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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Tod durch Unfall
Ahasveru Offline

Administration Forum
Beiträge: 6.581

07.10.2005 16:29
Todessturz antworten

Todessturz
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Todessturz bezeichnete man seit der Frühzeit des automobilen Motorsports den tödlichen Unfall eines Grand Prix-Piloten.

Diese für heute ungewöhnliche Bezeichnung rührte aus den anderen technischen Gegebenheiten der Boliden bis in die 1970er-Jahre her. Auf relativ starren Achsen ruhende fragile Chassis mit hohem Schwerpunkt und Reifen, welche den Querschnitt und die Größe heutiger Touring-Motorräder besaßen, neigten diese Fahrzeuge mit Leichtigkeit zum Kippen, d.h. zum "Sturz", woraufhin der Pilot und sein eventueller Beifahrer aus Fahrersitz in den Tod stürzten.

Von nur leichten Sturmhauben aus Stoff- oder Leder lediglich gegen den Fahrwind und den Staub geschützt starben die meisten verunfallten Fahrer jener Ära an ihren schweren Kopf- oder Thoraxverletzungen.

Mit den Monoposto wurden zwar allmählich auch das Handling, die Haftung, die Bremsen und die Schutzbekleidung der Fahrer verbessert, aber Tote wie Onofre Marimón, Peter Collins, Eugenio Castellotti oder Luigi Musso, die zu den ersten tödlich verunfallten Formel-1-Rennfahrern der 1950er-Jahren gehörten, zeigten, dass die Gefahr nicht gebannt war. Der Begriff hatte damals eine so große Verbreitung, wodurch man ihn selbst beim tödlichen Unfall Mike Hawthorns im "normalen" Straßenverkehr anwendete.

Mit der Verbesserung der aktiven und passiven Sicherheit in den 1960er-Jahren kamen derartige Unfälle, bei denen die Fahrer gar aus dem Cockpit geschleudert wurden, seltener vor. Nun befürchteten die Fahrer eher im Cockpit schwere Beinfrakturen zu erleiden. Im schlimmsten Fall drohte ihnen der Tod in den Flammen wie z.B. Jo Siffert.

Als jedoch Gilles Villeneuve durch die Wucht des Unfalls 1982 trotz Sicherheitsgurt in die Fangzäune geschleudert wurde und dabei tödliche Verletzungen davon trug, titelten in Erinnerung an den Begriff die deutschsprachigen Zeitungen "Der Todessturz des G. Villeneuve".

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