - der Weit die "Diagnose", der er sodann die "Therapie" folgen lässt. In dieser als "Predigt von Benares" bekannten Rede weist er nach, wie der Mensch auf Schritt und Tritt sein Leben als Leiden erfährt, wie dieses Leiden alle Sphären des Daseins durchdringt, wie es zu diesem Leiden kommt und Wie man sich von ihm befreien kann. Gegenstand seiner Lehre wird nun die Erlösung von den Fesseln des leidvollen Kreislaufs der Wiedergeburten, die Erlösung zum "Nirwana", das weder Unsterblichkeit noch Ewigkeit ist, sondern die diesseitige Erfahrung von Freiheit bedeutet:

Folgendes nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden. Geburt ( jati) ist Leiden, Alter ( jara) ist Leiden, Krankheit (vyadhi) ist Leiden, Sterben (marana) ist Leiden, Vereinigung mit Unliebem ist Leiden, Trennung von Liebem ist Leiden, wenn einer etwas wünscht und es nicht erhält, das ist auch Leiden. Folgendes nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens: Der Durst (tanha), der zur Wiedergeburt führt, der mit Gefallen und Begierde verbunden ist und sich an diesem und jenem erfreut, ist der Ursprung des Leidens, Es ist der Durst nach Vergnügen, der Durst nach dem Dasein, der Durst nach Macht. Folgendes nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Aufhören des Leidens: Es ist die völlige Vernichtung und das Aufhören des Durstes, das Aufgeben des Durstes, das Verzichten auf den Durst, die Befreiung vom Durst, das Freisein vom Durst. Und folgendes ist die edle Wahrheit von dem Weg, der zur Aufhebung des Leidens fuhrt: Es ist eben der edle achtfache Weg, nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechtes Leben, rechtes Streben, rechte Wachsamkeit, rechte Sammlung (samadhi).

Die "Predigt von Benares" stellt eine praktische Anweisung dar: Ihre (4) Edlen Wahrheiten wollen Anweisungen sein, wie man seine leidvolle Existenz überwinden kann. Sie enthalten keine theoretischen Erörterungen über den Sinn oder Un-Sinn der Welt, das Jenseits und die Ewigkeit. Der Buddha beantwortet keine metaphysischen Fragen, sondern zeigt Fakten auf: "Leiden und Sterben gehören zum Dasein, ja, sie sind das Dasein in gewissem Sinne. Noch dazu unterliegt das Leben einem ständigen Prozess von Werden und Vergehen, und die kurzen Augenblicke des Glücks stehen in gar keinem Verhältnis zu den langen Perioden des Leidens." Da kann man mit Recht sagen: "Das Leben ist Leiden, und unsere Aufgabe ist es, dies den Mitmenschen deutlich zu machen, damit sie nach einem Wege zur Überwindung dieses permanenten Leidenszustandes suchen!'

Die Methode, die der Buddha anwendet, um die Freiheit vom Leiden zu erreichen, ähnelt den altindischen Heilpraktiken und der Yogapraktik: Wie bei der Diagnose einer Krankheit, so muss zunächst das Symptom erkannt werden (l. Satz), dann erfolgt die Anamnese, bei der es um das Auffinden der Ursachen geht (2. und 3. Satz); Erst wenn diese bekannt sind, kann die Therapie eingeleitet werden, indem die Ursachen abgebaut und beseitigt werden und damit die Krankheit insgesamt kuriert wird (4. Satz). Dann tritt der Buddha vor die ihn begleitenden Mönche und spricht:"Alles habe ich überwunden, alles habe ich erkannt, von allen Dingen bleibe ich unberührt, alles habe ich aufgegeben, durch Vernichtung der Gier bin ich frei geworden; Nachdem ich selbst die Erkenntnis erlangt, wessen Anhänger sollte ich mich nennen? Keinen Lehrer habe ich, meinesgleichen gibt es nicht; in der Götter- und in der Menschenwelt gibt es keinen, der mir gleich wäre.

Ich bin der Heilige in der Welt, ich bin der unvergleichliche Lehrer. Ich allein bin der vollkommen Erleuchtete, ruhig bin ich geworden, Nirwana habe ich erreicht. Um das Rad der Lehre ins Rollen zu bringen, gehe ich in die Stadt Benares. In dieser finsteren Welt will ich die Trommel der Unsterblichkeit rühren... "

Die Überwindung des Leidens besteht also nicht im Pessimismus, sondern in der Befreiung von den Unbilden und Schmerzen des Lebens, von Gier und Hass, von Eifersucht und Egoismus; sie besteht in der Freiheit. Nirwana, das Ziel jedes Erleuchteten, ist nicht das absolute totale Nichts, sondern ist Freiheit, die Freiheit schlechthin. - An anderer Stelle wird diese Freiheit auch definiert- "Sie ist Frieden, ein unvergleichbares Eiland inmitten des tosenden Meeres".
Alles ist im Wandel begriffen:

Eine Frage bleibt hier offen: Wer oder was erreicht das Nirwana? Denn in der buddhistischen Vorstellung existiert kein Ich, das ein letztes, ein Tod überdauerndes Bleibendes sein könnte. Für einen Buddhisten verläuft das leben al ein zyklischer Prozess. Alles ist in einem Wandel begriffen, es ist alles im Wandel und nichts ist beständig, nicht ist unvergänglich, auch die Götter des Buddhisten sind hier mit eingeschlossen. Es gibt gibt keine unsterblichen Seelen, keinen absoluten, ewigen Kern einer Person. Das immer wieder Vergehen und Werden sagt dem Buddhisten voraus dass eine letzte Realität im Denken keinen Platz hat sondern, dass alle Faktoren, als ein ganzes existieren, also eine Anhäufung von vielen Bestandteilen ist die eine Stütze das Weltgeschehen andauert in Bewegung hält. Das individuelle Dasein eines jeden ist von bestimmten Phänomenen abhängig diese sind aber leidvoll und darum auch vergänglich. Der Buddhismus macht diese Unbeständigkeit und Abhängigkeit an einem berühmten Wagengleichnis deutlich. Dieses stammt aus der Milinadapanha, einer außerkanonischen Schrift das im zweiten vorchristlichem Jahrhundert entstand. Dieses erzählt eine Begegnung des buddhistischen Mönches Nagasena und dem Griechischem König Milinda oder auch Menandros (130 - 100 v. Chr. ). Die Beiden unterhielten sich über die Frage: " Gibt es eine letzte Realität? Und was Bleibt?
Hier ist das ausführliche Gleichnis:
Darauf sprach der ehrwürdige Nagasena zum König Milinda: "Du bist, o großer König, an fürstlichen Luxus und an außerordentliche Bequemlichkeit gewöhnt. Wenn du, o großer König, zur Mittagszeit auf der erhitzten Erde oder auf erhitztem Sand zu Fuß gehen würdest und auf die spitzen Steine, den scharfen Kies und den Sand trittst, dann werden dir die Füße weh tun, dein Körper wird ermatten, dein Geist wird getrübt, und es werden körperliche Schmerzempfindungen entstehen. Wie ist es nun, bist du zu Fuß oder mit dem Wagen gekommen?"'Nicht bin ich, o Ehrwürdiger, zu Fuß gekommen. Ich kam mit dem Wagen."

