Hallo ich bin heute durch Zufall hier hineingestolpert. Da ich mit meiner Situation nicht ganz klarkomme, dachte ich mir vielleicht gibt es Erfahrungen von Dritten die mir weiterhelfen können. Meine Frau Elfi hat Zungenkrebs sowie die Ärzte sagen, ist er im Endstadium und unheilbar. Sie hat 6 Monate lang nur flüssige Nahrung oder Wasser zu sich genommen und ist auf 55 kilo abgemagert. Seit letzten Freitag ist die erste Radiotherapiereihe zu ende. 10 Sitzungen in 14 Tagen. Das was mich richtig fertig macht sind jedoch seit Samstag die geistigen Aussetzer. Sie ist einfach irgendwo. Sie starrt in ein Eck und ist zeitweise nicht ansprechbar.Ausserdem erzählt sie plötzlich Dinge die ich definitv als nicht wahr erkenne. Heute war es sogar soweit, daß sie in sochen Momenten jemanden Imaginären Antwort gab. Dabei werden die Augen so komisch anders und schauen zum Teil durch mich durch. Meine Frage ist nun, ob das nach der harten Bestrahlung normal ist? Morgen kommt es zur Blutabnahme und Prüfung desselben. Vielleicht mache ich mir zuviel Sorgen, aber es ist erschreckend und ich war noch nie in einer solchen Situation. Vielleicht kann mir jemand helfen. Danke im vorraus; Fred
Hallo Fred, die Sache ist ein bischen schwer zu beantworten. Es kann an der Bestrahlung liegen. Es kann aber auch sein, dass sie wirklich jemanden wahr nimmt. Jemanden den wir eben nicht sehen können. Die beschriebenen Situationen kommen öfters vor und sind für jeden der dies erlebt schwer zu verstehen. Darf ich fragen, welche Sachen Sie erzählt?
Danke für deinen Eintrag. Gott sei dank kann ich die nächsten Zeilen in der Vergangneheitsform schreiben, so ich hoffe. Sie sah fremde Leute die irgendwo im Raum waren. Sie sah Berge, Täler das Meer. Sie war direkt an der Küste. Tiere wie Katzen, und einmal eine Schlange die über die Sofakante kam. Sie sah ausserdem durch die Wand zwei Frauen in unserem Badezimmer. Es war furchtbar. Außerdem gab sie den Gestalten Antworten. Dabei lies sie halbe Worte weg, sodaß ich gezwungen nachzufragen. In meiner Verzweiflung befragte ich am Donnerstag früh unsere Ärztin und diese reagierte sofort. Sie sandte uns prompt einen Kolegen zur Blutabnahme und dann die Probe am selben Tag ins Labor. Dort stellte man Anemie fest und es wurde eine sofortige Einweisung in die Notaufnahme angeordnet. Sie bekam 6 Portionen Frischblut. Das alles fand am Gründonnerstag bis in die Morgenstunden des Karfreitags statt. Heute Karsamstag gibt es keine dieser Anzeichen mehr. Gott Lob ist dieser Spuk vorbei und bleibt auch weg. Wenn es nochmal auftaucht ist die Gefahr das der Tumor in den Kopf wandert, dann wäre es nicht mehr so einfach. Ich danke Dir für Dein Schreiben, und hoffe stark, daß diese Art des Ausuferns der Krankheit, die so schon schlimm genug ist, vorbei ist. Fred
Schön, wenn es ihr besser geht. Eine Garantie das dies nicht wieder auftritt, gibt es natürlich nicht. Du schriebst: "Sie sah Berge, Täler das Meer. Sie war direkt an der Küste." Hat sie vllt eine bestimmte Beziehung dazu? Eventuell als Kind in so einer Gegend aufgewachsen? Im Prinzip sieht man nicht einfach so etwas, auch wenn es nach der Blutwäsche nicht mehr auftrat. Unser Unterbewusstsein, offenbahrt uns manchmal etwas. Wünsche oder Sehnsuchte, die sich manchmal in Bildern äussern. Alles hat eine Bedeutung, wir sehen es nur manchmal nicht :)
