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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Bestattung
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 6.581

18.05.2006 15:40
Ein Todesfall - was ist zu tun..... antworten

Ein Todesfall

was ist zu tun.....

Das, was viele Menschen fürchten, ist eingetreten: Der Tod hat Sie berührt. Der Verlust eines lieben Menschen schmerzt tief, hinterläßt Hilflosigkeit, Betroffenheit und Angst: Angst vor dem plötzlichen Alleinsein, vor der neuen Lebenssituation, aber vor allem auch Unsicherheit, was unmittelbar jetzt zu tun ist, was bei einem Todesfall alles zu bedenken und zu erledigen ist.

VERÄNDERTE TRAUERSITUATION
Früher hat es für Trauer immer feste Zeichen und Ausdrucksformen gegeben:
- das Ankleiden der Toten
- das Einbetten in den Sarg
- die Aufbahrung im Sterbehaus
- das Abschiednehmen der Freunde und Nachbarn
- das Geleit zum Friedhof
- Trauerkleidung, Trauerjahr.

In unserer heutigen Gesellschaft werden Themen wie Tod, Trauer meist völlig verdrängt. Um so hilfloser stehen viele Menschen dann vor dem Tod eines lieben Menschen.
Aus diesem Grund gibt es schon seit längerer Zeit Bestattungsinstitute, die für die Hinterbliebenen den gesamten Ablauf der Beerdigung und viele dafür notwendigen Formalitäten erledigen.
Aufgabe der Kirche ist neben dem Vollzug des Bestattungsrituals vor allem auch die seelische Stütze und Hilfe bei der Bewältigung der Trauer.

Im folgenden sollen nun Punkte ansprechen, die bei der Abwicklung eines Sterbefalles zu beachten sind.
Dies soll nur als allgemeine Richtlinie dienen, örtliche Unterschiede wird es sicher geben.

EIN STERBEFALL, WAS IST ZU TUN?

VERSTORBEN IM KRANKENHAUS:
- Feststellen des Todes durch einen Arzt des Krankenhauses
- Verständigung bzw. Besuch desjenigen Bestattungsinstitutes, das alle Angelegenheiten der Beerdigung
regeln soll.
- Meist wird das Institut ausgewählt, das am Heimatort des Verstorbenen ansässig ist oder an dem Ort, an
dem die Beerdigung stattfinden soll.

IM BESTATTUNGSINSTITUT WIRD FOLGENDES ERLEDIGT BZW. BESPROCHEN:
- Aussuchen des Sarges mit Sargwäsche
- Verständigung des Friedhofwärters
- Besprechung bzw. Aussuchen der Grabstelle
- Information des Priesters (es ist zu empfehlen, daß sich die Hinterbliebenen persönlich mit dem
zuständigen Priester in Verbindung setzen, da sich die Seelsorger so ein besseres Bild von dem
Verstorbenen machen können.
Außerdem tut vielen Hinterbliebenen der persönliche Beistand und Zuspruch des Seelsorgers
gut.)
- Festlegung des Beerdigungstermins und der Termine für die Sterberosenkränze
- Bestellen des Blumenschmuckes für den Sarg und der Trauerkränze
- Erstellen der Todesanzeigen und Abgabe dieser bei den Zeitungen
- Aussuchen der Sterbebilder für den Gottesdienst
- Besprechung über die musikalische Gestaltung des Trauergottesdienstes ( Organist, Chor werden
informiert, eigene Vorstellungen können berücksichtigt werden)
- Verständigung von Mesner, Vorbeter und Leichenträger
- Abholung der Leiche aus dem Krankenhaus (Kleidung zur Einsargung kann von den Angehörigen gestellt
werden, ansonsten gibt es dafür auch eine spezielle Kleidung)
- Abholung des Leichenschauscheins vom Krankenhaus bzw. der Sterbeurkunden vom Standesamt

NACH DER BEERDIGUNG:
- Aufgabe einer Danksagungsanzeige für die Zeitung
- Bezahlung der Gesamtrechnung beim Beerdigungsinstitut (mit der bezahlten Rechnung kann bei der
Krankenkasse Antrag auf Sterbegeld gestellt werden, Sterbeurkunde ist mitzunehmen.)

