Umkehrisolierung aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bei der Umkehrisolierung werden immungeschwächte Menschen von der normalen Umgebung isoliert mit dem Ziel Infektionserkrankungen zu vermeiden.
Die Isolierung erfolgt primär auf speziellen Isolierstationen in Krankenhäusern. Hier gibt es Schleusen zu den einzelnen Patientenzimmern, in denen sterile Überkittel bereit liegen. Weiters stehen Mundschutz und Hauben zur Verfügung. Jeder, der in direkten Kontakt mit dem Umkehrisolierten tritt muss sich zuvor entsprechend ankleiden und bestimmte Desinfektionsmaßnahmen vornehmen.
Zu Grunde liegt die Tatsache, dass jeder Mensch eine Vielzahl von Bakterien und Viren mit sich trägt, der Umkehrisolierte aber derart abwehrgeschwächt ist, dass sein Immunsystem nicht in der Lage ist, eine normale Zahl von Keimen abzuwähren. Er ist also hochgradig gefährdet, sich zu infizieren und dadurch noch kränker zu werden. Kommt er hingegen mit weniger Krankheitserregern in Berührung, sinkt die Ansteckungsgefahr erheblich.
Eine Umkehrisolierung kann z.B. bei folgenden Erkrankungen notwendig sein:
* Neutropenie * Verbrennungen * nach Stammzelltransplantation * Leukopenie