Bestattungsritus aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter Bestattungsritus wird die Behandlung des Leichnams vor der Bestattung verstanden. Der Bestattungsritus ist somit Teil des Totenrituals. Bestattungsriten sind seit dem Paläolithikum bekannt und wichtiger Teil jeder spezifischen Kultur, bzw. des Phänomens Kultur an sich, denn Bestattungen kommen im Tierreich nicht vor. Sie sind eng an die jeweiligen Jenseitsvorstellungen geknüpft und gehören deshalb meistens in den religiösen Bereich einer Kultur
Versuch einer Gliederung
Aufgrund der Mannigfaltigkeit der Kulturen kann eine Kategorisierung nie vollständig sein. Nahezu jede denkbar mögliche Behandlung von Leichnamen ist von Ethnologen, Historikern und Archäologen beschrieben worden. Die häufigsten Formen seien hier vorgestellt:
* Körperbestattung o in der Erde: + Körperbestattung im engeren Sinne (vollständiger Körper) + Teilbestattung # Schädelbestattung # Herzbestattung o Luftbestattung o Seebestattung
* Brandbestattung o in der Erde: + Urnenbestattung, d.h. der Leichenbrand wird aufgesammelt und separat in einem Gefäß beigesetzt + Brandschüttung, d.h. der Leichenbrand wird aufgesammelt und anschließend in die Grabgrube geschüttet + Scheiterhaufengrab, d.h. das Grab wird über dem Scheiterhaufen errichtet (meistens Hügelgrab) # Bustumgrab, d.h. der Scheiterhaufen wird über der Grabgrube errichtet und fällt in Folge der Verbrennung herab o nicht in der Erde: + Verstreuen der Asche in den Wind + Überantwortung der Bestattung in ein Gewässer