Wenn du, o großer König, mit dem Wagen gekommen bist, dann erkläre mir den Wagen! Ist vielleicht, o großer König, die Deichsel der Wagens?

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger."
Ist die Achse der Wagen?'

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger." "Sind die Räder der Wagens? "Natürlich nicht. Ehrwürdiger." Ist der Wagenkasten der Wagen?' "Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

Ist der Fahnenstock der Wagen?' "Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

Ist das Joch der Wagen?"

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger." "Sind die Zügel der Wagens?

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

Ist vielleicht der Treibstock der Wagen?' "Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

"Sind dann vielleicht, o großer König, die Deichsel, die Achse, die Räder, der Wagenkasten, der Fahnenstock, das Joch, die Zügel und der Treibstock (zusammengenommen) der Wagens?

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

"Ist dann vielleicht, o großer König, etwas außerhalb von Deichsel, Achse, Rädern, Wagenkasten, Fahnenstock, Joch, Zügeln und Treibstock Befindliches der Wagens?

"Natürlich nicht. Ehrwürdiger."

Ich mag also fragen, wonach ich will, o großer König, den Wagen vermag ich nicht zu finden, oder ist das bloße Wort der Wagen? Was ist denn nun hier der Wagen? Eine Unwahrheit sprichst du, o großer König, eine Lüge. Es gibt gar keinen Wagen. Du bist, o großer König, der oberste Herrscher über ganz Indien. Vor wem fürchtest du dich also, dass du die Unwahrheit sprichst! Hört mir zu, ihr fünfhundert Griechen und ihr unzähligen Mönche! Dieser König Milinda sprach also: Ich bin mit dem Wagen gekommen." Doch als ich zu ihm sagte: "Wenn du, o großer König, mit dem Wagen gekommen bist, dann erkläre mir den Wagen!", War er nicht in der Lage, den Wagen nachzuweisen. Kann man dem wohl zustimmend?' Als er so gesprochen hatte, spendeten die fünfhundert Griechen und die unzähligen Mönche dem ehrwürdigen Nagasena Beifall und sprachen zum König Milinda: "Jetzt sollst du, großer König, sprechen, wenn du es kannst

Da sprach König Milinda zu dem ehrwürdigen Nagasena also- 1ch rede nicht die Unwahrheit, ehrwürdiger Nagasena. Denn in Abhängigkeit (paticca) von der Deichsel, in Abhängigkeit von der Achse, von den Rädern, vom Wagenkasten, von dem Treibstock entsteht der Name (nama), die Bezeichnung, der Begriff, der Ausdruck, der Name Wagen."

"Ganz richtig hast du, großer König, den Wagen erkannt. Auf die gleiche Weise entsteht in Abhängigkeit von meinem Haupthaar, von meinem Körperhaar, von meinem Gehirn, von. meiner Gestalt, von meinen Empfindungen, von meinem Bewusstsein, von meinen Gestaltungen, in Abhängigkeit von meinem Erkennen der Name, die Bezeichnung, der Begriff, der Ausdruck, der Name >Nagasena<. Im höchsten Sinne (paramatthato) aber ist hier eine Person nicht aufzufinden!' Doch es bleibt eine Frage offen: Wenn alles Dasein in einem zyklischen Prozess verläuft, der sich immer wieder regeneriert, dann fragt man sich freilich: Wer oder was setzt diesen immerwährenden Kreislauf in Bewegung? Die Antwort aller indischen Religionen, einschließlich des Buddhismus, lautet: Es ist das Karma, jener Tatstoff, der als Sünde oder Gnade, je nachdem es sich um böses oder gutes Karma handelt, innerhalb des Kreises fortlebt. "Das Karma macht die Menschen zu Sklaven, indem es sie zwingt, im Kreislauf, samsara, zu bleiben, das heißt, in dem rastlosen Strom des Weltgeschehens mitzugehen, niemals zu ruhen oder zu feiern, immer wie ein hilfloses Schiff dem sich unaufhörlich fortbewegenden Weltstrom preisgegeben, immer dem Leide unterworfen, mit Unliebern verbunden, dem Unbehagen ausgeliefert. Und was das Schlimmste ist: Das Karma gleicht einem Räderwerk, das beim Ablaufen sich selbst wieder aufzieht Das Karma, von dem die nächste Existenz abhängt, ist das Produkt des vorigen. Das jetzige Leben ist das Ergebnis eines Karmas, das früher produziert wurde, legt aber gleichzeitig den Status fest, in dem man später wiedergeboren werden wird."

