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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 8.182 mal aufgerufen
 Trauerfeier - Trauerritual - Trauertexte
Jana78

14.10.2005 09:16
Trauerlyrik antworten

Wir sind uns begegnet
du hast Spuren hinterlassen
in mir
deine Handschrift, dein Zeichen
unauslöschlich
in meinem Herzen
hast du dir Raum geschaffen
für immer.

Anette Müller


Jana78

14.10.2005 09:16
#2 RE: Trauerlyrik antworten

In Memoriam

Die letzte Strophe
deines Liedes
war verklungen
als er deinen Namen rief
in uns jedoch wird's
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief.

Edith Maria Bürger


Jana78

14.10.2005 09:17
#3 RE: Trauerlyrik antworten

Wie soll man dem Tod begegnen,
wenn er vor der Türe steht?
Soll man hoffen, soll man beten,
flehen, das er weitergeht?

Ja! Er soll nur weitergehen -
denkt man und vergißt dabei,
daß nur der Tod kann es verstehen,
wenn einer sagt: Ich bin soweit.

Ist es auch schwer, ihn geh´n zu lassen,
den Menschen, der so nah uns stand,
wollen wir uns doch in Schweigen fassen:
Gott nahm ihn still an seine Hand.


Jana78

14.10.2005 09:17
#4 RE: Trauerlyrik antworten

Es weiss ja keiner, der's nicht erlebt
wie's ist, wenn einer die Flügel hebt
und leise, leise sich auf die Reise - die letzte macht.
Es weiss ja keiner, dem's nicht geschah
wie's ist, wenn einer nun nicht mehr da.
Wenn leer die Stätte des, den man
hätte so gern noch nah.


Jana78

14.10.2005 09:18
#5 RE: Trauerlyrik antworten

Jetzt bleibt uns nichts von Dir
als die Erinnerung an
Deine Augen
Dein Lächeln
Deine Hände
in den Herzen der Menschen
die Dich lieben.


Jana78

14.10.2005 09:18
#6 RE: Trauerlyrik antworten

Sie ist nicht mehr da,
doch werde ich ihr täglich begegnen und sie grüßen,
denn ihr Lächeln, das sie schenkte,
ihre helfenden Worte und alles,
was sie für mich getan hat,
werden mich mein Leben lang begleiten.


Jana78

14.10.2005 09:18
#7 RE: Trauerlyrik antworten

Still, ganz leise,
stehe ich an Deiner Seite,
wo Worte zuviel,
kann nur noch ein Schweigen helfen.
Ich bin für Dich da.

Ich hoffe, Du dann auch einmal für mich.
Denn für jeden, kommt dieser Augenblick.
Für Dich und für mich.

Heike Fischer


Jana78

14.10.2005 09:19
#8 RE: Trauerlyrik antworten

Die Erinnerung bleibt, man kann sie Dir nicht nehmen.
Die tröstenden Worte möchtest Du jetzt nicht hören, denn sie klingen wie fremde Chöre.
Denn sie singen Lieder in fremden Sprachen.
Dein Herz spricht im Moment eine andere Sprache.
Versuche sie nicht zu verstehen, denn sie wird auch einmal wieder gehen.
Es wird lange dauern bis sie vorüber aber dann wird es erträglicher sie zu leben.
Nimm die Sprache Deines Herzens an, denn Du sprichst sie nicht alleine.
Millionen Menschen sprechen sie irgendwann.
Du bist nicht allein.

Heike Fischer


Jana78

14.10.2005 09:19
#9 RE: Trauerlyrik antworten

Wo einst ein Mensch aus Fleisch und Blut
ruht jetzt nur noch Erde, Asche oder Flut.
Aber das Lachen und die Erinnerung des geliebten Menschen bleiben
und damit können wir hier auf Erden verweilen.

Heike Fischer


Jana78

14.10.2005 13:05
#10 RE: Trauerlyrik antworten

Nichts ist mehr wie es mal war
In uns unendliche Leere
Raum und Zeit völlig ohne Bedeutung
Trauer, Wut, Enttäuschung im ständigen Wechsel,
Immer wieder dieselben Gedanken
Warum hatte unser kleiner Sohn nicht die Chance
Diese Welt kennen zu lernen?
Wie soll das Leben weitergehen, ohne unser Kind?
Was für einen Sinn soll dies alles haben?
Wer entscheidet über Leben und Tod?
Fragen über Fragen, jedoch ohne Antworten.
All unsere Träume sind zerplatzt wie Seifenblasen,
eine Zukunft mit unserem Sohn gibt es nicht.
Nie werden wir erfahren, welche Augenfarbe unser Murkel hat;
Nie werden wir mit ihm kuscheln oder toben können;
Nie werden wir ihn lachen hören oder ihn trösten wenn er weint;
Nie werden wir unser Kind aufwachsen sehen;
Nie- so ein kleines Wort mir so enormer Wirkung und so grausam endgültig.
Was bleibt ist unerfüllte Liebe und Sehnsucht,
es zerreißt uns fast das Herz.
Unser Sohn ist tot und die Welt dreht sich weiter,
so als ob nichts wär` - das ist einfach nicht fair.
Es ist wie ein böser Traum, nur gibt es kein Erwachen
Und für uns beide ist klar – Nichts ist mehr so wie es mal war !


