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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Intensivmedizin
ingoborm Offline

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Beiträge: 937

10.10.2005 21:59
PEEP antworten

PEEP
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein PEEP (Positive endexpiratory pressure) bezeichnet einen bei der Beatmung künstlich in der Lunge erzeugten positiven atmosphärischen Druck, der nach Abschluss der Ausatmung (Expiration) anliegt. Dieser Druck verhindert einen Kollaps der Lungenbläschen, der Alveolen und beugt damit einer Atelektase vor. Außerdem kann in vielen Fällen die Sauerstoffsättigung des Blutes verbessert werden.

Bei nahezu jeder künstlichen Beatmung wird PEEP verwendet, beispielsweise auch beim Ertrinkungs- oder Tauchunfall, sowie bei Rauchgas- oder Kohlenmonoxid-Intoxikationen.

Ein erhöhter PEEP kann aber den Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen verringern und auch bei gleichbleibendem maximalem Beatmungsdruck die CO2-Abatmung erschweren. Kontraindikationen für einen hohen PEEP sind daher Erkrankungen des Herzens die einen venösen Rückfluss zur Folge haben und Atemwegserkrankungen wie beispielsweise das Asthma.

Bei einigen Modellen von Beatmungsbeuteln ist ein PEEP-Ventil vorhanden oder es ist möglich ein PEEP-Ventil anzuschließen. Eine Maskenbeatmung mit PEEP sollte bei bewusstlosen Patienten ohne Schutzreflexe umbedingt vermieden werden und daher nur beim intubierten Patienten erfolgen. Andernfalls besteht die Gefahr des Erbrechens und einer Verlegung der Atemwege wegen einer Überblähung des Magens. Dennoch liegt auch beim Masken-CPAP ein PEEP an, allerdings sind diese Patienten wach und haben ausreichende Schutzreflexe, so dass hier die Gefahr der Magenüberblähung deutlich geringer ist und somit die Nachteile des pos. Druckes in der Ausatemphase durch Vorteile aufgewogen werden.

Vorteile:

* Vergrösserung der funktionellen Residualkapazität, dadurch Erhöhung der Gasaustauschfläche, Ventilations-Perfusions-Verhältnis, verminderte intrapulmonale Shunts, erhöhte Oxygenierung
* Vermeidung von Atelektasen
* Verbesserung der Lungencompliance
* Reduktion eines Lungenödems

Nachteile:

* Gefahr des Barotraumas bei zu hohem PEEP-Niveau
* Gefahr der Schädigung gesunder Lungenareale
* Erhöhte rechtsventrikuläre Nachlast
* Zunahme des Intrakraniellen Drucks

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