ZUSÄTZLICH BEI EINEM STERBEFALL IN DER EIGENEN WOHNUNG:
- Verständigung eines Priesters (wenn gewünscht)
- Herbeirufen eines Arztes zur Feststellung des Todes (Leichenschau)
- Informieren des Bestattungsinstitutes zur Abholung der Leiche und Erledigung aller weiteren Schritte.

ABLAUF BEI EINEM UNFALLTOD:
Priester und Bestattungsinstitut werden in der Regel von der Polizei verständigt. Alles weitere ist dann im Institut zu besprechen.

BEACHTENSWERTES BEI EINER EINÄSCHERUNG:
Besteht der Wunsch nach einer Feuerbestattung, so müssen Alleinstehende zu Lebzeiten eine Einverständniserklärung bei einem Bestattungsinstitut hinterlegen, da ansonsten keine Einäscherung erfolgen kann.
Wenn jemand noch Angehörige hat, so können auch diese beim Todesfall die Einäscherung beantragen.

WEITERE HINWEISE:
- Versicherungsangelegenheiten werden bisher noch nicht von allen Bestattungsinstituten durchgeführt
(Näheres am jeweiligen Ort erfragen).
- Sterbevorsorge kann bei dem Bestattungsinstitut abgeschlossen werden, das man mit der Durchführung
der Beerdigung beauftragen will. In dieser „Sterbevorsorge“ wird der gesamte Ablauf der Beerdigung
bestimmt. Das ist vor allem für diejenigen gut, deren Angehörige auswärts leben und sich nicht von
Anfang an um alles kümmern können oder die überhaupt keine Angehörigen mehr haben
- Überführungen im In- und Ausland werden von allen größeren Instituten durchgeführt.
- Stirbt jemand auswärts, so kann trotzdem das Bestattungsinstitut des Heimatortes alles Nötige
durchführen.

FORMEN DER BESTATTUNG
Bestattung der Verstorbenen und Ehrung der Toten reichen bis in die Frühzeit der Menschheit. Die Art und Weise, wie Bestattungen vorgenommen wurden, war schon immer sehr unterschiedlich.
Grundsätzlich ist zu sagen, daß jeder Mensch das Recht hat, für seinen Tod Anordnungen über Art und Ort der Bestattung zu treffen. Die Pietät vor dem Verstorbenen verlangt, daß die Angehörigen diesen Wünschen entsprechen.

DAS ERDBEGRÄBNIS
Das Erdbegräbnis ist in unserer Gegend nach wie vor die gängigste Form der Bestattung. Für Christen war diese Art der Beerdigung lange Zeit die einzig mögliche, da sie die Grablegung Jesu als Vorbild nahm und den Auferstehungsgedanken unterstützte.
Auch bei strenggläubigen Juden und Muslimen ist die Erdbestattung die ausnahmslose Regel.

DIE FEUERBESTATTUNG
Seit längerer Zeit nimmt die Zahl der Feuerbestattungen ständig zu. Gründe dafür sind vor allem praktische Motive:
- Viele alleinstehende Menschen haben niemanden, der nach ihrem Tod die aufwendige Grabpflege
übernimmt
- Viele haben auch nicht das Geld, ein eigenes Grab zu kaufen
- Oft herrscht auch schon Platzmangel auf den Friedhöfen.
Bei der Feuerbestattung sind zwei Stufen zu unterscheiden: die Einäscherung und die Beisetzung der Urne im Urnengrab auf dem Friedhof oder auf hoher See.
Die kath. Kirche wirkt auf Wunsch bei allen Formen der Bestattung mit. Auch bei einer Einäscherung hat der Gläubige das Recht auf eine kirchliche Bestattung.

Zu beachten ist bei einem Wunsch nach Einäscherung folgendes:
Alleinstehende müssen noch zu ihren Lebzeiten eine Einverständniserklärung unterschreiben. Diese gibt es bei den jeweiligen Bestattungsunternehmen und wird auch dort hinterlegt. Ansonsten kann im Todesfall keine Einäscherung erfolgen.

Einäscherung und Urnenbeisetzung mit gekennzeichnetem Urnengrab:
Bei dieser Form der Bestattung gibt es mehrere Möglichkeiten für die liturgische Feier:

- Die kirchliche Feier findet vor der Einäscherung statt (Orte: Krematorium, Friehofskapelle, Aufbahrungshalle). Bei der Beisetzung der Urne findet kein Gottesdienst mehr statt, ein Priester ist aber auf Wunsch bei der Beisetzung dabei.

