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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 259 mal aufgerufen
 die in keine Rubrik passen
andeinerseite Offline


Beiträge: 9

25.04.2010 22:36
Wenn es an die Substanz geht!!!!!! antworten

Hallo alle zusammen!
Ich bin erst seit wenigen Minuten angemeldet und hoffe und Wünsche mir, dass jemand helfen kann!
Ich habe am 01.04.2010 angefangen in einem Hospiz zu arbeiten. Ich war mir vollkommen im klaren darüber was mich erwartet, trotzdem habe ich mich entschlossen diese Stelle anzunehmen. Einerseits kann ich sagen, dass ich beruflich gesehen endlich "angekommen" bin und weis, das es genau die Arbeit ist die ich lange machen möchte!
Nun haben wie vor 2 1/2 Wochen einen jungen Mann(36)zur Aufnahme bekomme, ich habe ihn gesehen und hatte sofort das Gefühl ihn schon lange zu kennen, habe lange überlegt und komme nicht drauf voher ich ihn kenne! Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte ihn zu begleiten wenn es dem Ende entgegen geht. Ich fragte ihn wenn er das möchte, dann bin ich sehr gern dazu bereit ihn auf dem letzten Stück seines Weges zu begleiten. Dieser Mann hat eine Ausstrahlung, nicht in Worte zu fassen und er hat es geschafft mein eigenes Leben zu betrachten, darüber nachzudenken und selbst wieder Mut zu finden! Nun ist es so, dass dieser Mann das gleiche Alter hat wie ich, er sagt immer das es ihm so gut tut, wenn ich bei ihm bin, das er froh ist mich kennen gelernt zu haben und eine große Angst davor hat das wenn er stirbt diese Verbindung abbricht. Er kann einfach nicht loslassen und wenn ich ehrlich bin, es bricht mir das Herz ihn leiden zu sehen! Kennt jemand diese Situation? Wie kann oder soll ich mich verhalten? Sicherlich könnte ich auch Arbeitskollegen fragen, aber diese kennen ihn gut und wissen wie die Verbindung zwischen ihm und mir ist! Seelenfreundschaft???????
Ich wäre Euch allen so Dankbar wenn ihr etwas schreibt!
Danke Danke Danke

Sternchen Offline


Beiträge: 8

28.04.2010 21:50
#2 RE: Wenn es an die Substanz geht!!!!!! antworten

Hallo andeinerseite,

da werde ich doch mal versuchen, dir auf deinen Beitrag zu antworten.Ich habe mich sehr mit dem Thema der Sterbebegleitung beschäftigt...mich sehr dazu belesen.... auch versucht mit anderen darüber zu reden.... ich trug mich eigentlich mit dem Gedanken selbst ehrenamtlich in der Sterbebegleitung zu arbeiten... hab den Gedanken erst mal (oder vielleicht auch für immer ) zur Seite gelegt.


Zitat von andeinerseite

Er kann einfach nicht loslassen und wenn ich ehrlich bin, es bricht mir das Herz ihn leiden zu sehen!



Ich denke dann bist du nicht geeignet ihn zu begleiten.
Deine eigenen Gefühle werden automatisch übertragen, auch wenn sie nicht ausgesprochen werden. Er fühlt es, kann schon dadurch nicht los lassen. Du hälst ihn fest.

Das ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint, nur ich denke, da du schon in der Hospizarbeit tätig bist, solltest du das auch selber wissen.

Zitat von andeinerseite

Kennt jemand diese Situation?




Ich von mir persönlich nicht. Habe es aber schon von vielen Menschen gehört, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr besuchen können, weil sie das Leiden nicht mit ansehen können....

Und genau aus dem Grund werden ja auch Sterbebegleiter gebraucht, damit die Sterbenden einen haben, der nicht mit ihren Krankheiten und sterben leidet. Der sie hält, aber nicht festhält.


Zitat von andeinerseite

Wie kann oder soll ich mich verhalten?



Nicht begleiten, in dem Sinn.

Es auch aussprechen und ehrlich sagen. Es auch an/aussprechen, wieviel an Liebe zwischen euch ist.
Und falls wenn JA, dann eine nette Liebesnacht, mit allem was dazu gehört. (das meine ich jetzt auch sehr ernst)

Und die richtige Sterbebegleitung lasse andere machen.

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