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Gründe für abweichendes Verhalten im Alter aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank Anderer (Fach-)Ausdruck dafür ist: deviantes Verhalten (von Devianz). Auch dadurch wird nicht erklärt, was normgerechtes Verhalten ist. Wer oder was legt Norm fest? Ist es die Statistik, die dafür eine Kennzahl bietet - oder doch eher die Nachbarschaft, Familie oder Bezugsgruppe die soziale Normen regelt. Wenn 49% einer Bevölkerungsgruppe etwas anderes tun als die übrigen 51% für richtig halten, kann im psychiatrischen Sinn sicher nicht von Devianz gesprochen werden. Es muß subjektiv oder objektiv noch Merkmal(-e) von oder für Krankheit geben, damit ein Behandlungsbedarf existiert. Gründe für abweichendes Verhalten Das Verhalten von älteren Menschen wird von jüngeren Generationen oft als "seltsam" empfunden. Viele denken gerade bei alten Menschen dann direkt an eine Demenz (z. B. M. Alzheimer). Es sollte allerdings bedacht werden, dass es noch eine Reihe anderer (teils körperlicher) Gründe gibt, die ein "von der Norm" abweichendes Verhalten erklären können. Nerven * Nervenzellen regenerieren sich nur beschränkt * Gewebe geht unter durch o Blutungen, o TIA, o Schlaganfall Sinnesorgane * verminderets Sehen/Hören o Kommunikation ist beeinträchtigt o soziale Kontakte gefährdet o Unfallangst * veränderter Geschmack o Die betroffene Person merkt u.U. gar nicht, dass sie verdorbene Lebensmittel isst, weil sie es nicht schmeckt (und sieht) o oder aber Vergiftungsvorstellungen, weil alles "seltsam anders" schmeckt "als sonst immer" Kreislauf * Arterienverkalkung führt zu Herzbeschwerden, was sich in Lustlosigkeit, Müdigkeit äußert Stoffwechsel * Diabetes mellitus, falsche einseitige Ernährung führt zu Verwirrtheit und gesteigerter Reizbarkeit Knochen, Gelenke Vernachlässigung sozialer Kontakte, Selbstvernachlässigung, zB bei: * Rheuma, * Lähmungen Vergiftung * Medikamente (Dosis. Mix) o die meisten Senioren haben einen unglaublichen Medikamenten-Mix (im Nacht- oder Badezimmerschrank) "gehortet", welchen sie bei Bedarf selbst dosiert (in Kombination mit anderen Medikamenten) einnehmen o viele Bewohner erhalten mehrere Medikamente, die Wechselwirkungen auslösen * Narkose -> PostOP-Syndrom seelisch * Trauer, weil Ehepartner, Freunde sterben * "Alt sein" und sich damit abfindden muessen o "Alt werden ist schön, alt sein hingegen nicht" * Verlust der Zukunftsperspektive, also Bilanz ziehen : "Wie war mein Leben ?!" o Rückschläge, o Fehler, o Peinlichkeiten, o alles, was man nicht rückgängig machen kann sozial * keine Arbeit, dadurch Statusverlust * soziale Rolle o vom Ernährer zum "Oppa" o genereller "Jugendwahn" der Gesellschaft * soziale Kontakte nehmen ab o Arbeitskollegen sieht man nicht mehr, o Freunde sterben * neue Umgebung o "einen alten Baum verpflanzt man nicht"
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