- Die kirchliche Feier findet nach der Einäscherung statt, entweder kurz danach oder erst vor der Beisetzung der Urne. (Zwischen Einäscherung und Beisetzung liegen meist mehrere Wochen.)

- Die Urnenbestattung zur See findet meist nur im Kreise der Angehörigen statt, Gedächnisgottesdienste werden vorher angeboten.

DIE SOZIALBESTATTUNG
Sozialbestattungen erfolgen auf Kosten der Kommunen: bei Mittellosen durch das Sozialamt.
Bei Menschen ohne Angehörige durch das Ordnungsamt.
Die staatlichen Behörden haben die Verpflichtung, auch in diesen Fällen für eine würdige Beerdigung zu sorgen.

DIE ANONYME BESTATTUNG
„Anonym“, „namenlos“ bedeutet: es gibt weder eine Bekanntgabe des Beerdigungstermins noch eine Bekanntgabe der Grabstätte. Die Kommunen müssen geeignete Grabstätten für die namenlose Beerdigung zur Verfügung stellen.
Zunehmend mehr Menschen wählen in letzter Zeit diese Form der Bestattung. Die Gründe sind ähnlich denen der Einäscherung. Diese Art ist jedoch oft für die Hinterbliebenen sehr problematisch. Die Anonymität verhindert die Möglichkeit, ortsbezogen und persönlich seiner Trauer Ausdruck zu geben, das Gedächtnis an den Toten wird erschwert.

BESTATTUNG VON FEHL- UND TOTGEBURTENST
In den Problemkreis der anonymen Bestattung im weiteren Sinn gehört auch die Frage der rechtlichen und praktischen Möglichkeit der Bestattung von Fehl- und Totgeburten.

Man spricht von einer Fehlgeburt, wenn das Kind weniger als 500g wiegt bzw. kleiner als 35cm ist und bei der Geburt kein Lebenszeichen von sich gab.
Man spricht von einer Totgeburt, wenn das Kind mehr als 500g wiegt, aber kein Lebenszeichen bei der Geburt zeigte.
Bestattungszwang besteht nur für Totgeburten. Es wird eine Todesbescheinigung und eine Sterbeurkunde ausgestellt, ein Eintrag erfolgt aber nur ins Sterbebuch der Gemeinde, jedoch ohne Namen.

Fehlgeburten unterliegen nicht dem Bestattungszwang. Im Einzelfall kann die Beerdigung auf Verlangen der Eltern zugelassen werden. Im Normalfall werden Fehlgeburten entweder vom Krankenhaus „entsorgt“ oder in das nächstgeöffnete Grab gelegt, falls die Eltern ihr Kind nicht ins eigene Grab geben lassen.

Sind Sie davon betroffen, so haben Sie keine Bedenken, Ihre Zweifel und Wünsche auszusprechen. Suchen Sie, falls Sie Probleme haben, das Gespräch mit Ihrem Seelsorger. Entscheiden Sie sich für das, was zur Bewältigung Ihrer Trauer am besten ist. In der letzten Zeit wünschen immer mehr Eltern die Bestattung ihrer totgeborenen Kinder. Sie wollen auch in diesen Fällen eine würdige Beerdigung und einen Ort, an dem sie mit ihrem Kind vereint sind und ihre Trauer leben dürfen.
Inzwischen bieten viele Städte lansprechende Gräberfelder für diese verstorbenen Kinder an, so z.B. ganz neu auch in Regensburg. Auskünfte erhalten sie bei jedem Bestattungsunternehmen oder den entspredhenden Gemeinden bzw. Pfarrämtern.

Es ist immer hilfreich und gut, wenn man einen Ort hat, an dem seinem verstorbenen Kind nahe sein kann. Eine sehr wichtige Hilfe auf dem Weg der Trauer!

