Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Augenblicke zwischen Leben und Tod


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 895 mal aufgerufen
 die in keine Rubrik passen
Merle Offline


Beiträge: 3

12.07.2006 16:56
Angst und neu hier antworten

Hallo zusammen!

Durch Zufall bin ich auf diese Seite gestossen.
Leider müssen wir uns auch mit dem Thema Tod beschäftigen: meine Oma(76) bei der ich aufgewachsen bin und die wie meine eigene Mutter ist sitzt laut der Ärzte voller Krebs- der Krebs ist nach 23 Jahren wieder ausgebrochen(sie hatte ein bösartiges Muttermal das damals auch entfernt wurde)

Ich habe Angst!
Angst das ich sie morgen vielleicht nicht mehr sehe.
Angst das ich ihr vielleicht nicht alles gesagt habe.
Angst ohne sie weiter zu leben.
Angst da ich nicht weiß wie lange man damit leben kann- sie hat alle Untersuchungen und Chemo abgelehnt.

Am Wochenende habe ich dann erfahren das meine Tante an Brustkrebs erkrankt ist. Heute erfährt sie ob es "nur" Brustkrebs ist.
Ich weiß nicht was ich noch denken soll....noch jemand um den ich Angst haben muß......
Der Krebs ist für mich wie ein Teufel- unberechenbar.

Ich weiß nicht wie ich das alles verpacken soll.......

Kann mir jemand einen Weg zeigen um damit umgehen zukönnen?
Gibt es hier jemanden dem ähnliches wiederfahren ist?
Danke
Traurige Grüße

Merle

Ahasveru Offline

Administration Forum
Beiträge: 6.581

12.07.2006 18:18
#2 RE: Angst und neu hier antworten

Hallo Merle,:O)

Ich möchte Dir zuerst einmal sagen, das ich mich aufgrund Deiner Worte sehr gut in Dich einfühlen kann. Ich kann es sehr gut nachempfinden, wie traurig Du bist.

Was Du jetzt erlebst, ist, das Deine liebe Oma wieder an einem Krebsleiden erkrankt ist und alle Therapien für sich ablehnt. So schwer das jetzt für Dich und andere Angehörigen ist: Deine Oma hat sich dazu entschieden. Sie ist ja jetzt in einem gesegneten Alter, wo ihr diese ganzen Strapazen von Therapien zu viel sind, welche sie vllt. nur unsäglich belasten würden.

Damit möchte ich Dir sagen: Lass bitte Deiner lieben Oma die Würde ihres Menschsein, indem Du ihre Entscheidung und damit ihren Wunsch achtest und respektierst. Das fällt sehr, sehr schwer, ich weiss, weil in Dir eine grosse Liebe für Deine Oma ist. Es ist aber auch so, das für jeden Menschen einmal die Zeit kommt, wo er vom Leben langsam Abschied nimmt.

Das Schönste und Beste, was Du Deiner Oma jetzt schenken kannst, ist, das Du für sie in allem, wo und wie sie Dich braucht, da bist. Dasein und Miteinandersein sind sehr wichtig.
Sage ihr alles, was Du ihr in Deiner Liebe sagen möchtest. Achte all ihre Wünsche und Bedürfnisse, was Du ihr erfüllen kannst, machst Du ihr in Deiner Liebe zum Geschenk.

Sei auch offen traurig, verstelle Dich nicht, sei wahrhaft Du selbst. Deine Oma liebt Dich auch von Herzen und sie kennt Dich in all ihrer Liebe zu Dir sehr gut. Sie möchte nicht, das Du Dich versteckst, denn sie ist auch jetzt Deine liebe Oma, mit ihrer Erkrankung.

Deine Trauer ist für Dich Deine Angst vor einem Abschied, vor dem sich lösen, dem Loslassen. Mildere das für Dich, indem Du jetzt alles für Deine Oma tust, was Du zu tun vermagst und sei für sie da. Schenke ihr all Deine Liebe, denn sie ist das allergrösste Geschenk.

Mit Deiner Tante muss man jetzt ersteinmal sehen, wie die Diagnose ausfällt. Und wenn diese vorliegt, wird man auch schauen, was zur Hilfe für sie notwendig ist.

Ich wünsche Dir ganz viele liebe Grüsse und viel Kraft, aber ganz besonders lass die Liebe Deines Herzens als Licht für Deine Oma und Deine Tante leuchten,:)

Ahasveru

 Sprung  

Zugriffsstatistik:
counter

Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Homepagemodules.de