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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Trauerfeier - Trauerritual - Trauertexte
Jana78

15.10.2005 14:41
Todesanzeigen antworten

Todesanzeigen müssen neben inhaltlichen auch formalen Kriterien genügen. Da die Anzeigengröße maßgeblich den Preis bestimmt, muss man sich bei der Textgestaltung deutlich kürzer fassen als in einem entsprechenden Trauerbrief. Todesanzeigen werden in den Tageszeitungen als öffentliche Bekanntgabe des Todes veröffentlicht, während Trauerbriefe an ausgewählte, dem Verstorbenen auf unterschiedliche Art Nahestehende versendet werden. Trauerbriefe informieren die Angehörigen, Verwandte, Bekannte und Freunde über den Todesfall.
Ein Trauerbrief wird so gefaltet, dass die Schrift innen liegt.
Die Zeitungsanzeige sollte an dem Tag erscheinen, an dem auch die Trauerbriefe bei den angeschriebenen Personen eintreffen, es sei denn, die Familie möchte nur einen ausgewählten Personenkreis an der Beerdigung teilnehmen lassen, dann sollten die Briefe mit Angabe des Beerdigungstermins vorab verschickt werden.
Die Zeitungsanzeige sollte dann nach der Beerdigung mit folgendem oder ähnlichem Text erscheinen: "Die Beerdigung (oder Trauerfeier) hat im engsten Familien- und Freundeskreis stattgefunden." Diese Abwicklung sollte in der Familie genauestens überlegt werden, da sie leicht zu Unstimmigkeiten innerhalb der Familie und/oder des Freundeskreises führen kann, wenn der Eine mit einen Trauerbrief bedacht wird und ein Anderer nicht.

Unbedingt beachtet und erwähnt werden müssen:

a) Name des Verstorbenen (der Geburtsname der Frau sollte auf jeden Fall erwähnt werden, wenn er weit gehend bekannt ist), zusätzlich Titel, die zum Namen gehören – wie z.B. der Doktortitel. Bei mehreren Titeln, beispielsweise Professor Dr. Dr. können alle aufgeführt werden, ebenso auch mit Zusätzen wie Dr. jur., Dr. med., Dr. h.c. Auch besondere Ehrungen oder Auszeichnungen wie: Trägerin des Bundesverdienstkreuzes – Inhaber des Verdienstordens des Landes... – Träger des Ehrenringes der Stadt... können mit aufgeführt werden, müssen aber nicht. Manchmal stellt sich die Frage, ob der Beruf der/des Verstorbenen erwähnt werden soll. Wenn dieser Beruf zur Persönlichkeit des Menschen gehört hat oder er/sie besonders stolz auf seinen/ihren Beruf war, sollte er erwähnt werden.


Zu vermeiden ist die Formulierung „Plötzlich und unerwartet verstarb heute mein lieber Mann Herr Friedrich Schneider.“ Die Ehefrau bezeichnet ihren Mann nicht als Herrn Friedrich Schneider. (Bei Firmennachrufen sieht das anders aus).


b) Das Datum des Todes und, wenn gewünscht, das Alter bzw. der Geburtstag der/des Verstorbenen. Das Alter oder der Geburtstag steht in den meisten Todesanzeigen. Diese Angabe ist allerdings eine individuelle Entscheidung.


c) Bei den Namen der Angehörigen ist es durchaus möglich, dass in der Zeitungsanzeige nur die Namen der engsten Angehörigen erscheinen, während im Trauerbrief auch die Namen der weiteren Angehörigen aufgeführt werden können. Erscheinen bei den Todesanzeigen nur die Namen der engsten Angehörigen, ist es durchaus üblich, dass zum Beispiel dazugeschrieben wird "Im Namen aller Angehörigen" oder "Im Namen der Hinterbliebenen" oder "und alle Angehörigen".


Wenn alle Namen aufgeführt werden, sollte folgende Reihenfolge beachtet werden:
Bei Verstorbenen, die verheiratet waren, kommt zuerst der Name des Ehepartners, dann die Namen der Kinder dem Alter nach mit Schwiegerkindern, die Enkel- und Urenkelkinder, die evtl. noch lebenden Eltern und Schwiegereltern und dem Alter nach die Geschwister und Schwäger. Titel der Angehörigen, die zum Namen gehören, zum Beispiel der Doktortitel, können wie üblich vor den Namen gesetzt werden. Hat nur einer der Ehepartner einen Titel, sollte formuliert werden: "Dr. Bernd Müller und Barbara Müller" oder "Bernd Müller und Dr. Barbara Müller". Auf Titel kann in der Zeitungsanzeige oder im Trauerbrief auch verzichtet werden. Der Zusatz des Geburtsnamens ist ebenfalls möglich.