Der Nahbezug besteht darin, dass wir seit 8 Jahren auf Gran Canaria wohnen. Ihr größter Wunsch war es - am Meer zu sein. Außerdem hatte sie in Östereich, da kommen wir her, eine Lieblingskatze - Stupsi hat sie geheißen. Diese mussten wir zurücklassen. Aber deine Befürchtung es könnte wieder auftreten, ist leider Wahr geworden. Sie schlief gestern, Montag, 22 Stunden. Danach hatte sie, zwar nicht so stark, aber dennoch wieder so Trugbilder. Nur diesmal erkennt sie selber,daß was nicht stimmt. Morgen Mittwoch fahren wir ins Spital-Schmerzdiagnostik und werden uns zum Scannen anmelden. Hoffentlich ist nichts in den Kopf gegangen, das hat das Monster so an sich, nach oben weiter zu gehen. Und das Loch unter dem Kinn gefällt mir auch nicht sonderlich, es scheint größer zu werde, vor allem tiefer der Seite nach. Für die Chemo ist sie zu schwach, werden sehen was weiter passiert, Liebe Grüße Fred
Lieger Ingoborm. Heute, den 17.04.07.ist mir vieles klarer. Meine Frau ist am Sonntag Nacht in Ruhe und Frieden entschlafen. Ich durfte erkennen, daß das was ich für Trugbilder hielt, eine Realtität ist, wofür einzig allein meine Augen nicht ausgestattet waren. Mein Maus konnte mir noch helfen, durch ihre Aussagen in den letzten Stunden, dies alles sogut wiemöglich zu verstehen. In dieser Zeit erkannte ich, welch Irrtum ich hier aufsaß, als ich dachte, dass die Seite die ich als Wirklichkeit wahrnehme, das einzig Wahre ist. Ich kann nur jeden dazu beglückwünschen, der sich entschließt sich die Arbeit anzutun, seinen Liebsten bis zur Grenze unserer Wissenswelt zu begleiten. Sterbebegleitung, und die besteht meineserachtens im Gebet und Fürsorge, ist eine Bereicherung beider Seelen. mfg Fred
Hallo Fred, erst einmal möcht ich dir mein Mitgefühl aussprechen. Der Tod deiner Frau mag für dich dann nehm ich mal an irgendwie schon überraschend gewesen zu sein. In Ruhe und Frieden gehen zu können ist immer gut, dann ist man mit sich und der Umwelt zufrieden. Es gibt bestimmte Dinge, die man erst selbst erfahren muss, um sie zu erkennen. Schön, dass für dich im nachhinein vieles Klarer geworden ist. Ich wünsch dir viel Kraft, die schwere Zeit der Trauer kommt ja noch. Zur Zeit hast du ja mit den Formalitäten eine gewisse Ablenkung
Lieber Ingoborm ich danke dir für deine Anteilnahme, sowie deine Hilfe.
Wie du weißt liegt das Ereigniss heute eine Woche zurück. Die Einäscherung war am Montag und so hatte ich viel Zeit um Nachzudenken. Auch wenn ich letztendlich dankbar bin, dass sie von ihrem Leid erlöst wurde, so ist das Loch das sie zurückläßt unüberschaubar groß. 30 glückliche Ehejahre. Meine 2 Töchter halfen und helfen wo sie können. In naher Zukunft kommt Enkelkind Nummer 6. Ich versuche in die Zukunft zu denken, aber sie fehlt mir an allen Ecken und Enden.
Sehr oft habe ich in die verschiedenen Themen bei Euch hineingelesen und da ist mir im Zusammenhang mit Trauer etwas aufgefallen. Es wird gesprochen von einem Dialog der nach dem Tode des geliebten Menschen möglicherweise nicht abreißt.
Mir fällt es fast schwer darüber zuschreiben, und ich würde dies nicht einmal meinen besten Freunden erzählen trauen. Aber dieser Beitrag gibt mir Hoffnung und Mut. Also nur mal so:" ist es eigentlich normal eine 2. Stimme im Kopf zu haben". Einen "Dialog" mit ihr halten zu können. Zu hören, was sie sagt? Wirklich sagt! Ich kenne das nur von meinem Schwiegervater welcher 72 Jahre alt war und der zu seiner (verstorbenen) Frau nach Hause essen ging. Er hat sich nur gefragt warum sie nicht zusammengeräumt hat. Wir haben dies damals "natürlicherweise" zugeordnet.
