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Krankenbeobachtung aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank Unter Krankenbeobachtung ist die allseitige Erfassung des physischen und psychischen Zustandes des Patienten, sowie seiner sozialen Situation zu verstehen. Es wird also nicht nur nach krankhaften Veränderungen geschaut! Dabei werden sowohl objektive, teils messbare und teils nicht messbare Veränderungen beim Patienten, als auch subjektive Faktoren, wie Beschwerden und Befindensstörungen, erfasst. Es geht um Einhaltung von Normwerten bzw. die Abweichungen davon nach unten oder oben. Das Wissen um den Bereich, in dem Schwankungen der Beobachtung oder der Messergebnisse normal sind, ist Gegenstand des Unterrichts in dieser pflegerischen Grundfähigkeit. Inhaltsverzeichnis 1 Bedeutung der Krankenbeobachtung 2 Beobachtungsmöglichkeiten 2.1 Sinnesorgane 2.2 Technische Hilfsmittel 3 Beobachtungskriterien 3.1 Physische Faktoren 3.1.1 Vitalzeichen 3.1.2 Ausscheidungen 3.1.3 Sensibilität 3.1.4 Ernährungszustand 3.1.5 Aussehen 3.2 Psychische Faktoren 3.2.1 Bewusstseinslage 3.3 Soziale Faktoren Bedeutung der Krankenbeobachtung Eine zielgerichtete und ständige Beobachtung des Patienten ist wichtig. Bestimmte Veränderungen entziehen sich häufig einer medizinischen Messung. Der kranke Mensch ist nie nur ein körperlich Kranker, sondern auch ein mehr oder weniger psychisch Belasteter. Diese Belastungen können die unmittelbare Folge der Erkrankung sein, aus denen Anforderungen der Behandlung entstehen, oder aber auch völlig unabhängig davon vorliegen. Sie fliesst in die fortlaufenden Pflegeberichte (Dokumentation) und die Pflegeplanung ein. Sie ist Teil der ATL und beeinflusst die ATL. Vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten ergeben sich bei der Verrichtung pflegerischer Arbeiten, z.B. bei der Durchführung der. * Körperpflege / Behandlungspflege * Lagerung * Verabreichung der Nahrung * Beim Gespräch mit dem Patienten Um richtig zu beobachten und das Beobachtete richtig zu interpretieren, müssen fundierte Kenntnisse über das normale Befinden (die physiologische Norm in der interindividuellen Bandbreite) und über pathologische Abweichungen vorhanden sein. Das Pflegepersonal muss aber auch eine Reihe von Fähigkeiten, wie praktisches Können, Einfühlungsvermögen und Kombinationsgabe haben. Insbesondere aber muss eine spezielle Einstellung zu anderen Menschen erworben werden. Das bedeutet, dass das Pflegepersonal sich selbst in bestimmtem Maße verändern muss, indem es die erworbenen Erkenntnisse auch auf sich anwendet. Dazu gehören Objektivität und Toleranz. Beobachtungsmöglichkeiten Die Krankenbeobachtung kann zu jeder Zeit stattfinden und mit oder ohne Hilfsmittel erfolgen. Die gezielte Beobachtung mit medizinischen Geräten und Analysemethoden wird als Diagnostik bezeichnet. Sinnesorgane Nur intakte Sinne vermitteln uns wichtige Informationen über den körperlichen und seelischen Zustand eines Kranken. * Gehör o Atemgeräusche o Schmerzäußerungen o Stimmveränderungen o Geräusche im Abdomen * Sehen o Veränderung der Haut o Schwellungen o Haltung / Gestik / Mimik o Ausscheidungen * Geruchssinn o Zersetzungen, Gewebszerfall o Ausdünstungen o Ausscheidungen * Tastsinn o Temperaturveränderungen o Verhärtungen o Schwellungen o Puls * Geschmackssinn o Durch Schmecken des Urins wurde früher der Zuckergehalt nachgewiesen. Dies wird heute zum Glück nicht mehr praktiziert :-) Technische Hilfsmittel * Fieberthermometer * Teststreifen zur Zucker- und Eiweißbestimmung * Pulsuhr / Armbanduhr * Blutdruckmessgerät mit Stethoskop * Blutanalysegeräte * EKG / EEG * Röntgen * Maßband * Messgefäße * Waage Beobachtungskriterien Physische Faktoren Vitalzeichen * Puls * Blutdruck * Körpertemperatur * Atmung Ausscheidungen * Stuhl * Urin * Sputum * Emesis * Schweiß * Vaginale Ausscheidungen (Fluor) Sensibilität * Reflexe * Tastsinn * Berürungsempfindlichkeit * Schmerz Ernährungszustand
* Körpergröße und Gewicht * Appetit * Kachexie * Exikose (gepetzte Haut am Handrücken bleibt stehen) Aussehen * Haltung (Schonhaltung) * Bewegung (Hinken, Schlurfen, Schwierigkeiten beim Aufstehen und/oder Setzen) * Gestik, Mimik Psychische Faktoren
Bewusstseinslage * Schlaf (Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme) * Wach sein (Schläfrigkeit am Tag, ungewolltes Einschlafen) * Stimmung * Schmerzäußerungen (Häufigkeit, Intensität) * Sprache (Wortschatz, -verständnis, -nutzung) * Sprache (verwaschen, stockend, Stottern, Lallen) * Reaktionen auf Therapien, Compliance Soziale Faktoren * Persönliche Schwierigkeiten (beruflich, familiär, gesellschaftlich) * Isolierung * Vereinsamung * Besucherverhalten (Häufigkeit, Dauer)
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