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Biographie aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank Eine Biografie sagt mehr über die Person und ihre Sichtweisen aus als über die erlebte Geschichte(im Sinne von objektiven Fakten). Lebenslauf zu beschreiben ist auch Sinnkonstruktion. Dies führt weiter zur Frage nach dem subjektiv gemeinten und dem objektiv stattgefundenen Leben.
Inhaltsverzeichnis 1 Griechisches Wort und deutsche Bedeutungen, Definitionen 2 Die biographische Methode in den Sozialwissenschaften 2.1 qualitativer Forschungsansatz 2.2 Lebensspanne 2.3 Das mögl. Vorgehen, Studie 2.4 10 Dimensionen der Biographie 3 Altern und Biographie als Aufgabe 4 Biographie im Sinne einer Literaturgattung 5 Biographieerhebung und -arbeit in der Pflege 6 Gefahren bei der Biographie-Erhebung in der Pflege 7 Literatur Griechisches Wort und deutsche Bedeutungen, Definitionen Biografie steht für Lebensbeschreibung und Lebenslauf(auch: Vita aus dem Latein.). Meist ist damit der von jemand anderem verfaßte Lebenslauf, die -geschichte oder -beschreibung einer Person gemeint (von der Geburt bis zum jetzigen Zeitpunkt). Eine Autobiographie liegt vor, wenn sie von dem betreffenden Menschen selber geschrieben wurde oder er zumindest als Autor gilt. Die Autobiographie ist die persönlich erstellte Lebensbeschreibung. Ein Lebenslauf kann sich aus der Abfolge unterschiedlichster Ereignisse zusammensetzen. Einige sind vorhersehbar und für viele Personen einer Generation innerhalb eines Lebensabschnitts sehr wahrscheinlich = normative Ereignisse. Beispiel könnten sein Jugendweihe oder Konfirmation, Schulabgang und Hochzeit. Andere Ereignisse haben einen zeitgeschichtlichen Charakter: Personen verschiedenen Alters erleben das Ereignis und können sich später daran als bedeutsam erinnern. Eine Auswirkung auf den individuellen Lebenslauf muss nicht gegeben sein. Kann aber je nach Lebensalter, in dem es passierte, anders wahrgenommen werden. Bspl: Tschernobyl als im Fernsehen wahrgenommene Katastrophe für junge Mutter in der BRD oder für ältere Person ohne Säugling. Kritische Lebensereignisse können einem Lebenslauf eine Wende in eine unerwartete Richtung geben, wobei deren positive oder negative Bewertung nicht sicher vorherzusehen ist. Beispiel Scheidung oder lebensgefährliche Erkrankung. Mit "brüchigen" Lebensläufen sind Biographien gemeint, die vom Verlauf der meisten Personenen in vergleichbarer sozialer Position mehrfach abweichen. Auch die Einteilung der Lebensabschnitte in den Biographien kannn variieren - Beispiel Jugend und Kindheit haben heute eine andere Bedeutung als zur Zeit der Industriellen Revolution Unterscheide: Etwas ganz anderes ist der (Tabellarische) Lebenslauf in einer schriftlichen Stellenbewerbung. Die biographische Methode in den Sozialwissenschaften Die Biografieforschung ist in der Soziologie ein Forschungsansatz der Qualitativen Sozialforschung und befasst sich mit der Rekonstruktion von Lebensverläufen und zugrunde liegender individuell vermittelter, gesellschaftlicher Sinnkonstruktionen auf der Basis biografischer Erzählungen oder persönlicher Dokumente. Das Textmaterial besteht in der Regel aus verschriftlichten Interviewprotokollen, die nach bestimmten Regeln ausgewertet und interpretiert werden. qualitativer Forschungsansatz Die Biografieforschung ist im Rahmen der qualitativen Forschungsansätze als Einzelfallstudie zu bewerten. Mit der Wahl, Einzelfallstudien durchzuführen, ist eine Herangehensweise an das Forschungsfeld bezeichnet und noch nicht eine Methode. Die Biografieforschung bedient sich bei der Datenauswertung nicht einer einzelnen Methode, sondern ist als Forschungsansatz zu verstehen, in dem verschiedene