Diese Beschreibung des niederländischen Indologen Jan Gonda ( indische Religionen
Stuttgart1960, Seite 208) macht deutlich, das es doch etwas so ähnliches wie Unvergänglichkeit gibt, nämlich das sich Sünde oder Gnade für einen Menschen in seiner jeweiligen Wiedergeburt auswirken. Doch das Karma ist keine unbeeinflussbare Vorbestimmung, sonder ist beeinflussbar durch den Willen eines Menschen, entweder zu Guten oder Bösen. Das Ergebnis ist die Wiedergeburt:
" Als Tier als niedrigste Stufe
" Als Mensch als als mittlere Stufe
" Als Gott als höchste Stufe

Die Heilige Schrift der Buddhisten fordert immer wieder auf ein gutes Karma anzusammeln um so den Geburtskreislauf zu beeinflussen um ihn dann eines Tages zu durchbrechen und so auf jegliches Karma zu verzichten zu könne.

Die "Erbsünde" im Christentum könnte man mit der Karma lehre vergleichen, dies macht deutlich wie wichtig es für den Hindu oder dem Buddhisten ist diesem Verhängnis zu entgehen oder es zu beeinflussen, durch gute Taten die eine Wiedergeburt ermöglichen.
Die Pflege Kranker und Sterbender:

Eine gute Tat um wiedergeboren zuwerden ist die Pflege Kranker und Sterbender, diese Spielt im Buddhismus eine große Rolle. Sie beschränkt sich nicht nur auf den Menschen sonder n auch auf die Tiere.
Es gehört zu den 10 Eigenschaften die eine buddhistischer Mönche beherrschen muss, dass er in der Lage ist einen Kranken oder Sterbenden zu pflegen.
Von einem "Krankenwärter" der ungeeignet ist Kranke und Sterbende zu pflegen (Anguttara - Nikaya V 124): Dieser ist unfähig, die Arznei zubereiten; er weiß nicht was zuträglich und was unzuträglich ist-, er ekelt sich vor Kot, Urin, Auswurf und Speichel; er besitzt nicht die Fähigkeit den Kranken und Sterbenden von zeit zu zeit in Worten über die Lehre zu belehren, zu ermahnen zu ermuntern und ihn zu ermutigen. Ein "Krankenwärter" bei dem diese Fünf dinge zutreffen sollte keine Kranken und Sterbenden pflegen. Die Schlussfolgerung daraus ist ein Krankenwärter der diese fünf dinge tun kann ist geeignet einen Kranken und Sterbenden zupflegen.
Bis in die heutige Zeit ist es üblich die Kranken und Sterbenden in der Familie zupflegen. Man sammelt damit ein gutes Karma und kann durch diese gute Tat eventuell den Geburtskreislauf verkürzen und so schnelle ins Nirwana eintreten.
Islam
Koranhandschrift, Medina 19 Jhdt.
2. Tod und Sterben im Islam:

Der Tod aus Islamischer Sicht:

Ein Moslem ist dazu angehalten den Tod nicht aus dem Leben zu verdrängen, nein er wird dazu angehalten den Tod in sein Leben mit einzubinden. Um seines Lebens willen sollte sich jeder Mensch diesem Bewusst sein. Im Koran ist geschrieben: "Wo ihr auch sein mögt, der Tod ereilt euch doch, und wäret ihr in hohen Burgen" (4:79) oder: " Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch sicherlich ereilen" (62:9) und: "Wir haben bei euch den Tod verordnet, und Wir können nicht dran gehindert werden, dass Wir an euere Stelle andere bringen, gleich euch und dass Wir euch in eine Zustand entwickeln, den ihr nicht kennt" (56: 61-62).

Ein Moslem spricht fünfmal am Tag folgende Formel: " Bei der flüchtigen Zeit! Wahrlich, der Mensch ist verloren, außer jenen, die glauben und Gutes tun und sich gegenseitig zur Wahrheit anspornen und einander zum Ausharre mahnen".

Der Hintergrund des Islams ist die bedingungslose und vertrauensvolle Hingabe der eigenen Person an den Willen Gottes in der Erwartung des ewigen Gerichtes an dem er Zeugnis ablegen muss.

Im Glauben und in der islamischen Gemeinschaft wird der Tod nicht beiseite geschoben oder vertuscht. Sondern ihm wird eine besondere Stelle eingeräumt. Den im Koran wird dem Gläubigen ins Gedächtnis gerufen das: " dass der Tod eben nicht ausschließlich der Preis für die Sünden ist, sondern eher eine "Heimkehr" und nicht dass es das Ende ist. Das was im allgemeinen als Tod angesehen wird ist im Islamischen Glauben als eine Rückkehr zum Ursprung des Lebens - " die Vereinigung mit Gott" gesehen.

Der Islam lehrt, dass die Welt in zwei von einander unabhängige teile zerfällt:
" In die von uns wahrnehmbare Welt
" In die Welt die man nur nach dem Tode wahrnehmen kann.

Die Überlieferung sagt: "das der Mensch erst im Tod "frei" ist; und fordert daher: " Nimm den Tod vorweg und lebe. Wer an die Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen."
Jüngster Tag

Nach dem Tode des Menschen nehmen Engel seine Seele in Empfang und bringen sie zu Gott. Dort findet ein Zwischengericht statt. Bei diesem Gericht wird die Seele nach Gott, dem Propheten, ihrer Religion und der Gebetsrichtung befragt. Aufgrund der Antworten wird dem Menschen das Paradies oder die Hölle angekündigt. Darauf folgt eine lange Wartezeit bis zum Endgericht. Nach Anbruch der Endzeit erfolgt eine allgemeine Auferstehung der Toten. Gott weckt die Toten auf und erscheint als Richter der Welt. Die Propheten werden als Zeugen über die Völker befragt, zu denen sie einst gesandt wurden. Die Gesandten und die Engel dürfen mit Erlaubnis Gottes Fürsprache einlegen. Dann spricht Gott sein Urteil aufgrund der Taten und des Glaubens der Menschen.
Die Höllenqualen für die Ungläubigen und Gottlosen sind fürchterlich. Das Paradies dagegen ist wirklich paradiesisch schön mit allem, was ein Menschenherz erfreut.
Nach dem Glauben der meisten Muslime werden alle, die Einzigkeit Gottes bezeugen nach der Vergeltung für ihre Taten in einer Art Fegefeuer aus dem Feuer befreit. Keiner von den Gläubigen wird ewig im Feuer verbleiben, sondern wer auch nur ein Körnchen wahren Glauben im Herzen hat, wird aus dem Feuer errettet.

