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BIPAP-Beatmung aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Bei BIPAP (Biphasic Positive Airway Pressure) handelt es sich um eine Beatmungsform aus der Intensivmedizin, die aus dem CPAP entwickelt wurde. Das Beatmungsgerät wechselt dabei zwischen einem oberen und einem unteren Druckniveau. Das untere Druckniveau wird auch PEEP (positive endexpiratory pressure) Druck genannt. Gesteuert wird dieser Wechsel durch die Festlegung der Atemfrequenz und zweier Zeitspannen für das obere (T high) und das untere (T low) Druckniveau. Bei BIPAP kann der Patient jederzeit auf einem der beiden Druckniveaus spontan atmen. Er bemerkt aber den höheren und niedrigeren Gegendruck. Idealerweise sollte man mit BIPAP eine der variierenden Eigenatmung des Patienten angepasste Ventilation ohne Umstellung des Beatmungsmodus während der gesamten Beatmungsdauer erreichen können. BIPAP umfasst also das gesamte Spektrum von der kontrollierten Beatmung bis zur Spontanatmung. Die Atemarbeit des Patienten wird dabei zu keinem Zeitpunkt verhindert. Bei hohem Atemwegswiderstand ist die BIPAP-Beatmung bicweilen nicht möglich, dann ist eine volumenkontrollierte Beatmung (IPPV) erforderlich, allerdings um den Preis hoher Spitzendrucke. In der Entwöhnungsphase (Weaning) ist die Kombination von BIPAP und assistierter Spontanbeatmung (ASB) bewährt. Einstellparameter * Atemfrequenz * oberer Druck p max * untere Druck PEEP * Dauer einer der beiden Druckphasen o Die Dauer der zweiten Druckphase ergibt sich aus der Atemfrequenz Kontrollparameter * eigene Atemfrequenz des Patienten * Atemminutenvolumen und spontanes Atemminutenvolumen * Atemzugvolumen inspiratorisch und exspiratorisch ( = Tidalvolumen ) * Sauerstoffsättigung * Blutgase * Stressparameter wie Blutdruck, Puls, Schwitzen und Unruhe Geschichte Seit Entwicklung des Verfahrens durch M. Baum und H. Benzer im Jahre 1989 hat sich BIPAP zu einem der Standardverfahren in der Intensivtherapie entwickelt. Bei den klassischen Beatmungsmodi erfolgt eine Synchronisation von maschinellen Hüben mit Spontanatemzügen. Patienten tolerierten mandatorische Beatmungshübe nur unter beruhigender Medikation, Spontanatemzüge wurden zuweilen durch mandatorische Hübe unterbrochen.
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