ein stationäres Hospiz ist ein Hospiz, in welchem der schwerkranke, sterbende Mensch dauerhaft lebt und begleitet wird. Es ist das, was wir normalerweise unter "Hospiz" verstehen.
Ein ambulantes Hospiz ist ein Dienst mit vielerlei unterschiedlichen und unterschiedlich intensiven Begleitungsangeboten, die zuhause in Anspruch genommen werden können. Einen sehr guten Überblick gibt es auf dieser Seite:
Ich mache erst im September den Kurs zur Sterbebegleitung, aber mich würden praktische Unterschiede interessieren. Wie unterscheidet sich die Arbeit im stationären Bereich im Vergleich zum mobilen? Vielleicht hat ja jemand in beiden Erfahrung sammeln können, und weiß mehr dazu. Bei uns in Wien gibt es kaum stationäre Hospize, von daher werde ich vermutlich dann eh in mobilen Teams arbeiten, aber interessieren täte es mich halt :-)
Hallo Phil, als erstes möchte ich Dir sagen, supergut das Du die Ausbildung machst. Ich bin so gut wie fertig mit meiner Ausbildung. Momentan absolviere ich ein Praktikum. Ich konnte wählen zwischen Pflegedienst, Altenheim, Palliativ Station in einer Klinik oder das Hospiz.Ich Habe mich für das Hospiz entschieden und bin absolut begeistert. Der ambulante Hospizdienst wird von den Angehörigen informiert. Von dort aus, schickt die Koordinatorin eine Helferin in die Familie um zu sehen, wo dort Hilfe benötigt wird. Im stationären Hospiz werden die Bewohner- so werden die Sterbenden dort genannt- vom Arzt eingewiesen, wenn keine Heilung mehr möglich ist. In den Familien wird sich auch um die Angehörigen gekümmert, damit die Familie mal eine Auszeit von der Betreuung nehmen kann. Ich habe einen Hospizdienst beim Sterbevorgang meiner Mutter gehabt. Die Damen kümmerten sich rührend um mich und um meine Söhne. Kochten Kaffee und schickten mich aufs Bett, um mal einige Stunden zu schlafen. Einfach mal abschalten, so gut wie es möglich ist. Ich konnte die Damen auch nachts telefonisch erreichen und es wurde mir eine Nachtwache angeboten, damit ich mal schlafen konnte.Im Hospiz werden auch die Angehörigen betreut, je nach dem, wie der Bedarf ist. Zuhause kommt evtl. der Pflegedienst, im Hospiz ist er auf Knopfdruck erreichbar. Zuhause wird auch mal das Bett aufgeschüttelt,die Lagerung verändert. Solche Tätigkeiten sind bei uns im Hospiz nicht erlaubt, dafür ist der Pflegedienst zuständig. Übernachten können die Angehörigen dort auch.Wichtig ist das Gespräch mit dem Sterben... wenn er es möchte, Fragen nach seinen Wünschen, schweigen können, die Stille ertragen. Ambulant sowie auch stationär. Der ambulante Hospizdienst begleitet auch im Sterbefall die Trauernden zum Bestatter, alles was dann anfällt. Was mir so gut gefällt ist, dass es dort ganz herzlich, auch unter den Kollegen zu geht. Es wird viel gelacht, eine lockere Stimmung.Der ambulante Hospizdienst bei meiner Mutter war sehr zurückhaltend. Im Hospiz gehen wir auf die Bewohner und auch auf die Angehörigen zu, die es sehr gerne annehmen. Ich bedauere es sehr, dass meine Mutter nur einige Stunden dort verbringen konnte. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen, wenn Du Fragen hast, frage einfach :-) lg Iris