d) Die letzte Anschrift des/der Verstorbenen bzw. die Anschrift der Angehörigen.


e) Ort, Datum, Uhrzeit der Trauerfeier und, bei Katholiken, des Seelenamtes.
Wenn es dem Wunsche des/der Verstorbenen entspricht, kann geschrieben werden:
- "Die Beerdigung hat im engsten Familienkreis stattgefunden."
- "Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt"


f) In manchen Regionen der Bundesrepublik ist es üblich, wegen der Kranz- und Blumenspenden unter die Anzeige den Namen des Bestattungsunternehmens zu setzen. Dieser Hinweis hilft, dass die Blumenspenden von den Floristen nicht ins Trauerhaus, sondern in das Bestattungsunternehmen gebracht werden, wo sie im Interesse der Angehörigen ordnungsgemäß der späteren Danksagungen wegen registriert werden. Das hilft auch den Angehörigen, da sie nicht nach Erscheinen der Todesnachricht von Floristen oder Bekannten mit telefonischen Nachfragen belastet werden.

Beim Aufsetzen einer Traueranzeige sollte auf zu großspurige Worte verzichtet werden, die den wahren Schmerz meistens nicht ausdrücken können. Sachliche Aussagen klingen nicht nur glaubhafter, sondern das Einfache ist oft auch würdiger und angemessener. Wer Wert darauf legt, die Todesursache in der Anzeige oder dem Brief zu verdeutlichen, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. Hier einige Beispiele für gebräuchliche Formulierungen:


-nach kurzer, schwerer Krankheit
-unerwartet
-infolge eines Herzinfarktes
-nach langer, schwerer Krankheit
-nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden
-durch ein tragisches Unglück
-durch einen tragischen Verkehrsunfall (Segelunfall, Skiunfall, Flugzeugabsturz usw.)
-nach unheilbarer Krankheit
-In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von meinem lieben Mann und unserem guten Vater, der nach zwei Jahren an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls gestorben ist.
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Statt besonderer Anzeige

Oft steht über einer Todesanzeige "Statt besonderer Anzeige". Folgende Gründe sprechen dafür:

1. Die Familie verschickt keine Trauerbriefe und somit ist die Zeitungsanzeige die einzige Bekanntmachung des Todesfalles.
2. Die Familie kennt nicht alle Anschriften der Freunde oder Bekannten des/der Verstorbenen.

Zu vermeiden ist der Ausdruck "Statt Karten", da bei einem Todesfall Beileidsbriefe verschickt werden und keine Karten. (Hinweis: Bei Danksagungen können auch Karten verschickt werden – hier wäre der Hinweis "Statt Karten" richtig.)


Jana78

18.10.2005 15:25
#2 RE: Todesanzeigen antworten

Sprüche für Todesanzeigen

Aus unserem Leben bist du gegangen,
in unserem Herzen bleibst du.

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

Meine Kräfte sind zu Ende,
nimm mich, Herr, in deine Hände

Ein Herz steht still,
wenn Gott es will.

Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens:
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern und dich dadurch nie vergessen lassen.

Gebet und Arbeit waren dein Leben
Ruhe hat dir nun Got gegeben.

Wir haben gemeint und meinen, wir brauchen sie noch.
Gott hat gemein, es sei genug.

Die Zeit, Gott zu suchen, ist dieses Leben.
Die Zeit, Gott zu finden, ist der Tod.
Die Zeit, Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit.

Ich hab' den Berg erstiegen;
den ihr noch steigen müsst.
Drum weinet nicht, ihr Lieben,
ich bin bei Jesus Christ.

Ich wäre noch so gern geblieben
daheim bei meinen Lieben
doch Gott bestimmte meine Zeit
und rief mich in die Ewigkeit.

Ganz still und leise, ohne ein Wort.
gingst du von deinen Lieben fort.
Hab tausend Dank für deine Müh',
vergessen werden wir dich nie.

Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken (frommes Andenken) unsere Liebe.

Nun schlumm're sanft in Gottes Frieden.
Gott lohne dich für deine Müh',
ob du auch bist von uns geschieden,
in unseren Herzen stirbst du nie.

Der Kampf des Lebens ist zu Ende,
vorbei ist aller Erdenschmerz,
nun ruhen deine fließ'gen Hände,
still steht ein liebes Mutterherz.

Wenn meine Kräfte brechen,
und mein Atem geht schwer aus
und kann kein Wort mehr sprechen,
Herr, nimm mein Seufzen auf.

