Ich habe mich heute ein bissel im I-Net umgesehn und nach einem Forum gesucht,in dem ich diese mir sehr wichtige Geschichte erzählen könnte. Nun ist mir dieses Forum als erstes unter die Augen gekommen Die Geschichte die mir passiert ist,soll vielleicht ein bissel Mut machen und vielleicht auch einfach zum Nachdenken anregen.Grade für Menschen die noch nicht genau wissen wie sie mit dem Thema Tod und Sterben umgehn sollen. Es ist natürlich eine ganz eigene Erfahrung...aber sie beeindruckt mich noch heute.
Ich muß ein bissel weiter ausholen.Meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich 17 war.Meine Großeltern väterlicherseits brachen jeglichen Kontakt zu uns ab.Was mir bis heute sehr schleierhaft ist.Aber Menschen machen manchmal sehr seltsame Sachen.Mich belastete das schon,da wir eigentlich immer viel und guten Kontakt hatten. Dann brach sich mein Opa den Oberschenkelhals und wurde operiert.Seine damals noch unerkannte Alzheimerkrankheit kam durch die Vollnarkose richtig zum Ausbruch und er wurde relativ schnell zu einem Pflegefall. Meine Mutter selber in der Altenpflege tätig,meinte es wäre jetzt kein Platz mehr für Stolz und half meiner Oma,die das auch zulies. Mein Opa starb eines Morgens,nach längerem Leiden und im ersten Moment waren wir relativ erleichtert für ihn.Doch ich hatte so meine Probleme,denn im Grunde war ich immer noch wütend weil er sich damals so einfach von uns abgewendet hatte.Diese Sache konnte ja nie geklärt oder ausgesprochen werden. Immer wieder kam mir das in den Sinn. Und eines Nachts träumte ich einen komischen Traum. Mein Opa kam an mein Bett und setzte sich an die Bettkannte,er strich mir übers Haar und er sah aus wie immer....als es ihm noch gut ging.Mir war vollkommen bewußt das Opa gestorben war und trotzdem merkte ich ganz klar seine Hand auf meinem Kopf und seinen Rücken an meinem Bauch wo er auf der Bettkannte saß.Die ganze Zeit wußte ich,ich träume nicht,war aber auch nicht fähig die Augen zu öffnen.Erst hatte ich ein bisschen Bammel,aber dann hab ich zugehört und wir haben gesprochen....aber mehr mit Gedankenübertragung.NIcht mit dem Mund. Dann kippte der Traum plötzlich,wurde sehr unrealistisch und ich war mir bewußt:Jetzt träumst du wirklich....mein Opa verschwand. Morgens wachte ich auf und diese bittere Gefühl war einfach weg,wir hatten es geklärt.Er hatte sich entschuldigt....und ich war nicht mehr wütend,enttäuscht oder ähnliches. Mir ist bis heute eigentlich sonnenklar das mein Opa,der ein sehr großer Familienmensch war,noch schnell seine offenen Rechnungen beglichen hat und ich bin ihm für dieses Erlebniss sehr dankbar.Ich zweifle nicht daran,das mein Erlebniss volle Realität war. Gibt es hier Leute,die ähnliches erlebt haben??
Hallo Unicorn Ich kenne mich mit sowas überhaupt nicht aus , aber vielleicht war es diese starke Bindung zwischen Euch(Du schreibst , das ihr vorher viel und guten Kontakt hattet), die diese letzte wunderbare Begegnung für Dich/Euch nötig und möglich machte. Damit Ihr Beide Euren Frieden machen konntet miteinander,er in Ruhe gehen konnte und du mit einem guten Gefühl hierbleiben konntest , ohne Verbitterung und Wut. Ich finde die Vorstellung sehr schön , das das möglich sein könnte. Denn ich denke grade diese unausgesprochen Dinge sind es,die es denen die hierbleiben manchmal so schwer machen damit klar zu kommen... Weil es eben sowas endgültiges hat , vielen erst dann bewusst wird das es jetzt zu spät ist.. Zu spät dem Menschen etwas wichtiges mitzuteilen , vielleicht um Verzeihung zu bitten oder auch dem andren , der geht /gehn muss zu verzeihen. Es wäre sicher für viele ein Trost zu wissen das da noch etwas möglich ist..
Ich kenne das von meinem Vater , der ein sehr "schlimmes" Verhältnis zu seiner Mutter hatte. Oma wohnte bei uns im Haus, doch mehr als ein Gruss war niemals zwischen den Beiden. Mein opa starb früh und mein Vater musste viel zu früh die Rolle des Mannes im Haus übernehmen und hart arbeiten, er hat eigentlich nie wirklich darüber geredet. Es müssen aber Dinge passiert sein , die die Beziehung der beiden zueinander zerstörte, es war so eine spürbare Kälte. Als meine Oma dann ganz plötzlich verstarb, brach mein Vater zusammen. Ich denke irgendwo tief in ihm war da sicher noch die Liebe zu seiner Mutter, nur hatte er sie ihr nicht mehr zeigen können. Für ihn war es zu spät, er hatte keine Möglichkeit mehr etwas zu klären. Ich denke für meinen Vater wäre ein solches Erlebnis nicht vorstell oder annhembar gewesen,aber gebraucht hätte er es sicherlich , um für sich Frieden zu finden.. Seitdem Tag der Beerdigung wird nicht mehr über Oma gesprochen.. Als ob es sie nie gegeben hat..habe manchmal das Gefühl ich bin die einzige die noch an sie denkt. Ich konnte mit der Trauer fertig werden weil ich das Gefühl hatte, das zwischen Oma und mir alles klar war, als sie ging. Aber ich denke mein Vater hat das alles sicher nicht verarbeiten können.