Islamische Bestattungsritten und Friedhofskulturen:
" Umgang mit dem Sterbenden:

Mit dem Koranvers lässt sich, das Leben eines gläubigen Moslems am besten umschreiben:
"gewiss, mein gebet, mein Opfer, mein Leben und mein Sterben gehören Gott, dem Herrn der Welten"
Denn von Anfang an steht sein Leben unter dem Gelöbnis: "ich bezeuge, dass niemand anbetungswürdiger ist außer Gott, und dass es keinen Gegenstand der Liebe und des Verlangens gibt außer Gott".

So versucht der Moslem auch noch im Angesicht des Todes die rituellen Waschungen an sich durch zuführen und die Worte des Glaubensbekenntnis zu sprechen.

Es ist im üblich das der Sterbende in der Stunde des Todes nicht allein gelassen wir. An seinem Bett sollten sich gläubige Moslems stehen und ihn durch die Gebete und die Anrufung Gottes zu einem leichten, Guten und hoffnungsvollen Tod verhelfen. Den eine Überlieferung sagt, das der Prophet Mohamedgesagt haben soll: " Wenn ihr bei einem Sterbenden zugegen seid, dann sprecht Gutes, denn den Engeln wird das anvertraut, was ihr sagt.

Die Angehörigen und Freunde die dem Sterbenden beistehen sollen mit sanfter aber hörbarer Stimme das Islamische Glaubensbekenntnis sprechen, damit er angeregt wird, dies als letztes Zeugnis des Glaubens im Angesicht des Todes zusprechen.
Kann der Sterbende mehr sprechen, soll ihm einer der Anwesenden das Glaubensbekenntnis vorbeten; der Sterbende zeigt dann als Bestätigung mit dem rechten Zeigefinger nach oben. Doch der Koran sagt: " Jedoch gibt es in der Stunde des Todes, dass es keinen Zwang sein soll in Glaubensdingen". (2:256)

Ein verbindlicher Brauch ist aber die Rezitation der Sura Yasin ( 36 offenbart zu Mekka.). Dazu wird von Mohammad überliefert: "Yasin ist das Herzstück des Koran. Kein Mensch liest diese Sura um Gott willen und um das Jenseits zu gewinnen, ohne das ihm dafür Vergebung zuteil wird. Lest sie daher einem Sterbenden vor. .... Kein Sterbender, über den Yasin rezitiert wird, stirbt, ohne dass Gott ihm sein Los leicht gemacht hat. .... es gibt keinen Kranken, bei dem Yasin rezitiert wird, der nicht mit gelöschtem Durst stirbt, mit gelöschtem Durst das Grab belegt und mit gelöschtem Durst am Tag der Auferstehung mit den andern versammelt wird".

Um den Stellenwert dieses Ritus zu zeigen hier ein paar Ausschnitte dieser Sura:
" "wahrlich, wir selbst beleben die Toten, und Wir schreiben das auf, was sie vor sich hersenden, zugleich mit dem, was sie zurücklassen, und alle dinge haben Wir verzeichnet in einem deutlichen Buch" (12)

" "Wahrlich, die Bewohner des Himmels (des Paradieses) sollen an jenem Tag Freude finden an einer Beschäftigung. Sie und ihre Gattinnen befinden sich im Schatten und lehnen auf liegen. Sie haben darin Früchte, und sie haben, was sie für sich wünschen. Frieden, als anrede von einem barmherzigen Herrn" (55-58); - "preis sei dem, in dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge ist und zu dem ihr zurückgebracht werdet" (83). Und der Prophet hat schließlich gesagt: "keiner soll sterben, ohne eine gute Meinung von Gott zu haben, dass er sich seiner erbarmt und ihm ergibt".
" Die Waschung des Verstorbenen:

Der Körper des Verstorbenen wird einer vollkommenen Waschung unterzogen. Hierbei wird einem der Verwandten oder Freunden meist die Sura AJ-Anam (6 = das Vieh) des Korans rezitiert.

Die Waschung geht so vor sich:
" Der Körper des Verstorbenen wird seiner Alltagskleidung vollständig entledigt;

" Der Leichnam wird auf einem Tisch gelegt und mit einem Tuch zugedeckt, um den Schamteil zu verhüllen;

" Der Leichenwäscher versucht sodann durch sanften Druck die Leiche zu entleeren;

" Dann werden die verschmutzten Körperteile des Leichnams gründlich gesäubert;

" Daran anschließend folgt die eigentliche rituelle Waschung des Leichnams wie vor dem Gebet;

" Dann wird der Körper gewaschen: erst die rechte und dann die linke Seite, damit das verwendete Seifenwasser den ganzen Körper erreicht und reinigt;

" Die Waschung wird zumeist dreimal vorgenommen. Am Ende wird der Leichnam mit einer Kampferlösung übergossen.

Ist dies alles geschähen wird der Leichnam in ein weißes ungenähtes Leinen Tuch oder in 3 Stoffbahnen gelegt. Meist wird der Leichnam noch am selben Tag in der Moschee aufgebart, ein Ausnahme bilden hier bei die Hanifitten , diese Bahren ihre Toten vor der Moschee auf. Eine große Rolle spielt in den arabischen Ländern auch eine Art Totentanz und die Totenklage, dieses wird von den Klageweibern durchgeführt. Eigentlich lehnt der Islam diese Form der Trauer ab, denn es soll im stillen getrauert werden und nicht nach außen hin.
Im allgemeinen ist es so das die Nachlassangelegenheiten schon geregelt sind, bevor der Leichnam zur Moschee getragen wird.
Die Totenfeier:

Eine Gemeinschaftspflicht isst im Islam die Totenfeier, da alle Gläubigen an ihr teilnehmen sollten. In der "Allgemeinen Islamischen Menschenrechtserklärung" die im September 1981 verabschiedet wurde heißt es:
"Wie im Leben, so ist der Körper des Menschen auch im Tode unantastbar. Der Moslem ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Körper eines Verstorbenen würdig bestattet wird".

