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Anamnese aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank Definition Die Pflegeanamnese als Ausgangspunkt des Pflegeprozesses dient der Informationssammlung, um Probleme, Fähigkeiten bzw. Ressourcen und Bedürfnisse des Patienten einschätzen zu können. Sie ist Voraussetzung für die Realisierung des Pflegeprozesses und dient dazu, das Fundament für eine optimale Pflegeplanung und Pflegepraxis zu legen. Alle folgenden Schritte im Pflegeprozess sowie die Qualität der Pflege insgesamt hängen von der Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit der Situationseinschätzung ab (Stefan / Amler, 1999). Es handelt sich dabei entweder um eine ausführliche, auch unstrukturierte, Informationssammlung oder eine kurze Checkliste. Die Checkliste ist dann sinnvoller, wenn bereits durch das Aufnahmeverfahren nur Personengruppen mit ganz bestimmtem, definiertem Behandlungsvbedarf zu pflegen sind. Z. B. in einer Impf-Sprechstunde.
Unterschied Anamnese / Biographie Die Pflegeanamnese ist von Ziel und Aufbau her deutlich unterschieden von der ärztlichen Anamnese im Sinne einer Krankheitsvorgeschichte. Unter Pflegeanamnese wird oft auch nur eine sehr grobe Einschätzung in den Alltagsfähigkeiten verstanden (vgl Assessment bzw. Geriatrisches Assessment) ohne Berücksichtigung der Lebensgeschichte. In der Biographie erhält man persönliche Informationen über den Menschen vor seinem Leben im Krankenhaus bzw. dem Umzug ins Altenheim; auch über seine Alltagsgewohnheiten. Über die Pflegeanamnese erhält man Informationen über den Menschen zur individuellen Betreuung, die sich meistens an den ATL bzw. AEDL orientieren.
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