Dein Beitrag hat mich sehr nachdenklich gemacht..
Behalte diese für dich so wertvolle, schöne Erfahrung in deinem Herzen.
Mir macht Deine Geschichte einerseits Mut; Dinge die geklärt werden sollten , die wichtig sind, lieber bald zu klären solange es noch möglich ist; und auch Hoffnung; sollte dies nicht möglich sein ;auf eine letzte versöhnliche Begegnung.
Möchte dir danken, das du deine sehr persönliche Erfahrung hier mitgeteilt hast.
Oh das ist ja schlimm mit deinem Papa und seiner Mutter. Das stell ich mir auch grauselig vor....dein Papa tut mir da sehr leid Ich denke mich hätte das mit Opa immer wieder mal eingeholt,aber so hab ich ihn immer lächelnd und zufrieden vor Augen,wenn ich an ihn denke. Finde ich sehr schön,das meine Geschichte dir Mut gemacht hat... Ich denke ja das dein Papa deine Oma irgendwann wiedertreffen wird,und dann wird alles vergeben sein. Kann mir das als so hamoniebedürftiger Mensch gar nicht vorstellen
Meine Mutter hatte als sie jung war auch etwas in der Art erlebt. Mit 24 Jahren, und als Mutter von zwei kleinen Kindern ( Junge 2 Jahre, Mädchen 8 Monate), meine Halbgeschwister, verlor sie ihren Mann, ihre große Liebe! Es war eine Bilderbuch-Ehe und sie liebten sich von ganzem Herzen. Am Abend vor seinem Tod, sind sie spazieren gegangen und er blieb plötzlich stehen, nahm sie feste in den Arm und sagte, er werde sie immer und ewig lieben, egal was passieren mag. Als hätte er schon was geahnt. Am nächsten Tag ertrank er, als er beim schwimmen im See einen Krampf bekam und keiner da war, der ihn hören könnte. An dem Tag brach die welt meiner Mutter zusammen. Die sonst so starke und lebenslustige Frau,wollte auf einmal nicht mehr leben. Das, was sie am Leben gehalten hat, waren ihre Träume. Sie hat von dem Tag an, jede Nacht von ihm geträumt und im Traum mit ihm reden können. Dies gab ihr Mut weiter zu leben. Eines Nachts aber sah sie ihn ganz oben auf einer Treppe, deren Ende ein helles Licht bildete. Er sagte ihr, dass er nun nicht mehr kommen werde, erst wenn die Kinder erwachsen sind, würde er wieder kommen um meine Mutter zu sich zu holen. Sie solle in der Zwischenzeit gut auf die Kinder aufpassen. Nun, meine Halbgeschwister sind jetzt Anfang dreizig und haben ihre eigenen Kinder. Und was meine liebe Mutter betrifft: sie ist vor 2 Wochen im Alter von nur 57 Jahren nach einem nur 3-Monatigem Krebsleiden gestorben. Sie sagte vorher zu uns: seid nicht traurig, ich gehe an einen besseren Ort, wo schon ein Mensch, den ich sehr liebe auf mich wartet. Es hat sich also erfüllt, was er in ihrem letzten Traum gesagt hat...
Deine Geschichte gefällt mir sehr gut. Toll wie sich alles fügt.Und das gibt einem doch auch Hoffnung und nimmt Angst. Wenn deine Mutter dieses Erlebnis nicht gehabt hätte,hätte sie sicher nicht so gelassen gehn können. Danke das du diese Erfahrung geteilt hast. Schön zu wissen das es solche Erfahrungen tatsächlich zu geben scheint.
hallo eure Beiträge sinmd zwar schön monate alt, aber haben mich sehr bewegt Ausserdem kann ich dazu auch etwas beitragen Mein papa ist am 2.2 09 nach kurzen Krebsleiden schnell und für uns völlig unerwartet gestorben Wir sind immer noch total verstört und er fehlt an allen Ecken und Enden kurz nach seinem Tod hatte ich einen Traum, der so real war, das ich noch alle einzelheiten in mir trage wir das heisst meine ganze Familie und noch viele andere menschen die ich aber nicht erkannte, sassen an einem großen rundem tisch mein geliebter vater sass direkt neben mir, alle anderen waren irgendwie schemenhaft, und ich redete auch mit keinem ich fragte meinen Vater geht es dir auch wirklich gut? er lächelte mich an und sagte mach dir keine Sorgen mehr, ja es geht mir gut ich lehnte mich so erleichtert an ihn, ja ich roch ihn und fühlte die wolle seines pullovers an meiner wange. Dieser traum hat mich sehr getröstet, trotzdem war das aufwachen aus dem Traum ein schock, denn ich wusste wieder er ist von uns gegangen, und ich muss vielleicht noch lange warten, bis ich ihn wieder sehen darf, aber das weiß ich mit sicherheit ach papa du fehlst mir so, ich liebe dich gruß Geli
ich wünsch dir Liebe ohne Leiden, und eine Hand die deine hält.........