Methoden angewendet werden. Dabei ist die am häufigsten verwendete Methode der Datenerhebung bei Lebenden das narrative Interview("erzählen" lassen) und/oder das offene Leitfadeninterview (Befragung), sonst überwiegt die klassischen (sozio)historische Quellenerschließung bis hin zur modernen Inhaltsanalyse. In der Gerontologie wird biogr. Methode die systematische Erkundung des Lebenslaufs einer Person im Rahmen eines größeren Forschungsvorhabens genannt. Dabei müssen die zur Unterstützung der Erinnerung gestellten Fragen auf ihre Offen- bzw. Geschlossenheit hin überprüft werden, damit die erzählende Person nicht von vorneherein durch Interviewer auf eine Blickrichtung hin eingeengt wird. Dazu ist ein Leitfaden zu erstellen und zu überprüfen). Lebensspanne Mit dem Durchschreiten der Lebensspanne geht ein stetiger Wandel von sozialen Rollen einher, die ein Individuum einnimmt und verliert (z.B. Mutter, empty nest, Pensionierung). Dabei ändert sich auch die persönliche Wahrnehmung der eigenen Rolle und der Aufgaben. Nach U. Lehr werden durchschnittlich 17,5 markante Einschnitte pro Biographie beobachtet. 2/3 davon als negativ, 1/3 positiv erlebt. Frauen berichten mehr zwischenmenschliches, Männer mehr sach-, berufsorientiertes. Lebenserfahrung kann aber kaum nur als Durchschreiten einer Normalbiographie betrachtet werden. Das Wort Wahlbiographie trifft die Lage besser, weil gesellschaftliche Modernisierung heute vor allem in der Ausdifferenzierung von Lebens- und Familienformen liegt. Interessant für Pflegende wären hierzu Arbeiten mit dem Blickwinkel der alltäglichen Bedeutung dieser Selbstwahrnehmung oder Selbstfindung. [bearbeiten] Das mögl. Vorgehen, Studie Technisch bedeutet dieser Forschungsansatz den Vergleich verschiedenster Biographien unter gemeinsamen Ordnungskategorien. Dazu werden die mündlich erfassten Biographien in die Schriftform übertragen werden (transkribiert). Anschließend werden die Interviews durch mindestens zwei Personen ausgewertet (eng.: rating /gesprochen: rähting, bzw. neudeutsch geratet). Dies ermöglicht Vergleiche zwischen mehreren Biographien, z. B. ob sie Aussagen zum Forschungsthema enthalten. Zwei Analysten vergleichen danach ihre jeweilige Einschätzung, wie sehr ausgeprägt in der Biographie diese Ordnungskategorien in Erscheinung treten. (H. Thomae) 10 Dimensionen der Biographie Als zehn Dimensionen der Altersbiographie der Altersbiographie nach H. Thomae sind zu berücksichtigen: genetische und Ernährungslage zu Beginn des Alternsprozeß, stattgefundene Veränderungen im biologischen System, Veränderungen im sozialen System, sozioökonomischer Status und ökologische, und Veränderung in den des kognitiven Systems, Konstanz und Veränderung in der Persönlichkeit , individueller Lebensraum(subjektiv erlebter), Lebenszufriedenheit oder Grad der Balance zwischen Bedürfnissen und Situation, Fähigkeit diese Balance herzustellen., Soziale Kompetenz (Fähigkeit selbständig, verantwortungs- und aufgabenbezogen zu leben). Altern und Biographie als Aufgabe Diverse Phasenlehren beschreiben Abschnitte und Aufgaben, die in diesem jeweiligen Alter(-sabschnitt) zu erfüllen sind; z.B. Selbstverwirklichung, Ordnung schaffen, Weisheit. Daraus entstand der psychologische Beschreibungsversuch von Entwicklungsaufgaben. Das Ziel kann Zufriedenheit mit der eigenen Geschichte heißen. Während früher von den vier Abschnitten Kindheit, Junger Erwachsener, Erwachsener, Großeltern (mit nahtlosem Übergang in die Phase eines hochaltrigen Menschen/Greis) relativ klare Vorstellungen herrschten, kann heute bereits von 7 deutlich verschiedenen Lebensabschnitten gesprochen werden. Sie haben jeweils eigene Rollendefinitionen und Verhaltensmuster. Es sind die eigenen Abschnitte Jugend, RentnerIn, Hochaltriger Mensch hinzugekommen. Die Phase des Großelterndaseins beginnt gegenwärtig etwas später als zum Beginn des 20. Jhdt.