Der Vorbeter (Imam) der Moschee steht bei den Männern am Kopf und bei den Frauen am Fußende. Ebenso wie im Grab liegt der Verstorbene während der ganzen Trauerfeier auf der rechten Seite, das Gesicht zur Ka`ba in Mekka.

Eine Totenfeier unterscheidet sich in der Durchführung on einem normalem Gottesdienst: Man nimmt die rituelle Waschung vor, wendet sich zur Oiba erhebt die Hände und formuliert die Gebetsabsicht. Es folgt dann das übliche Allah akbar
, der Lobspruch die Al - Fatiha und ein andere Koranvers so wie bei einem normalem Gottesdienst auch üblich ist. Nur die Rukus( = Verneigung) und die Sadschdah (= Niederwerfung) entfallen hier.
Nach einer der Lesung aus dem Koran bleibt man stehen und spricht das Allahu akbar und richtet dann das Gebet an Gott, in dem die Vergebung für alle lebenden und toten Moslems erbeten wird. Danach folgt der Segenswunsch für den Propheten Mohamed und ein drittes Allhu akbar leitet das Gebet für den Verstorbenen.

Das wohl bekannteste Gebet wird dem Propheten Mohammad zugesprochen. Der Wortlaut ist in etwa so:
"O Gott, vergib ihm und erbarme Dich seiner. Verzeihe ihm und bewahre ihn, bereite ihm eine ehrenvolle Aufnahme und ebne ihm einen breiten Zugang. Wasche ihn mit Wasser und Schnee und Hagel und reinige ihn von den Sünden, wie das weiße Kleid von Schmutz gereinigt wird. Gib ihm zum Tausch eine Wohnung, die besser ist als seine irdische Wohnung, angehörige, die besser sind als seine angehörigen, eine Gattin, die besser ist als seine Gattin. Bewahre ihn vor der Verführung des Grabes und vor der Pein des Höllenfeuers".

Danach folgt eine vierte Lobpreisung der Größe Gottes und die zweimalige Grußformel "Assalamu alaikum wa baraktuh" (Friede sei mit euch und Gottes Barmherzigkeit und seine Segnungen.)
Die Bestattung:

Beim Trauerzug zur Moschee bzw. zum Friedhof wechseln sich die Träger beim tragen des offenen Sarges ab. Es wird auch gern gesehen das Straßenpassanten den öffnen Sarg einige schritte tragen da sich hiermit um den Toten verdient machen. Am offenen Grab wird meist noch mal die Sura Yasin gesprochen, sie wird auch als gr0ßes Tor der toten bezeichnet. Sie Besitz eine zweifache Bedeutung: sie belehrt die Trauernden über das wahre wesen des menschlichen Lebens und hat eine tröstende Kraft. Dem toten selbst ist sie eine Bestätigung, dass er tatsächlich gestorben ist und zeigt die Kraft der Barmherzigkeit Gottes.

Beim ganzen Begräbnis wird das Glaubensbekenntnisses durch die Trauerden gebetet zur Erinnerung an den verstorbenen an die antworten die er dem Beefragungsengel im grabe zu geben habe.
Das Grab sollte wie folgt aussehen:

" Es wird so ausgehoben, dass es parallel zu Mekka liegt;

" Der Kopf des Toten wird leicht zur rechten Seite hin geneigt, so dass das Gesicht wie bei der Aufbahrung, sich der Ka`ba gegenüber befindet (von der BRD aus in südöstlicher Richtung)

" Der Kopf des Toten weist nach Westen, die Füße nach Osten;

" Die tiefe des Grabes sollte bei Männern 1,50 Meter und bei Frauen 1,60 bis 1,70 Meter betragen;

" Das Grab wird von der Gemeinde selbst geschlossen -,

" Der Bestatter beginnt die Grablegung mit der Formel: im Namen Gottes und entspricht der Glaubensrichtung des gesandten Gottes.

Danach werfen die anwesenden drei Handvoll Erde in das Grab. Dabei wird meist die Formel gesprochen:
" Daraus haben wir euch erschaffen" - "dazu lassen wir euch zurückkehren" - "und daraus werden wir euch ein zweitesmal hervorbringen".

Nach islamischem Brauch werden die toten an sich ohne Sarg in einem Leichentuch bestattet. Die in Europa üblichen Sargbestattung ist allerdings in den letzten Jahren durch Fatwa ( religiöses Dekret) anerkannt und so sind islamische Bestattungen in der BRD nicht mehr eingeschränkt, die Fatwa geht hier aber von Holzsärgen aus. In den ersten vierzig Tagen nach der Beerdigung werden Armenspeisungen, Trauersitzungen und Koranlesungen durchgeführt.
Judentum
Menora -- der siebenarmige Leuchter nach Sacharja 4,2

3. Sterben und Tod im Judentum
Die Jüdische Kunst zu sterben:

Da man nicht wissen kann, wann er (der Tod) an einen herantritt, da man mitten im Leben vom Tod umfangen ist, lehrt der Talmud , so zu leben, dass jeder Augenblick mit gutem gewissen für einen und ohne Schande für andere sterben zukönnen. So wie ein Kaufmann der seine Bücher ordentlich führt und seine Schulden immergezahlt hat.
Die bar Mizwa ist eine Pflicht die jedem Junge im Judentum mit etwa 13 Jahren auferlegt wird
Die Mizwa tun zudürfen ist ein jüdisches Vorrecht worüber die Juden sehr glücklich sind. Darum wird jeder glücklich geschätzt und auch beneidet, der daraus eine freudige Pflicht macht im Angesicht des Todes sein letztes gebet, ohne zögern mit den Worten zu beginnen:

"Öffne mir die Pforte der Gerechtigkeit"

Diese Pforte der Gerechtigkeit kann dem sterbenden selbst helfen ein Stück zu öffnen. Wenn er fühlt das seine Stunde gekommen ist und noch mal prüfend über sein leben und nicht über das Geld das er nicht mitnehmen kann nachdenkt. Sondern damit noch gutes tut um Schlechtes an das er sich erinnern kann wieder gut zu machen.
Wenn einem Juden das sterben Schwerfälle sollte mit den Gedanken bei Gott sein. Er sollte dann das Widduj, das Schuldbekenntnis der Juden, beten um zum letzten Mal seine Seele zuberfreien:

Ich danke dir, dass du mich ins Leben gerufen hast. Du hast mir eine Seele gegeben und für mein täglich Brot gesorgt. Nun kommt der Augenblick, da ich die Seele, die du mir gegeben hast, dir wiedergeben soll. Nimm du sie selbst von mir, wie mit Küssen deines Mundes, dass nicht der Todesengel mich quäle. Birg mich im Schatten deiner Flügel. Mag mein rückkehrender Sinn, mein Bußfertiger Will, mein Leiden und Todeskampf mir Entschuldigung bringen von allem Schlechten.