Muss ich mir ernstlich Sorgen um meinen Geist machen? Andererseit wäre ich äußerst froh darüber, wenn dies als normal gelte. Das würde heißen, dass ich "normal" bin und wäre für mich eine Bestätigung. Ich käme mir nicht......vor.
Vielleicht kannst du mir helfen. Danke im Voraus Fred
Hi Fred, nun wir neigen dazu alles was wir nicht verstehen als nicht normal zu betrachten. Für mich selbst gibt es keine Unnormalitäten. Wir wissen auch zu wenig über das was danach ist. Warum sollte eine Bindung (und 30 Jahre sind eine lange Zeit)plötzlich mit dem Tod abbrechen? Weil es uns der Menschenverstand sagt? Du hast ja auch erfahren, dass deine Frau mit 2 Personen sprach, die für dich nicht real waren, die dennoch für deine Frau da waren. Man hört ja auch immer wieder, das sterbende Menschen glauben, ein toter Angehöriger war da um sie abzuholen.Viele andere berichten auch von solchen Ereignissen, wie du sie beschreibst.Real? Fiktion? Wir wissen es nicht.
Ob der Dialog mit deiner Frau nun Real oder Fiktion ist, ist Zweitrangig, eigentlich nicht von Bedeutung. Ich halte sie für real und für durchaus normal. Andere würden das Gegenteil sagen, entscheident ist deine Sicht. Ich sah damals meine Mutter deutlich im Schlaf vor mir und hörte sie auch reden. Das tat mir gut, weil sie für mich nicht gleich fort war. Ich denke, deine Frau ist noch bei dir und hilft dir auch loslassen zu können. Mach dir keine Sorgen, warte ab und mit der Zeit ist dieser Dialog sicher beendet, nämlich dann, wenn es dafür keine Notwendigkeit mehr gibt.
Hallo lieber Ingoborm Ich brauch wieder einmal Hilfe. Da ich in Gran Canaria lebe, und nur gebrochen spanisch spreche, habe ich hier keinen Psychologen mit dem ich Dinge besprechen kann die sich aufdrängen. Vielleicht kannst du mir wieder helfen. Ich hatte am Anfang eine Starre. Ich war lustig ohne es zu wollen, brach plötzlich in Tränen aus z.b. bei Musikstücken die uns beiden etwas bedeuteten.Hatte Wutausbrüche und schrie ins Meer hinaus. Ich beschäftigte mich exzensiv mit Videospielen, sodaß ich nicht denken mußte und so weiter. Ich wollte auf der Stelle sterben, und es interessierte mich nichts wonach ich früher strebte. Jaguar, Merzedes , viel Geld haben Haus mit Pool u.s.w. Nur meinen Leben selbst ein Ende zu machen kam aus relegiösen Grünen nicht in Frage. Diese Phase dauerte etwa 5 Wochen. Danach setzte eine "es ist mir alles egal Phase" ein, mit dem Willen, wenn ich jemand aus dem Feuer retten soll, dann mach ich das am Besten ohne Wiederkehr. Diese dauerte etwa 2 Wochen. In den letzten 2 Wochen hatte ich ein Erlebnis, mit dem ich überhaupt nicht klar komme. Es besuchte mich eine Freundin der Familie, und ich wehrte mich mit Händen und mit Füßen gegen aufkeimende Gefühle. Ich erklärte ihr auch das ich ein Leben ohne einer Frau führen will, weil ich, wenn es dann bei mir soweit ist, meiner Ehefrau treu geblieben sein möchte. Sie zeigte sehr viel Verständnis dafür, es hielt sie aber nicht weiter davon ab mich äußerst lieb zu behandeln, und mich zu verwöhnen. Wir haben gemeinsame Interessen und ich erwischte mich dabei irgendwie aufzumachen, und auf meine leisen Hinterfragungen wie sie empfindet musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, das da feste Absichten dahinterstehen. Nun erwische ich mich dabei, das ich an diese Gefühlen gefallen finden könnte. Da sie jetzt wieder nach Wien zurück reiste empfand ich einen Abschiedsschmerz. Andererseits habe ich sofort das Gefühl meine Frau zu betrügen. Ich habe immer noch die 2. Stimme im Kopf, diese sagt "lass dir Zeit, es ist alles in Ordnung, geh nur ruhig weiter, es kommt so wie es kommen muß, und "wenn dir Gott einen Engel sendet, kannst du ihn nicht ausschlagen,". Ich bin gefühlsmäßig komplett durcheinander, vor allem deswegenweil ich immer ein Logiker war, ich "dachte" immer, fühlte aber wenig.(Dies warf mir meine Mausi immer vor) In den letzten 10 Wochen fühle ich wie nie zuvor, komme aber damit nicht zurecht. Meine Absicht war ein mönchsähnliches Leben zu führen, und abschied von dieser Welt zu nehmen, ich wartete alle Tage darauf nicht mehr aufzuwachen, das blöde daran ist aber, dass ich wieder "da" bin. Jeden Tag aufs neue. Und das ging mir dann auf die Nerven. Jetzt nachdem Michaela, so heißt sie, die Bühne betrat kommen plötzlich meine Lebensgeister wieder zurück. Ich bin noch sehr verletzlich und manche Dinge bringen mich immer noch zum weinen, aber plötzlich........beginne ich zu fühlen. Sollte ich nicht eigentlich auch gehen dürfen, und braucht sie mich den nicht drüben mehr als ich hier wichtig bin ??????????
