»Hospizgruppe Kehl – Ökumenischer Hospizdienst« bietet im Herbst Kurs an
Die Hospizgruppe Hanauerland existiert nicht mehr. Ihre Arbeit führt seit 1. August die »Hospizgruppe Kehl – Ökumenischer Hospizdienst« weiter. Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung von Ehrenamtlichen.
Kehl. Die Hospizgruppe Hanauerland bestand mehr als zehn Jahre. Jetzt ist Schluss. Doch die Hospizarbeit für Menschen in Kehl und Umgebung wird fortgeführt. Vom 1. August übernimmt die »Hospizgruppe Kehl – Ökumenischer Hospizdienst« die Begleitung von sterbenden Menschen und ihnen Nahestehenden. Die »Hospizgruppe Kehl – Ökumenischer Hospizdienst« wird ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter nach den Richtlinien des Bundesministeriums für Soziales und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz qualifizieren. Die Hospizarbeit hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Auch die Ansprüche an den ehrenamtlichen Dienst sind gewachsen. Dazu kommen Veränderungen in der Gesellschaft wie die zunehmende Zahl von Single-Haushalten, die Überforderung oder das Fehlen pflegender Angehöriger oder frühzeitige Entlassungen aus dem Krankenhaus. Zunehmend wird eine integrierte Versorgung schwerstkranker Menschen angestrebt. Ein Netzwerk hauptberuflicher und ehrenamtlicher Dienste kann dem Patienten ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bis zum Tod und ein Abschiednehmen in Würde ermöglichen. Vernetzung ist wichtig Dazu gehört die Vernetzung der Bezugspersonen und Dienste, die für Kranke und Angehörige wichtig sind wie Arzt, Pflegedienst, Brückenschwestern und Seelsorger, Therapeuten, Sozialarbeiter und ehrenamtliche Hospizmitarbeiter. Die Hospizbewegung setzt sich ein für Palliativmedizin und Palliativpflege. Ehrenamtliche Hospizmitarbeiter engagieren sich in der Begleitung von Menschen, aber auch bei der Verbreitung der Hospizidee in der Öffentlichkeit. Die »Hospizgruppe Kehl – Ökumenischer Hospizdienst«– bietet im Herbst einen Vorbereitungskurs an für Menschen, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten wollen. Die Leitung haben Isolde-Hanna Stecher und Ellen Wagner. Ein Infoabend für Interessenten wird am 25. September um 19.30 Uhr im Agnes-Trick-Haus (Centrum am Markt) veranstaltet. Die Hospizgruppe finanziert sich durch Spenden. Sie bietet ihren Dienst allen Menschen an – zuhause, im Krankenhaus und in Alteneinrichtungen in Kehl und Umgebung ohne nach Herkunft und Konfession zu fragen. Sie ist der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Kehl angegliedert und wird von den Katholischen Pfarrgemeinden mitgetragen. Ω Kontakt: π 0 78 51/ 7 82 80 (Stecher), π 0 78 51/ 8 84 44 (Kubitza) E-Mail: Hospizgruppe-Kehl@t-online.de.