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Katastrophen der Raumfahrt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Dies ist eine chronologische Auflistung von Katastrophen in der bemannten Raumfahrt oder Katastrophen, die im Zusammenhang mit der bemannten Raumfahrt stehen, bei welchen Menschen verletzt oder getötet wurden. Inhaltsverzeichnis * 1 Chronik o 1.1 24. Oktober 1960 o 1.2 22. März 1961 o 1.3 27. Januar 1967 o 1.4 23. April 1967 o 1.5 15. November 1967 o 1.6 11. April 1970 o 1.7 6. Juni 1971 o 1.8 26. Juni 1973 o 1.9 4. Mai 1975 o 1.10 18. März 1980 o 1.11 28. Januar 1986 o 1.12 25. Januar 1995 o 1.13 15. Februar 1996 o 1.14 15. Oktober 2002 o 1.15 1. Februar 2003 o 1.16 22. August 2003 * 2 Literatur Chronik 24. Oktober 1960 Im Weltraumbahnhof Baikonur explodierte eine militärische Interkontinentalrakete (ICBM) und verursachte die größte Katastrophe der Raumfahrtgeschichte, bei der 126 Menschen starben. Das Desaster wurde lange geheimgehalten und später als Nedelin-Katastrophe bekannt. 22. März 1961 Während eines mehrtägigen Trainingsaufenthalts in einer mit reinem Sauerstoff gefüllten Isolationszelle verbrennt der Kosmonaut Walentin Bondarenko. Bei dem Versuch einige Sensoren von seinem Körper mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch zu entfernen, wirft er diesen unachtsam beiseite. Der Wattebausch fällt auf eine heiße Kochplatte und fängt sofort Feuer. In der Zelle breitet sich das Feuer rasend schnell aus. Bondarenko kann zwar noch lebend gerettet werden, stirbt aber am 23. März 1961 an seinen schweren Verletzungen. 27. Januar 1967 Am Boden brach während einer Startsimulation an Bord einer Apollo-Kapsel Feuer aus. Die drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee starben. Siehe dazu: Apollo 1 23. April 1967 Bei Sojus 1 traten im Orbit Stabilisationsprobleme auf. Bei der Landung verhakte sich der Landefallschirm, die Kapsel stürzte ab. Der Kosmonaut Wladimir Komarow starb beim Aufprall. 15. November 1967 Ein amerikanisches Raketenflugzeug vom Typ „X-15A“ gerät außer Kontrolle und zerbricht. Der Pilot Michael Adams wird getötet. 11. April 1970 Bei der amerikanischen Apollo 13 Mission explodierte 55 Stunden nach dem Start ein Sauerstofftank der in Betrieb genommen wurde. Alle 3 Mannschaftsmitglieder wurde in einer hollywoodreifen Rettungsaktion mit stark beschädigter Kapsel gerettet. 6. Juni 1971 Bei der Rückkehr der Raumkapsel Sojus 11 zur Erde erstickten die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow. Ein Belüftungsventil hatte sich beim Ablegen von der Raumstation Saljut-1 geöffnet. 26. Juni 1973 Bei der Explosion einer startklaren Kosmos-3M Rakete auf der Startrampe kommen in Plessezk neun Personen ums Leben. 4. Mai 1975 Die dritte Stufe einer Sojus-Rakete versagt. Die Kosmonauten Wassili Lasarew und Oleg Makarow an Bord der Sojus-Kapsel, die als Sojus 18 an die Raumstation Saljut 4 andocken sollte, erreichen nach einem ballistischen Flug lebend das vorgesehene Notlandegebiet. Diese verunglückte Mission wird als Sojus 18-1 oder Sojus 18A bezeichnet. 18. März 1980 Während des Auftankens explodiert in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk direkt auf der Startrampe eine „Wostok-2M“-Rakete. 48 Menschen werden getötet. 28. Januar 1986 Die Raumfähre Challenger explodierte beim Start. Sieben Astronauten, darunter zwei Frauen, (Richard Scobee, Michael J. Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Judith Resnik und Gregory Jarvis, Christa McAuliffe) starben. Siehe dazu: STS-51-L. 25. Januar 1995 Eine chinesische Trägerrakete vom Typ „CZ-2E“ stürzt nach dem Start ab. Trümmer töten 20 Bewohner eines Dorfes. 15. Februar 1996 Wenige Sekunden nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang weicht eine chinesische Rakete vom Typ „CZ-3B“ mit einem kommerziellen Intelsat-Kommunikationssatelliten vom Kurs ab und schlägt in einem nur wenige Kilometer entfernten Dorf auf, wo die noch nahezu vollbetankte Rakete explodiert. Medien und westliche Experten werden nicht an den Unfallort gelassen. Offiziell werden von der chinesischen Führung sechs Tote und 57 Verletzte bestätigt, inoffizielle Stellen sprechen sogar von mehr als einhundert Toten. 15. Oktober 2002 Eine Sojus-U Rakete explodiert in Plessezk nur Sekunden nach dem Start. Ein Soldat wird durch die Explosionsdruckwelle in einem benachbarten Gebäude getötet. 1. Februar 2003 Bei der Rückkehr zur Erde wird die Raumfähre Columbia aufgrund einer beim Start erfolgten Beschädigung des Hitzeschildes zerstört. Sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut starben (Rick Husband, William C. McCool, Michael P. Anderson, David M. Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und Ilan Ramon). Siehe dazu: Columbia. 22. August 2003 Eine brasilianische Trägerrakete vom Typ „VLS-1“ explodiert bei Startvorbereitungen und tötet 21 Techniker. Literatur * Matthias Gründer, Horst Hoffmann, Gerhard Kowalski: SOS im All. 2001, ISBN 3-89602-339-X * Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?. Berlin, 1990, ISBN 3-34100-545-5
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