Hallo Fred, sorry wenn es jetzt etwas gedauert hat.
Im Prinzip dreht sich alles noch um deine Frau.
"brach plötzlich in Tränen aus z.b. bei Musikstücken die uns beiden etwas bedeuteten." "Ich erklärte ihr auch das ich ein Leben ohne einer Frau führen will, weil ich, wenn es dann bei mir soweit ist, meiner Ehefrau treu geblieben sein möchte." "Andererseits habe ich sofort das Gefühl meine Frau zu betrügen." "Sollte ich nicht eigentlich auch gehen dürfen, und braucht sie mich den nicht drüben mehr als ich hier wichtig bin ??????????"
Du hast und kannst sie nicht loslassen, was darauf deutet, dass du ihren Tod noch nicht akzeptiert hast. Natürlich ist es nach vielen Jahren Ehe schwer, aber dadurch, das du ihren Tod nicht akzeptieren kannst kommen Schuldgefühle in dir hoch. "besuchte mich eine Freundin der Familie, und ich wehrte mich mit Händen und mit Füßen gegen aufkeimende Gefühle." "Wir haben gemeinsame Interessen und ich erwischte mich dabei irgendwie aufzumachen, und auf meine leisen Hinterfragungen wie sie empfindet musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, das da feste Absichten dahinterstehen. Nun erwische ich mich dabei, das ich an diese Gefühlen gefallen finden könnte." "Ich bin noch sehr verletzlich und manche Dinge bringen mich immer noch zum weinen, aber plötzlich........beginne ich zu fühlen. Sollte ich nicht eigentlich auch gehen dürfen, und braucht sie mich den nicht drüben mehr als ich hier wichtig bin ??????????"
"Sollte ich nicht eigentlich auch gehen dürfen, und braucht sie mich den nicht drüben mehr als ich hier wichtig bin ??????????" Dieser Satz ist ein Knackpunkt. Du lebst und deine Frau ist tot, was du als ungerecht empfindest und deswegen hast du unter anderem Angst, dass du Lebendigkeit spürst (aufkommende Gefühle)Zum anderen empfindest du Ungerechtigkeit darüber, dass du von deiner Frau einfach verlassen wurdest(sag ich jetzt mal so) und wenn du tot bist, dann wärt ihr wieder zusammen und du glücklicher(???)
So schwer es ist, du solltest versuchen deine Frau loszulassen um dich selbst zu befreien. Eure Jahre und alles was hier gemeinsam hattet, kann dir keiner nehmen, auch keine andere Frau. Der Tod deiner Frau ist nicht zu ändern, weder durch deinen eigenen Tod, noch durch allein bleiben bis zum Lebensende.
Zum Schluss noch eine Frage: Wenn du tot wärst und deine Frau leben würde, was würdest du deiner Frau wünschen?
Lieber Ingoborm Hallo da bin ich wieder. Ich bin verzweifelt.
"Zum Schluss noch eine Frage: Wenn du tot wärst und deine Frau leben würde, was würdest du deiner Frau wünschen?"
Ich würde zum Herrn Jesus gehen und ihm auf Knien darum bitten, dass sie endlich zu mir kommen darf. Ich könnte sie nicht leiden sehen, da ging ich lieber durch die Hölle für sie.
