BALZERS - In wenigen Jahren hat sich der Umgang mit dem Sterben stark verändert. Die Todesanzeigen scheinen weniger fromm, die öffentliche Teilnahme wird unsichtbar, die christliche Sicht von Tod und Ewigkeit vermischt sich mit Vorstellungen und Ritualen anderer oder neuer Religionen. Die menschlichen Beziehungen behalten ihre Bedeutung und geben sich einen neuen Ausdruck. Die Sprache der altehrwürdigen Gebete und Riten (Requiem, "Arme Seelen", Jahrzeitmessen) ist vielen Christen fremd geworden und wird durch andere Bilder und Texte abgelöst. Konkret: wie wünschen wir uns die Beerdigung unserer nächsten Angehörigen, oder gar die eigene? Wie fühlen wir uns in der Abschiedsfeier eines nichtkirchlichen Ritualgestalters? In seinem Abendvortrag vergleicht Prof. Dr. Dietrich Wiederkehr, früher Universität Luzern, die überlieferten und die neuen Gestaltungen des Sterbens und des Todes in unsern Pfarreien, in der Kirche und in unserer gesellschaftlichen Kultur. Früher oder später muss sich jeder und jede mit diesen Fragen befassen, theoretisch und vor allem praktisch. Der Vortrag findet am Mittwoch, den 31. Mai um 19.30 Uhr im Haus Gutenberg, Balzers statt.