Danach segnet der Sterbende noch einmal seine Kinder, auf den Kopf jedes Kindes legt er die Hände und spricht:

Gott lasse dich wie Ephraim und Manasse werden! (Bei Frauen und Mädchen: Wie Sara, Rebekka, Rahel und Lea!). Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Antlitz leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Antlitz dir zu und gebe dir Frieden...
Hier nach wendet er sich wie zum Zwiegespräch in einer Fürbitte an Gott:

"O möchte doch der Geist auf ihm ruhen, der Geist der Weisheit und Vernunft, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. .....
zum Schluss folgt noch ein Gebet das wie ein Monolog klingt:

Der Engel, der von allem Übel mich erlöst, segne diese Knaben in meinem Namen und der im Namen unserer Urväter Abraham, Isaak und Jaakob dauern in ihnen und sie mögen sich mehren und ausbreiten im Land."
Verhaltensmaßregeln gegenüber Sterbenden:

Diese harmonische Auffassung vom Wesen des Todes hindert die Juden natürlich nicht daran alles zutun, um bei einer tödliche Krankheit alles zutun um den erkrankten zu retten. Sondern es ist sogar sein Pflicht. In besondern ist es sogar möglich für eine der mit dem Tod ringt öffentlich zu beten. Sehr poetisch ist der Brauch, für einen jungen Menschen der im sterben liegt Jahre zusammeln. dies geschieht in der weise das zum Beispiel in einer Legende:
Das die Mitglieder der Gemeinde sich bereit erklären, auf Jahre, Monate, Wochen ihres eigenen Lebens zugunsten des verfallenden Lebens eines noch jungen Rabbi zu verzichten, und ein junges Mädchen zeichnet sogar ihr ganzes Leben. In dieser Legende stirbt das Mädchen, der Rabbi aber wird wieder gesund und lebt innerlich das leben der für ihn Gestorbenen mit. Das dies mit dem Jüdischen Glauben und seinen strengen Auffassungen schwer vereinbar ist, brauche ich hier glaub ich nicht weiter zu auszuführen.

Die strengste Auffassung zeigt sich in den Verhaltensmaßregeln gegenüber dem Sterbenden:

" Man darf ihn nicht von der Stelle rücken oder umbetten, wenn man dadurch den eintritt des Ablebens beschleunigen kann.

" Man lädt Blutschuld auf sich, wenn man ein noch so schweres und noch so unabwendbares Sterben durch Mittel befördert.

" Man soll nicht zulassen, dass in Gegenwart des Sterbenden gejammert und geschrieen wird.

" Noch dass Anordnungen für seine Beerdigung oder Wegschaffung getroffen werden, ehe er gestorben ist.

" Bevor der Tod eintritt, die Menschen rufen die dem Sterbenden am liebsten sind

" Man soll niemanden alleine sterben lassen

" Deutlich und ausdrücklich noch einmal jene Sätze sprächen, welche den Lebensinhalt des Judentumsausdrücken:

"Gott herrscht, Gott wird herrschen in alle Ewigkeit."
Dann dreimal:

"Gepriesen sei sein Name, der Ruhm seines Königtums in alle Ewigkeit."
Nach Eintritt des Todes:

Legt man eine Feder auf die Oberlippe, um sich vom Tode zu überzeugen und dann spricht man den Spruch, der sich später den jenen auf in den Sinn kommen wird, wenn diese die Todesnachricht hören:

"Gepriesen sei, der richtet in Wahrheit!"

" Hier nach beten man im angemessen klagenden Ton besondere Gebete.

" Es werden dem Toten die Augen zu gedrückt,

" Ein Tuch um Kinn und Schläfen über dem Kopfgebunden, damit der Mund geschlossen bleib.

" Die Anwesenden zerreißen etwas an ihrer Kleidung zum Zeichen der Trauer.

" Nun wird der Leichnam auf etwas Stroh auf der Erde gebetet, man legt ihm ein Kissen unter den Kopf, rückt die arme und Füße gerade, der Leichnam liegt mit den Füßen zu der Tür aus der er getragen werden soll.

" Deckt ihn mit einem schwarzen Tuch zu

" Einige Stunden nach dem Eintritt des Todes findet die Tahara, die Reinigung des Verstorbenen statt. Er wird nach gewissen Bestimmungen gesäubert und mit lauwarmem Wasser gewaschen wird, zuerst der Kopf und zuletzt die Füße. Nur der Teil des Körpers der gerade gereinigt wird, darf unbedeckt sein. Nach der Reinigung wird dem Leichnam in ein ihr einfaches, weißes leinen Sterbekleid bzw. den Männern in ihren Sterbekittel, angezogen. Diesen trug er zum ersten mal als Bräutigam, dann am Neujahrs - und Versöhnungsfest und an den Sederabenden . Darüber wird der Tallit angezogen. So wie bei den "Sterbekleidern" sind auch bei den Särgen kein unterschied zumachen, schlicht und schmucklos. Den wie der Tod, so soll man auch fürs Kleid und Haus des Toten keinen unterschied machen.

" Zündet eine Kerze an und stellt sie am Kopf

" Um nicht sagen zu müssen der du der ist gestorben. Wird den Nachbarn durch ein Zeichen angezeigt das einer verstorben ist. Das Zeichen ist das man alles Wasser das im Haus ist ausgießt. Den dies ist das Wasser in dem der Todesengel sein Schwert gespült hat.

