Ich suche für meine Tante, die einen Schlaganfall hatte und nicht mehr sprechen kann eine sog. Sprachtafel, die von Kübler-Ross zur Kommunikation empfohlen wurde. Wo kann ich diese erwerben?
Hallo, ich weis zwar nicht, wo es die Sprachtafel von Frau Kübler-Ross gibt, aber wenn Ihre Tante buchstabieren kann, kann man sich eine Tafel selbst schreiben. Man legt in einer einfachen Worddatei eine Tabelle an. 7 Spalten und 7 Zeilen. In die erste Spalte kommen die Nummern der Zeilen, also von oben nach unten:1., 2., 3., etc. Ab der 2. Spalte in der ersten Zeile folgt dann das Alphabet (Bsp 1. Zeile: 1.; A; B; C; D; F)bis Z einschließlic Ä;Ö;Ü und in die 6. und 7. Zeile werden die Zahlen von 0 - 9 eingetragen.Dann in großer Schriftgröße ausdrucken, so dass das DIN A4-Blatt ausgefüllt ist. Beide Gesprächspartner müssen die Tafel einsehen können. Man fragt dann quasi die Zeilen ab 1?, 2.?, 3.? ... der Sprachbehinderte gibt für "JA" ein Zeichen, z.B. nickt oder zwinkert und dann fragt man die Buchstaben der betreffenden Zeile ab. So buchstabiert man Wort für Wort. Das ist nix für Ungeduldige und Zeit muss man mitbringen. Es klappt i.d.R. aber gut. Ich habe so schon oft mit Menschen, die nicht mehr sprechen können auf diese Art erfolgreich kommuniziert. Außerdem kann man für häufig benötigte Worte oder Sätze auch Karten mit Worten oder Sätzen schreiben. Bsp: Zeile 2: 3. Buchstabe, Zeile 1: 3. Buchstabe, Zeile 2: 2.Buchstabe heißt ICH) Oft kann man anhand des zu besprechenden Themas und der schon ermittelten Buchstaben das Wort oder den Satz vervollständigen und sich bestätigen lassen. Gibts keine Bestätigung, macht man da weiter, wo es noch klar war. Ich hoffe, dass dies eine verständliche Anleitung ist. Viel Erfolg Harry.