Zu früh bist du von uns geschieden,
noch mancher Plan sinkt mit in's Grab,
du hast gesorgt für deine Lieben,
bis plötzlich der Tod die Hand dir gab.
Nun ruhe aus, du treues Herz,
der Herr wird lindern unseren Schmerz.

Oh wunderschön ist Gottes Erde
und wert darauf vergnügt zu sein.
Drum will ich bis ich Asche werde
mich dieser schönen Erde freun.

Ihr seid jetzt traurig,
aber ich werde euch wiedersehen,
dann wird euer Herz sich freuen
und eure Freude wird euch niemand nehmen.
Joh. 16,22

Eine Stimme,
die uns vertraut war, schweigt.
Ein Mensch,
der immer für uns da war,
lebt nicht mehr.
Was uns bleibt sind Liebe,
Dank und Erinnerung an viele schöne Jahre (Stunden).

Wir sind nur Gast auf Erden
und wandern ohne Ruh'
mit mancherlei Beschwerden
der ew'gen Heimat zu.
Kirchenlied von Georg Thurmair

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

Wer treu gewirkt,
bis ihm das Auge bricht,
und liebend stirbt,
ja, den vergißt man nicht.

Keiner wird gefragt, wann es ihm recht ist Abschied zu nehmen von Menschen, Gewohnheiten, sich selbst. Irgendwann plötzlich heißt es damit umzugehen, ihn aushalten, anzunehmen diesen Abschied, diesen Schmerz des Sterbens, dieses Zusammenbrechen, um neu aufzubrechen.

So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, den Herrn, euren Gott, zu suchen.
1. Chronik 22, 19

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Deine Hände, die nie müde
und im Leben viel geschafft,
haben nun die Ruh' gefunden,
weil gebrochen deine Kraft.

Meine Kräfte sind zu Ende,
nimm mich, Herr, in deine Hände.

In meinem langen Leben
warst du stets bei mir.
Hast mir Mut und Kraft gegeben,
jetzt komme ich zu dir.

Legt alles still in Gottes Hände,
das Glück, den Schmerz,
den Anfang und das Ende.

Der Tod ist das Tor zum Licht
am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

Nicht nur trauern wollen wir,
dass wir ihn verloren,
sondern dankbar sein,
dass wir ihn gehabt haben.

Das Letzte heißt nicht Tod,
sondern Auferstehung.
Und am Ende nicht Verlust,
sondern ewige Vollendung.

Du warst unsere Mitte.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Psalm 21, 1 + 2

Ihr, die Ihr mich gelibt habt,
trauert nicht um das Leben,
das ich beende, sondern freut Euch
mit mir über das Leben, das ich beginne.
Augustinus

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1. Kor. 13/13

Warum?
Die Liebe ist stärker als der Tod!

Dein liebes Herz hat aufgehört zu schlagen
und wollte doch so gern noch bei uns sein.
Gott, hilf uns, diesen Schmerz zu tragen,
denn ohne dich wird manches anders sein.

Gelitten hast du, viel gelitten,
geliebte Mutter, treues Herz.
Doch ausgekämpft und ausgelitten,
ist nun die Sorge und der Schmerz,
blick segnend nun auf die herab,
die weinend stehen an deinem Grab.

Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen.

In Liebe und Sorge, in Freude und Leid,
stets gütig zu allen, zu helfen bereit,
so war usnere Mutter, deren Hände nun ruh'n,
lasset uns beten, ein Gleiches zu tun.

Frag nicht warum, frag nicht wozu,
dann kommt dein Herz niemals zur Ruh'.
Auf dein Wozu, auf dein Warum,
bleibtr doch des Schicksals Mund nur stumm.
Gott weiß warum, Got weiß wozu,
dies Wissen gibt dem Herzen Ruh'.

Ich hab' das Leiden überwunden,
bin nun befreit von Schmerz und Pein,
denkt oft an mich in stillen Stunden
und lasst mich immer bei euch sein.

Nur Arbeit war dein Leben,
nie dachtest du an dich,
nur für die Deinen streben,
galt dir als höchste Pflicht.

Manchmal kennen wir Gottes Willen.
Manchmal kennen wir nichts.
Erleuchte uns Herr, wenn die Fragen kommen.

Dorthin, woher ich kam,
kehre ich zurück:
in die Hände Gottes.

Ich glaube, daß wenn der Tod unsere Augen schließt,
wir in einem Licht stehen, von welchem unser Sonnenlicht
nur der Schatten ist. (Schopenhauer)

Leben heißt bereit sein,
irgendwann zu sterben,
Lieben heißt bereit sein,
irgendwann Abschied zu nehmen."


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