" Man verhängt die Spiegel, um nicht zwei Tote zusehen.

" Bis zur Beerdigung lasst man einen erfahren Menschen, der auch scheintoten helfen kann, beim verstorbenen wachen.

Alle diese Liebesdienst werden meist von Mitgliedern der Chewra Kadischa (der Heiligen Bruderschaft) getan, die es in jeder Jüdischen Gemeinde gibt und sich seit jeher um gute Werken verdient macht.
Abb.: Totenwache (Deutschland, 18. Jhdt.)
ganz nebenbei sei hier auch die Frage zur Autopsie erklärt:

Das jüdische Gesetz verbietet die Verstümmelung des Körpers. Deshalb waren Autopsien in Israel Anlass zu vielen Streitigkeiten. Autopsien waren und werden von rabbinischen Autoritäten nur als Ausnahme gestattet, Wenn dadurch im falle von erblichen Krankheiten überlebende verwandte gerettet werden können oder wenn es zur Aufklärung von Verbrechen nötig ist.
Die Beerdigung:

Im Judentum ist nur die Erdbestattung erlaubt, Verbrennung ( Kremation) ist verboten. Die Begründung hier für ist Genesis 3,19

"Denn erde bist du und zur erde kehrst du wieder."

Die Beerdigung sollte möglichst innerhalb von 24 Stunden nach dem Eintritt des Todes stattfinden ( im Höchstfall dürfen 3 Tage zwischen Tod und Beerdigung liegen)

Am Schabbat und am Versöhnungstag darf keine Bestattung stattfinden. Zur letzten ehre für den Toten erweist man ihm, in dem man den Leichenzug von wem auch immer begleitet und die Mirzwot (Pflichten), von diesen heißt es, dass man ihre Früchte, gewissermaßen ihre zinsen schon in diesem Leben genießen, während die Abrechnung ihres Hauptwesens, also des Kapitals, für die künftige Welt vorbehalten bleibt.
Ein Gebet wird gesprochen, wenn man auf dem Friedhof angekommen ist und wenn der Sarg in das Grab gesenkt ist. Nun schüttet jeder aus der Trauergemeinde drei schaufeln erde auf den Sarg und sagt dabei: "Staub bist du und zu Staub kehrst du heim...

Ist der ganze Sarg mit Erde bedeckt ist, sprechen die männliche Hinterbleibenden das aramänische Kaddischgebet, hier drin wird kein Wort vom Tod spricht und die Gottesliebe triumphiert. Dann bildet man ein Spalier, zwischen die Leidtragenden hindurchgehen und man spricht zu ihnen:

"Der allgegenwärtige tröste Dich ( Euch) inmitten der übrigen, die Zion und Jerusalem trauern"

Als Bezeugung der irdischen Vergänglichkeit reißt man ein Büschel Gras aus und wirft es hinter sich, bevor man den Friedhof verlässt wäscht man sich die Hände.
Beim Händewaschen spricht man:

Er vernichtet den Tod in Ewigkeit, und der ewige, Gott, wischt die Träne von jedem Angesicht und die Schmach seines Volkes entfernt er von der erde, denn der ewige hat gesprochen.

Danach spricht man den Psalm 91:

Unter Gottes Schutz

Wer unter dem Schirm des 91Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
2der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.
4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, 5dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,
6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. 7 Wenn auch tausend Fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten. So wird es doch dich nicht treffen.
8 Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird.

9Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.
IO Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
13 Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen
niedertreten.

14"Er liebt mich, darum will ich ihn erretten, er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
15 Er "ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein "Heil. "
Sonderregeln zur Bestattung:

" Selbstmörder müssen an gesonderter Stelle am Rand des Friedhofs begraben werden.

" Ein Kohen darf nur an Begräbnissen bei Mitgliedern der nächsten Familie teilnehmen. Will dieser an einer andern Beerdigung teilnehmen, muss er sich in großer Entfernung vom Bestattungsort aufhalten. Denn nähe zu einem Verstorbenen gilt als unrein und ist einem Kohen verboten.
Trauerzeit:

Schiwa - die sieben tage:

Mit der Beerdigung beginnt die eigentliche Trauerzeit für die Hinterbleibenden. Die erste und traurigste Phase ist die Schiwa (Sieben). In der erste Woche ist die Schiwa zusitzen. Diese sind:
" Die Eltern nach dem Tod eines Kindes
" Die Kinder nach dem Tode der Eltern
" Geschwister, wenn sie Kinder seiner Mutter sind
" Ehegatten nach dem Tode des andern

Der Ausdruck "Schiwa sitzen" kommt daher, dass während dieser sieben Tage zu Hause getrauert und wie bei den Vorfahren der Juden im Altertum auf keinem Stuhl oder Polster, sondern auf der Erde oder niederen, harten Schemeln sitzen. Nur die Alten und sehr gebrechlichen ist es erlaubt sich auf ein Kissen zusetzen. Während dieser Tage wird nicht gearbeitet und auch die Geschäfte bleiben geschlossen, auch die angestellten haben frei. Während dieser Zeit liest man und lernt aus der Heiligen Schrift, in dieser Zeit aus dem Buch Hiob oder aus den düstern Kapitel des Jeremia. Die Kleidung wird eingerissen und es werden keine Leder Schuhe getragen. In dieser Zeit wird nicht aus gegangen sondern ist es die Pflicht eines jeden Juden die trauernden in der eigenen Stube zu trösten. Es wird in diesen sieben tagen wird nicht in warmem Wasser gebadet und es werden weder Haupthaare noch Barthaare rasiert. Während dieser tage ist es Pflicht morgens und abends im Trauerhaus einen, regulären Gottesdienst mit Minjan - zehn erwachsene Männern - abzuhalten um dem Adel, dem trauernden die Gelegenheit den Kaddisch zubeten..

