Die Extrakorporale Membranoxygenation (ECMO) ist eine intensivmedizinische Technik, mit der Sauerstoff solchen Patienten zur Verfügung gestellt wird, deren Lungen schwerst geschädigt sind.
Technisch gleicht ein ECMO-Gerät einer Herz-Lungen-Maschine. Um eine ECMO aufzunehmen, werden Kanülen in zwei große Blutgefäße eingebracht. Um eine Gerinnung des Blutes zu vermeiden, verabreicht man den Patienten Antikoagulanzien, z. B. Heparin. Das ECMO-Gerät pumpt Blut kontinuierlich durch einen "Membran-Oxygenator", welcher den Gasaustausch in der Lunge ersetzt, d.h. er entfernt Kohlendioxid aus dem Blut und reichert es mit Sauerstoff an. Das so aufbereitete Blut wird dann zum Patienten zurückgeführt.
Mit der ECMO kann über Tage oder Wochen hinweg eine ausreichende Oxygenierung erreicht werden. Somit hat die Lunge Zeit zu heilen, da eine aggressive Beatmung vermieden wird. Trotzdem wird die ECMO, nicht zuletzt wegen der immensen technischen Anforderungen, Kosten und Komplikationsrisiken (z.B. Blutungen), als eine letzte Therapiemöglichkeit (Ultima_Ratio) betrachtet.
Dieses Verfahren wurde erstmals 1976 von Rommelsheim und Birtel in Deutschland klinisch eingesetzt.