Die Trauerfeier ist ein wichtiger Baustein im Prozess der Abschiednahme. Stimmung und Ablauf bestimmen entscheidend mit, wie die Erinnerung an den Verstorbenen sein wird.
Diese Erkenntnis ist uralt und wird doch immer häufiger ignoriert. Der Trend geht zu unpersönlicher Abschiednahme und zur anonymen Beisetzung. Die Entscheidung der Angehörigen gegen einen feierlichen Abschied wird im Nachhinein häufig bereut, weil die Empfindung zurückbleibt etwas Wesentliches verpasst zu haben. Für unsere Großeltern und deren Vorfahren war eine Beerdigung ein gesellschaftliches Ereignis. Die Zusammenkunft diente der Abschiednahme vom Verstorbenen, aber auch der Stärkung des sozialen Zusammenhaltes. Der Anblick lange nicht mehr gesehener Gesichter ist für viele eine kleine Zeitreise durch das Leben des Verstorbenen - aber auch durch die eigene Geschichte.
Der Gestaltung einer Trauerfeier sind keine Grenzen gesetzt. Die Dekoration der Trauerhalle mit Kränzen, Gestecken und Leuchtern kann ganz im Sinne des Verstorbenen gewählt werden. Dessen Persönlichkeit kann sich in der Trauerfeier widerspiegeln. Die Trauerrede kann sowohl von Geistlichen, einem Trauerredner, dem besten Freund oder auch einem Angehörigen des Verstorbenen gehalten werden. Sie erinnert die Trauergäste an den Menschen, den sie verloren haben und an gemeinsame Erlebnisse. Auch der musikalische Rahmen kann ganz individuell gewählt werden-klassisch, modern, Orgelspiel, CD oder Gesang.