HFOV-Beatmung aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bei der Hochfrequenzbeatmung (High Frequency Ventilation, HFOV) wird ein hoher kontinuierlicher alveolärer Distentionsdruck (ähnlich der CPAP-Beatmung mit Hilfe eines hohen Gasflusses im Beatmungssystem (nicht zum Patienten!)) aufgebaut. Ein in das System integrierter Oszillator (Lautspecher oder Kolben) versetzt den Gasfluss in oszillierende Schwingungen mit einer Frequenz von 3–15 Hertz. Die Schwingungen werden in die tiefen Atemwege des Patienten fortgeleitet und ermöglichen die Ventilation. Dabei werden nur kleinste Atemzugvolumnia appliziert. Der Gastransport erfolgt duch hochfrequente, ständige Mischung des Atemgase auf jeder Ebene im Atemwegssystem. Dabei wirken nur geringe Druckschwankungen (viel geringer als bei der konventionellen Beatmung Continuous Mandatory Ventilation (CMV, kontinuierliche, vollständige mechanische Ventilation)) auf die Lunge. Voraussetzung für eine optimale Anwendung der HFOV ist ein vorangegangenes Recruitment (Alveoleneröffnung) der Lunge.