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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Religiöses zu Sterben, Tod und Trauer
Ahasveru Offline

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Beiträge: 6.581

07.10.2005 21:55
Hel (Mythologie) antworten

Hel (Mythologie)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hel ist in der germanischen Mythologie der Name sowohl der Unterwelt als auch der ihrer Herrscherin.

Hel als Totengöttin ist die Tochter von Loki und der Riesin Angrboda, wird aber nicht dem Göttergeschlecht der Asen zugerechnet sondern den Riesen. Ihre Haut ist zur einen Hälfte von normaler Farbe, zur anderen blau-schwarz, was bedeutet, daß sie halb tot und halb lebendig ist. Zusammen mit ihren beiden Geschwistern, dem Fenriswolf und der Midgardschlange, wurde sie von den Asen nach Asgard gebracht, da die Götter sich vor den Kindern Lokis fürchteten. Während der Fenriswolf an die Kette Gleipnir gebunden und die Midgardschlange von Odin ins Meer geworfen wurde, verbannte man Hel aus Asgard, woraufhin sie nach Norden ging, wo sie ihr eigenes Reich gründete. Dort holt sie all diejenigen zu sich, die eines natürlichen Todes sterben, während die im Kampf gestorbenen nach Walhall an Odins Tafel gelangen. Vor diesem Schicksal sind auch die Götter nicht gefeit, wie am Tode Baldurs gezeigt wird. Der Name der "Frau Holle" aus dem gleichnamigen Märchen leitet sich von dem Namen der Totengöttin ab.

Hel als Unterwelt bezeichnet die unterirdische Totenwelt, die unter den Wurzeln des Weltenbaumes, der Esche Yggdrasil, liegt und über den Todesfluss Gjöll erreicht wird. Wie beim Hades der griechischen Mythologie ist eine Rückkehr fast unmöglich. Die Hel an sich wurde zunächst nicht als Ort der Strafe aufgefaßt. Erst später, auch unter Einflüssen des Christentums, entstand die Vorstellung eines Orts der Bestrafung für Böse, insbesondere Lügner und Mörder. Das englische Wort "hell" (Hölle) leitet sich von Hel ab. Die Brücke zur Unterwelt wird durch die Riesin Modgud bewacht. Von hier aus führt nordwärts der Weg zur hochumwallten Burg der Hel. Über diese goldene Brücke schreiten und reiten die verlorenen Seelen. Niemand hat sie gerufen, doch auch niemand verwehrt ihnen den Zugang, selbst der Höllenhund Garm nicht, der unmittelbar vor dem Eingang in einer Felsenhöhle wacht. Er läßt die eintretenden nie wieder hinaus. Neben dem Hund sitzt der Haushahn mit dunkelbraunem Gefieder, ganz anders als der Hahn der Götter, den ein goldener Kamm ziert. Wenn am jüngsten Tage die Hähne der Götter und Riesen die Recken zum letzten Kampfe wecken, dann kräht auch der Hahn des unterirdischen Reichs der Hel und weckt die Totenwelt.

In Hels Burg befinden sich große Säle. Kein Sonnenstrahl dringt in die Gemächer ein, selbst die Eingangspforte zeigt zum unwirtlichen Norden. Die Wände sind aus Schlangenleibern gebildet, und durch das Rauchrohr im Dach rinnt giftiger Regen. Wilde Ströme umgeben die Burg, die Vergewaltiger und Mörder durchwaten müssen. Der Drache Nidhögg nährt sich von den Leichen verstorbener Verbrecher, und ein Wolf zerfleischt sie.

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