Durch den Schabbat wird die Schiwa unterbrochen, man geht wie üblich in die Synagoge. Am Freitagabend, nach der letzten Strophe des Legal do, wenn sich die Gemeinde zur Tür umdreht, holt der Rabbiner die Trauernden bei den Worten "Bo beschlaf" ( Komm in Frieden) feierlich ein und geleitet sie zum Zeichen der Teilnahme aller an ihrem Kummer, der nun bei der Heiligkeit des Schabbat schweigen möge, zu ihren Plätzen. Ein Festtag hebt die Schiwa vollständig auf. Alle diese Vorschriften bekunden das recht des Lebens über den Tod, der Freude über die Trauer.

Nach der Schwwa folgt die Scheloschim, die dreißig Tage dauert. Diese zweite Phase der Trauer dauert 1 Monat, dies wird ab dem Todestag gerechnet. In dieser zeit werden weder die Haupthaare noch der Bart geschoren, es wird an keinem Fest Teil genommen, weder an einer Suda (Taufe) noch an einer Hochzeit und es wird vermieden Musik zu hören.
Awelut - das Trauerjahr:

Die dritte Periode ist die Awelut. Diese wird nur für die Eltern gehalten. Sie endet nach dem Ablauf von zwölf jüdischen Kalendermonaten vom Todestag an. In dieser Zeit sollten an keiner Festlichkeit (Konzert, Theateraufführungen, Festmählern mit Musik usw.) teilgenommen werden. Die Söhne sagen in den ersten 11 Monaten dieses Jahres täglich das Kaddisch. Nach dem Ablauf darf man seine Trauer nicht mehr öffentlich zur schau stellen.
Der Kaddisch:

Vom Tag der Beerdigung an ist ein Sohn 11 Monate lang verpflichtet, täglich bei den öffentlichen Gottesdiensten das Kaddisch zubeten. Dazu ist eine Mijan nötig. Beim Kaddisch beten steht der Jude mit geschlossenen Füßen, in einer respektvollen Haltung. In einigen Gemeinden spricht nur eine Person den Kaddisch, in vielen aber sprechen die Trauernden ihn zusammen. Hatte der Verstorbene keinen Sohn so wird diese Aufgabe von einem frommen Mann der Jüdischengemeinde übernommen.

Kaddisch
Dass gehöht
und dass geweiht
Sein Name sei
im All, erschaffen, wies Ihm fromm',
und sein Reich, walt' ers, komm',
solang euch Leben
und Tag gegeben,
und beim Leben von ganz Haus Israel,
dass das bald so
uns in naher Zeit --
Drauf sprecht: AMEN
Sei Sein Nam' erhoben
Welt auf Welt auf Ewigkeit.
Preis und Dank --
Dass bedankt
und dass genannt
und dass umglänzt
und dass erhöht
und dass gefeit
und dass umkränzt
und dass geweiht
und dass gelobt
des Heiligen Name -- IHM RUHM --
Ob allem hoch,
was Preises Zungen
je Sang gesungen
je Klang geklungen
je Trost erschwungen
in dieser Welt Worten --
drauf sprecht: AMEN.
Sein großer Friede komm' von oben
uns Leben herab uns
und ganz Israel --
Drauf sprecht: AMEN.
Der Friede macht auf seinen Höhn,
der mache Frieden über uns
und über ganz Israel --
Drauf sprecht: AMEN
Übersetzung: Franz Rosenzweig. -- In: Gabe für Rabbiner Dr. Nobel. -- Frankfurt, 1921.
Zitiert in: Geis, Robert Raphael: Vom unbekannten Judentum. -- Freiburg [u.a.]: Herder, ©1961. -- (Herder-bücherei; 102). -- S. 28f.
Grabsteineinsetzung und Grabsteinenthüllung:

Die Sitte, über dem Grab einen Grabstein zu errichten wird auf die Bibel zurück geführt (Genesis 35,19-20):

" Rachel starb und wurde auf dem weg nach Ephrata d.h. Bethlehem, begraben. Jakob errichtete einen Gedenkstein auf ihrem grabe. Es ist der Denkstein auf dem Rachelgrabe bis zum heutigen Tag".

Auf dem Grabstein eines Kohen (Priester) sind oft ausgebreitete Hände zusehen, als Symbol für den Priestersegen ( Leviticus 6,22 - 27).

Abb.: Grabstein eines Kohen ('Kahn') im Elsaß. [Quelle der Abb.: Assall, Paul: Juden im Elsaß. -- Bühl-Moos : Elster, ©1984. -- ISBN 3-89151-000-4. -- S. 39. -

Der Grabstein eines Leviten trägt oft einen Krug oder Becher als Symbol für die Aufgabe der Leviten, über die Hände des Kohen vor dem Priestersegen Wasser zu gießen.


Abb.: Grabstein eines Levi in Weikersheim [Quelle der Abb.: Liedel, Herbert <1949 ->; Dollhopf, Helmut <1941 ->: Haus des Lebens: Jüdische Friedhöfe. -- Würzburg: Stürtz, ©1985. -- ISBN 3-8003-0251-9. -- S. 48. --

Ein relativ neuer Brauch ist es einen Grabstein zu enthüllen - Gilui Mazewa - hierbei wird der Grabstein eingeweiht.

Bei einem Grab Besuch legen manche trauernde einen Kieselstein auf den Grabstein als ein Zeichen das der Verstorbene nicht vergessen ist.
Jahreszeit /Todestag:

Die sogenannte Jahreszeit ist die Wiederkehr des Todestages. Der Sohn ist an diesem Tag verpflichtet das Kaddisch zu beten und die Sitte, am Abend des Todestages/ Jahreszeit ein Licht anzuzünden( auch ein elektrisches Gedenklicht ist zulässig) und dieses 24 stunden brennen zu lassen. Grundlage dafür ist Sprüche 20,27: "Ein licht ist des Menschen Seele."
Beerdigung von Thorarollen, Gebetbücher und sonstigen Ritualgegenständen:

In früherer Zeit wurden Schriftrollen und andere Ritualegegenstände, die nicht mehr gebraucht wurden / waren. In einem Hinterzimmer der Synagoge ( Geniza) aufgehoben. Heute werden sie mit der gleichen würde und Sorgfalt wie ein Mensch auf einem Friedhof

Informationsquelle: http://www.altenpflegeschueler.de/sonsti...-Religionen.php

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