´s und entspricht etwa im Erwerbsleben dem Begriff „Ältere Arbeitnehmer“. Die Gerontologie weist auf eine zunehmende Ausdifferrenzierung der Alternsphase hin. Der frühere stufenlose Übergang von hier ins Greisenalter ist durch die Lebensverlängerung entfallen. Hundertjährige sind zwar eine Besonderheit aber sicher keine Ausnahmeerscheinung mehr. Neunzig- und Hundertjährige können sehr verschiedene Lebenswelten um sich herum errichtet haben. Biographie im Sinne einer Literaturgattung Biografien, auch Autobiografien, enthielten seit ihrem Aufkommen in der Antike (zusammen mit der Schrift; bedeutend: Plutarch) immer schon soziologische Erörterungen. Z. B. im Sinne von Lebensrückblick vs. Ausblick für künftige Generationen. Zumeist behandelten sie politisch, künstlerisch oder in anderen Lebensbereichen heraus ragende Einzelpersönlichkeiten. Biographie im Sinne der ausführlichen Lebensbeschreibung einer einzelnen Person in einem Artikel oder Buch stellt auch heute eine häufige Literaturgattung dar. Sie wird innerhalb mancher Familien in Fortführung des Tagebuch-Schreibens als eine Art Tradition zwischen den Generationen verwendet - Familienchronik. Auch der Stammbaum einer Familie ist oft des Rückgrat für damit verbundene Erzählungen (mündliche Tradition). Die Biographie ist auch die übliche Begründung von (Familien-)Besitz (auch in der deutschen Verfassung, Artikel 14 GG). Manchmal ist die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte ein Ausdruck des Lebensrückblicks. Eine gerontol. (wissenschaftliche) Auswertung dieser Literaturgattung z.B. für eine ganze Zeitepoche ist nicht bekannt. Biographieerhebung und -arbeit in der Pflege Biografieerhebung: in Erfahrung bringen der Lebensgeschichte. Kein abgeschlossener Prozess. Es kommt ständig zu Ergänzungen und Erweiterungen. Biografiearbeit: Einbeziehen der Informationen aus der Biographieerhebung in den Pflegealltag. * Ziele o mehr über den Menschen erfahren o individueller pflegen o psychosoziale Grundbedürfnisse befriedigen (Sicherheit, Geborgenheit, Prestige, Produktivität, Gefühle ausleben etc.) Familie am Küchentisch um 1950 vergrößern Familie am Küchentisch um 1950 * Inhalte o geschichtlich erlebtes (Kriege etc.) o Familienverhälnisse (Eltern, Geschwister, Ehepartner, Kinder etc.) o beruflicher Werdegang (Schule, Beruf, Studium etc.) o ethische, politische, religiöse Prägungen o gesundheitlicher Werdegang => generell prägende, positiv und negativ erlebte Ereignisse * Gewohnheiten
Über die Frage nach individ. Gewohnheiten kommt die Pflegende automatisch zu verschiedenen ATL-Bereichen, die es zu berücksichtigen gilt. Oder für deren pflegerische Bearbeitung durch diese Informationen wertvolle Unterstützung gewonnen werden kann. Manche Informationssammlungen haben deshalb auch die Reihenfolge der ATL übernommen. Dort lässt sich auch leicht der pflegerische Nutzen der Erhebung von Fähigkeiten (Ressource) und Problem zu einem Handlungsfeld ablesen. Warum soll eine Pflegeperson jemand etwas abnehmen, das diese Person noch teilweise selbst ausführen kann? Eine separate Frage ist, nach welchen Gewohnheiten generell gefragt werden soll. Vgl. die versch. Dokumentations-Formulare. Gefahren bei der Biographie-Erhebung in der Pflege Das Gespräch wird nur geführt, um ein Formular (Biografiebogen) auszufüllen. Das Wort Biografiearbeit wird dabei im schlechten Sinn als lästige Arbeit wahrgenommen. Pflegende sehen den Menschen nur im Hier und Jetzt mit seinen Krankheiten und Einschränkungen. Sie fragen den betreffenden Menschen einfach nicht