Wir waren ein Herz und eine Seele, wenn du weist was ich meine. Wir machten alles zusammen. Als ich mit meinen Herzinfakt auf der Intensivstation lag, brach meine Frau zusammen. Sie bekam einen nervlichen Schock, sie brauchte eine medizinische Versorgung. Am Abend dann zu Hause stürzte sie im Bad und weiter Ausführungen erspar ich mir. Meine 2 Töchter sind beide der gleichen Meinung: meine Frau hätte den Tod von mir nicht überlebt. Also meine Frage ? warum ich ?
Ich stellte mir die Frage selbst, die einzigen Antworten die ich gefunden habe sind, dass meine jüngere Tochter einen Abgang beider Elternteile zur gleichen Zeit nicht verkraftet hätte. Sie ist 25. Vielleicht hab ich auch noch Aufgaben die noch nicht fertig sind.
Was ich nicht begreife sind 3 Punkte.
1) was soll ich unter LOSLASSEN verstehen? Das sagt auch die Michaela? Ist das wegschieben, vergessen, aus und vorbei, das wars und so ?das kann ich nicht.
2) meine Frau sagte am Samstag bevor sie ging "Behalt mich immer in deinem Herzen" ich komme um vor Schmerzen, ich kann sie nie und nimmer vergessen.
3) am gleichen Samstag um etwa 1o Uhr abends sagte sie mir "Bitte, lass mich gehen", ich hab dann gebetet, laut und weinend, dass sie endlich gehen darf. Sie schlief dann in Ruhe ein.
Ich hab mein Mauserl mit Jesus reden gehört und gesehen (am selben abend), ich weiss definitiv dass es ihm gibt, sie bekam auch die Hl. Kommunion von ihm, ich hab gesehen wie sie den Mund aufmachte um sie zu bekommen.
Ich weiß nicht was und wie ich was tun soll. Ich weiß nur dass ich noch da bin, und meine Herzwerte schlecht sind, ich bin schon seit 26 Oktober 2006 im Krankenstand, aber krieg den Sch.. (pardon) einfach nicht auf die Reihe.
Hab jetzt viel in den Beiträgen über Trauerbearbeitung hier gelesen. Hab vorher Vieles nicht verstanden- Loslassen und so. War blind vor Trauer.
Bin mit meiner Tochter und ihrer Familie umgezogen in ein neues Apartment. Da mich vieles stört, versuche ich mich wieder auf die eigenen Beine zu kommen und den ärger raus zu lassen. Bin jetzt sicher kein angenehmer Zeitgenosse. Sag alles unverblühmt raus, zum Unterschied von früher.
Die Antidepressiva die mir der Arzt verschreiben wollte, hab ich abgelehnt. Ich will das durchstehen. Es ist viel Wut in mir, und die werd ich nutzen. Ich möchte kein Fall für den Psychater werden.
Fliege im September nach Österreich. Na schaun ma mal. Danke für deine Hilfe durch die schwerste Zeit meines Lebens. Ich hab den Kampf aufgenommen.
Hallo Fred, bin jetzt gerade bei nem Bekannten, weil ich bei mir zur Zeit leider keinen Internetzugang habe, bin umgezogen und klappte nicht so wie ich glaubte.
Es ist gut das du einen Ortswechsel vorgenommen hast und sieht so aus als wärst du wieder näher an deiner Tochter dran. Der Verlust eines geliebten Menschen bedeutet ja auch immer eine Veränderung und Veränderungen tun mitunter sehr weh. Blind sein vor Trauer ist normal, auch deine Todessehnsucht die da war ist normal. Es ist gut, dass du die Antidepressiva abgelehnt hast. Die würden deine Empfindungen nur unterdrücken und bei der Trauerbewältigung gar nicht helfen. Wenn in 5 jahren die Situation immer noch so wäre, wie sie war, dann ist therapeutische Behandlung sicherlich angebracht bzw überlegenswert, jetzt aber gar nicht und du findest ja gerade deine Kraft. Eigentlich gehst du einen ganz normalen Weg und du schaffst es, schliesslich bekommst du ja auch Unterstützung von deiner Tochter und Österreich lässt du jetzt einfach mal auf dich zu kommen :)