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Wenn ein Stern vom Himmel fällt,dann erstarrt die Welt und wenn er einschlägt in mein Herz
zerreißt es vor Schmerz.
Doch durch diese offne Herzens Tür führt der Weg hinauf zu Ihm, sind wir dann oben angekommen, wird uns Schmerz und Leid genommen.
Ein neues Leben wird uns geschenkt, Gott ist s der alles lenkt.

von Albert Lotz zum Heimgang meiner lieben Mutter


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Trauer um Dich.
Die Geräusche der Umwelt flirren vorbei.
Ich füle mich wie tote Erde, die durch das stille, leere All treibt.
Ich lausche. Nichts.
Einen Himmel gibt es nicht mehr.


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Tränen der Liebe!

Blumen der Liebe bring ich dir ans Grab,
weil ich dir sonst nichts schenken vermag.

Steh ich am Ort,der dir Heimstatt nun ist,
fühl ich wie schmerzlich mein Herz dich vermißt.

Zünde ein Lichtlein der Liebe dir an,
bete für dich und verlasse dich dann.

Tränen der Trauer sie machen mich blind,
dass ich das Licht der Liebe kaum find.

Nur noch ein Blick nach dem traurigen Ort,
muß dich verlassen, muß von dir fort.

Tränen der Trauer, die nehm ich mit mir,
doch meine Liebe bleibt immer bei dir.

Für meine geliebte Dani,
deine Tante Helga


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Eine Träne, nein es sind viele
sie kullern über meine Wangen,
es ist mehr als nur Verlangen.
Die Gdanken, nein mein Verstand kann und
will nicht verstehen, ganz einfach ich will dich
doch nur sehen.Will wissen wo du bist?
Was du machst?
Ob du weinst oder lachst.


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WANN ???
Wann wird es besser?
Wann wird es gut?
Wann werde ich verstehen?
Wann lass ich dich gehen?
WANN ???


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Jenseits der Zeit , gibt es kein Leid,
keine Tränen an dem Ort, den wir Himmel nennen.
Sehen wir uns dort, wirst Du mich erkennen !
Dort an jenem Ort den wir Himmel nennen!
Ich brauche Kraft hier durch zu gehen!
Doch ich weiß, daß wir uns einmal Wiedersehn!!
Jenseits der Zeit


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Wenn dichte Wolken den Himmel bedecken
und heftiger Sturm ausbricht,
so sehen unsere Augen nur traurige Finsternis,
unsere Ohren betäubt der Donner, und
all unsere Sinne erstarren vor Schrecken;
aber unterdessen bleibt im Himmel stets
die gleiche Ruhe und Heiterkeit.

(Johannes Calvin)


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Stetig warst Du neben mir
hielt Deine Hand
liess Dich nie allein
wollte immer bei Dir sein

gelacht, geweint
gefühlt, gespürt
zu schönen Gedanke verführt
und doch unberührt

Du warst mein Leben,
mein Sinn, wo bist Du nur hin
Kälte und Trauer
mein Herz umklammern

Ich weiss, ich weiss
Du willst das nicht
Du wünscht Dir die Sonne
für mich zurück!

Lass Dich nun los
lass Dich gehen
denn eines Tages
werden wir uns wiedersehen!

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DieSeele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten.
Indianische Weisheit


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Auf dem Kirchhof
Der Tag ging regenschwer und sturmbewegt,
ich war an manch vergessenem grab gewesen.
Verwittert Stein und Kreuz, die Kränze alt,
die Namen überwachsen, kaum zu lesen.
Der Tag ging sturmbewegt und regenschwer,
auf allen Gräbern fror das Wort: Gewesen.
Wie sturmestot die Särge schlummerten,
auf allen Gräbern taute still: Genesen.


Detlev von Liliencron


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Du denkst, du bist am Ende,
am Ende bist du nicht,
du mußt nur durch das Dunkel
und dann wird´s wieder Licht!

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Während Du schliefst, klangen aus der Ferne sanft die Glocken.
Während Du schliefst, verstummten die Vögel und erstarrte Dein Blick.
Während Du schliefst, hast Du uns heimlich, still und leise verlassen.
Während Du schliefst, ließest Du uns in großer Trauer zurück.

Wohin Du auch gehst, werden Engel Dich behüten.
Wohin Du auch gehst, wird Gott fest an Deiner Seite steh´n.
Wir werden Dich in unseren Herzen stets bewahren,
bis wir uns eines Tages wiederseh´n.


© Jens Hohenschild 2005

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Ein Leben ohne Dich
Ein Leben ohne Dich ist ärmer,
so leer und ohne Sonnenschein,
wir fühlen uns einsam und verlassen,
können nicht mehr bei Dir sein.

Du schenktest uns die Ruhe,
gabst Fried', Geborgenheit,
wo Du warst, da war Frohsinn,
fernab von Ärger, Streit.

Es wird nicht mehr sein wie früher,
da Dein Leben ist dahin,
wo Du warst, da war Liebe,
zu Dir zog's uns immer hin.

Es war schön, daß wir Dich hatten,
so eine lange und doch zu kurze Zeit,
wir wünschen Dir nun Frieden,
dort in der Ewigkeit.

von Resi Wild


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mehr auf http://www.festpark.de

Jana78

15.10.2005 14:18
#11 RE: Trauerlyrik antworten

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Jana78

15.10.2005 14:19
#12 RE: Trauerlyrik antworten

Trost

Unsterblich duften die Linden -
Was bangst du nur?
Du wirst vergehn, und Deiner Füße Spur
wird bald kein Auge mehr im Staube finden.
Doch blau und leuchtend wird der Sommer stehn
und wird mit seinem süßen Atemwehn
gelind die arme Menschenbrust entbinden.
Wo kommst du her? Wie lang bist Du noch hier?
was liegt an Dir?
Unsterblich duften die Linden -

Ina Seidel

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