nach seiner gesamten Vergangenheit und was ihr/ihm dabei als wichtig erscheint. Pflegende kennen den geschichtlichen, sozialen "Hintergrund" dieser Lebenszeit ihrer "KundIn" nicht und bringen ihre eigene Meinungen zu diesen Themen mit, sei es als Vorurteil oder (evtl. sogar verletztende) Äusserung in einer Gesprächsrunde. Verletzungen der Persönlichkeitssphäre schon durch die (Art der) Fragen oder durch die Weitergabe von Informationen. Innere Wunden (Traumen) aus der Vergangenheit werden durch das Gespräch "neu aufgerissen". Konflikte in der Familie der betroffenen Person treten mehr oder weniger offen zu Tage und können (jetzt) nicht weiter bearbeitet werden. Ein grundsätzliches Problem jeder Lebensschilderung besteht auch in der Differenz zwischen der tatsächlichen, der erlebten und der erzählten Lebensgeschichte. Die Neuroforschung weist auf Veränderungen hin, die mit dem wieder und wieder Erzählen auch in der Gehirnsubstanz einhergeht. (Also eher etwas neu Erleben durch die Erzählung als etwas Zurechtbiegen oder Lügen.) Literatur als Forschungsgebiet * Bude, H., Rekonstruktion von Lebenskonstruktionen - eine Antwort auf die Frage, was die Biographieforschung bringt, in: Kohli, M./Robert, G. (Hg.), Biographie und soziale Wirklichkeit. Neue Beiträge und Forschungsperspektiven, Stuttgart 1984 * Cicourel, A.V., Mark, in: Kohli, M., Soziologie des Lebenslaufs, 1978 * Fuchs, W., Biographische Forschung. Eine Einführung in Praxis und Methoden, Opladen 1984 * Genealogie - Halt in der Vergangenheit der eigenen Familie versprechen sich viele von der Genealogie/Familienforschung. Dazu eine Übersicht in geo.de Sept 2004 * Gerhard, U., Typenkonstruktion bei Patientenkarrieren, in: Kohli, M. / Robert, G.(Hg.) 1984 * Kohli, M., Soziologie des Lebenslaufs, Darmstadt 1978 * Lamnek, S.: Qualitative Sozialforschung Bd. 2, Methoden und Techniken, Weinheim 1995 * Rosenthal, G.: Erlebte und erzählte Lebensgeschichte. Gestalt und Struktur biographischer Selbstbeschreibung, Frankfurt am Main 1995 mit Praxisbezug * Bierlein, Karl Heinz. 1994. Lebensbilanz. Krisen des Älterwerdens meistern; kreativ auf das Leben zurückblicken; Zukunftspotentiale ausschöpfen. München: Claudius-Verl. - 299 S. ISBN 3 532-62172-X. Zum Inhalt: Das Buch basiert auf einem Forschungsprojekt zur Lebensbilanz bei älteren Menschen. Es deckt alte und neue Klischees von älteren Menschen in Kirche und Gesellschaft auf und zeichnet anhand zahlreicher Interviews ein neues Bild ihrer wahren Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen. Ziel des Buches ist es, die Sensibilität im Umgang mit älteren Menschen zu fördern. Für persönliche Lebensbilanz bietet der praktische Teil Fragebögen, Kopiervorlagen für die eigene Lebensbilanzgraphik und eine Anleitung zu biographischer Meditation. * Bliminger, Eva; Ertl, Angelika; Koch-Straube, Ursula u.a. 1996. Lebensgeschichten. Biographiearbeit mit alten Menschen. Hannover: Curt R. Vincentz Verlag, 2. Aufl.,177 S., 17,90 EUR * Böhmer, Martina. 2000. Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen. Ansätze für eine frauenorientierte Altenarbeit. Frankfurt am Main: Mabuse-Verl. 134 S. ISBN 3-933050-16-2 * Brands-Haverkamp, Maria; Fuchs, Maria. 2000. "Biografiearbeit braucht umfassendes Generationenwissen. Kenntnisse zur Zeitgeschichte." In: Pflegezeitschrift, 53(2000)10, S. 672-674 * Dörr, Bea; Kaschuba, Gerrit; Maurer, Susanne. 2000. Endlich habe ich einen Platz für meine Erinnerungen gefunden. Kollektives Erzählen von Frauen in Erzählcafés zum Nationalsozialismus. Reihe: Forschungen zum Nationalsozialismus. Band 1. Herbolzheim: Centaurus Verlage. 2. Aufl., 174 S. ISBN 3-8255-0245-7 * Dörr, Margarete. 1998. Wer die Zeit nicht miterlebt hat. Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und den Jahren danach. Frankfurt/Main [u.a.]: Campus Verlag. 3 Bd., 1559 S., 25,00 EUR. ISBN 3-593-36095-0. Zum Inhalt: Die Historikerin Margarete Dörr befragte von 1988 bis 1996 über 500 deutsche Frauen nach ihren Erfahrungen im Nationalsozialismus. Dabei entstand eine einzigartige Dokumentation, die für die Geschichtsschreibung zur NS-Zeit aufschlußreiche Details und wichtige Erkenntnisse verfügbar macht, gerade noch rechtzeitig, bevor die Zeitzeuginnen ihre Erinnerungen mit ins Grab nehmen. * Haarhaus, Friedrich. Lebensstationen, Biographisches Arbeiten mit Senioren. Bausteine Altenarbeit – Sondermappe. 1998. Aachen: Bergmöser+Höller Verlag, 2. Aufl., 120 S., 18,00 EUR * Henke, Friedhelm.http://www.Menschenpflege.de (http://www.http://www.Menschenpflege.de) 2000. "Anleitung zur biographischen Selbstreflexion." In: Heilberufe, 52(2000)9, S. 30-31 * Hirsch, Helga. Schweres Gepäck. Flucht und Vertreibung als Lebensthema. 2004. Hamburg: edition Körber-Stiftung. ISBN 3-89684-042-8. Zum Inhalt: Hirsch begleitet Menschen der zweiten Generation von Vertriebenen auf der Suche nach ihren biografischen Wurzeln und den Belastungen durch Heimatverlust. Ergänzend zu sieben literarisch verfassten Lebensläufen, die beispielhaft für unterschiedliche Aspekte von Vertriebenenschicksalen stehen, analysiert Helga Hirsch in ihrem Begleittext die Erfolge, aber auch Misserfolge der Integration. Sie beschreibt den Wandel der kollektiven Erinnerung seit Kriegsende in Ost und West und spürt den mentalen Spätfolgen in der zweiten Generation der Vertriebenen nach. * Kerkhoff, Barbara. 2002. "Biografiearbeit - Schlüssel für eine individuelle Begleitung in der Pflege." In: Die Schwester / Der Pfleger, 41(2002)10, S. 830-833 * Kerkhoff, Barbara; Halbach, Anne. 2002. Biographisches Arbeiten. Beispiele für die praktische Umsetzung. Hannover: Curt R. Vincentz Verl., 102 S., 14,80 EUR * Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.); Weingandt, Birgit. 2001. Biographische Methoden in der Geragogik – qualitative und inhaltsanalytische Zugänge. KDA-Schriftenreihe „thema“, Bd. 167. Köln: Eigenverlag. 96 S., 9,00 EUR * Müller, Dagmar; Schesny-Hartkorn, Heike. 1998. Biographiegestützte Arbeit mit verwirrten alten Menschen – ein Fortbildungsprogramm. Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.). thema 137. Köln. ISBN 3-932882-66-0 * Muthesius, Dorothea. 1997. Musikerfahrungen im Lebenslauf alter Menschen. Hannover: Vincentz Verlag. 90 S. ISBN: 3-878700-80-6. Zum Inhalt: Das Buch entwirft ein lebendiges Bild vergangener Musikkultur und weckt damit Verständnis für die musikalischen Vorlieben alter Menschen und ermöglicht durch viele Anregungen zur musikbiografischen Arbeit Zugang zu ihnen. * Osborn, Caroline; Schweizer, Pam; Trilling, Angelika. 1997. Erinnern. Eine Anleitung zur Biographiearbeit mit alten Menschen. Freiburg: Lambertus Verlag. 16,40 EUR * Richter, Michael. 2004. Gekommen und geblieben. Deutsch-türkische Lebensgeschichten. Hamburg: edition Körber-Stiftung. 3. Aufl., 280 S., 14,00 EUR. ISBN 3-89684-048-7 * Ruhe, Hans Georg. 2003. Methoden der Biografiearbeit. Lebensspuren entdecken und verstehen. Weinheim [u.a.]: Beltz, 152 S. ISBN 3-4075588-21 * Schulte-Steinicke, Barbara. Erinnern, Schreiben, Bewahren: Kreatives Schreiben mit Seniorinnen und Senioren. In: Pflege & Gesellschaft, 9(2004)1, S. 6-11 * Trilling, Angelika; Bruce, Errollyn u.a. 2001. Erinnerungen pflegen. Unterstützung und * Wierling, Dorothee (Hrsg.). 2004. Heimat finden. Lebenswege von Deutschen, die aus Russland kommen. Hamburg: edition Körber Stiftung. 280 S., 14,00 EUR. ISBN 3-89684-043-6
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