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Mythen und Faktern der Trauer Mythos: Trauer brauche ca. ein Jahr. Fakt: Trauer braucht bis zu acht Jahren und mehr. Mythos: Trauer könne abgearbeitet werden. Fakt: Trauer ist nie zu Ende. (wie Freude) Mythos: Trauer verliefe in linearen Phasen. Fakt: Trauer verläuft zirkular. Mythen und Fakten der Trauerbegleitung Mythos: Jeder Trauernde brauche Begleitung. Fakt: Nur ca 30% brauchen wirklich Trauerbegleitung. Es gibt Faktoren, die zu einer Hochrisiko-Persönlichkeit führen und besonderer Fürsorge bedürfen. Mythos: Ziel der Trauer ist Schonung, Trost und das Vermeiden von Streß. Fakt: Ziel der Trauerbegleitung ist: in den Prozeß kommen (aus-lösen statt auf-lösen): die Unmöglichkeit, Streß zu erfahren und mit ihm umzugehen, ist ein Indikator für einen pathologischen Zustand. Mythos: Trauernde müßten sich ausdrücken. Fakt: Trauernde finden sozial und innerpsychisch ihre eigene Umgangsform mit Trauer. Mythos: Trauernde müßten sich um ihre Begleitung bemühen und selber anfragen. Fakt: Aufgrund bestimmter Trauerdeterminanten kann bei frischer Trauer nur nachgehende Begleitung sinnvoll sein. Mythos: Begleitung müsse zeitlich offen (unbegrenzt) sein. Fakt: Begleitung bedeutet: Kurzzeitbegleitung. Mythos: Begleitung bedeutet in erster Linie Zuhören und den Emotionen Raum geben. Fakt: Trauernde brauchen Struktur. Mythos: Selbsthilfegruppen sollten zentral und extern angeboten werden. Fakt: Begleitung sollte (in der Regel) da stattfinden, wo der Verlust stattfand. Mythos: Trauerbegleitung sollte ein eigenständiges Berufsbild sein. Fakt: Fortbildung für alle beteiligten Berufsgruppen. Mythos: Vermittlung von Begleittechniken. Fakt: Rückbesinnung auf Haltung. Quelle: Schulungsunterlagen vom Christophurus e.V. Berlin
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