DAS CHRISTLICHE BEGRÄBNISRITUAL
Das christliche Begräbnisritual möchte den Trauernden sowohl Stütze und Trost in ihrem Leid geben, aber auch Mahnung sein zum Bedenken des Lebens im Angesicht des Todes. Eine persönliche und einfühlsame Gestaltung der Bestattungsriten wird von den Trauernden meist positiv und dankbar angenommen. Ebenso gehört es dazu, daß die ganze christliche Gemeinde daran teilnehmen kann, daß sie dadurch ihre Anteilnahme ausdrücken kann. Ansonsten besteht die große Gefahr, daß der Tod zur Privatsache verkommt, der Tod wird „versteckt“, da er die anderen in ihrem Wohlbefinden stören könnte.

Das christliche Ritual ist nur ein erster Akt der Hilfe zur Trauerarbeit. Für viele Hinterbliebene ist es besonders wichtig, wenn sie in der Zeit nach dem Tod eines Angehörigen Hilfe und Zuspruch durch die Seelsorger erhalten können. Das ist eine große Aufgabe und Herausforderung für alle Seelsorger und die in der Seelsorge beschäftigten Menschen.

ZUM TOD DURCH SUIZID
Seit einigen Jahren ist die Zahl der Suizidtoten höher als die der Toten im Straßenverkehr. Was sind die Hintergründe für diese erschreckende Aussage?

Selbstmord ist kein Ausdruck von souveräner Selbstbestimmung, sondern eher Ausdruck von vielfältiger Beeinträchtigung der Freiheit.
Gründe wie mangelnde Menschenwürde und Freiheit, Einsamkeit, Isolation und Überforderung treiben viele Menschen in den Tod. Der Selbstmord ist in der Regel der Abschluß einer Entwicklung, in der die Selbststeuerung nicht mehr funktionniert.
Man kann daher sagen, daß die Mehrheit der Menschen, die Selbstmord begehen, weder „frei“ noch „willig“ in den Tod gehen.

So sehr es theologisch richtig ist, daß kein Übel die Selbsttötung rechtfertigt, so darf doch nicht übersehen werden, daß physisches und psychisches Leid bei Menschen so übermächtig werden kann, daß sie keinen anderen Ausweg mehr sehen als den, ihr Leben selbst zu beenden. Statt moralischer Verurteilung und Ächtung sind in dieser Situation taktvoller Respekt vor der je besonderen Lebensnot und Lebenstragik angebracht.
Vor allem die Angehörigen brauchen unsere ganz besondere Zuwendung und Anteilnahme, damit sie mit ihren verzweifelten Fragen nach dem „Warum“ und eventuell aufkommenden Schuldgefühlen nicht alleine gelassen werden.
Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzen, haben genauso das Recht auf eine würdevolle Beerdigung wie jeder andere Christ.

BESTATTUNG VON KATHOLIKEN, DIE AUS DER KIRCHE AUSGETRETEN SIND
Durch die Taufe wird der Mensch der Kirche Christi eingegliedert. Diese Zugehörigkeit ist unwiderruflich. Kirchenrechtlich gibt es also eigentlich einen „Austritt aus der Kirche“ nicht.
Der Staat muß aber aufgrund des Grundgesetzes die Möglichkeit des Kirchenaustrittes einräumen.

Der Kirchenaustritt stellt eine bewußte Rücknahme der äußeren Solidarität mit der Kirche dar. Deshalb ist auch eine kirchliche Bestattung nicht möglich. Dies trifft aber vor allem die Angehörigen oft sehr schmerzlich.
Die Frage, ob in begründeten Einzelfällen aus der Kirche Ausgetretene kirchlich bestattet werden können, ist differenziert und je konkret zu beantworten.
So wie der „letzte Wille“ eines Verstorbenen zu achten ist, so muß auch sein Austritt aus der Kirche respektiert werden.
Die Hinterbliebenen fragen freilich in dieser Situation, wer ihnen beistehen und sie begleiten kann. Die christliche Gemeinde und die Seelsorger haben gerade in einer solchen Notsituation in besonderer Weise ihre Hilfe anzubieten.
Vor der Entscheidung, ob eine kirchliche Mitwirkung möglich ist, muß erst einmal geklärt werden, warum dies gewünscht wird (ist es den Hinterbliebenen ein aus ihrem Glauben heraus ehrliches Ansinnen oder geht es z. B. nur um die „schöne Zeremonie“?). Zu klären ist auch, welche Gründe für den Kirchenaustritt maßgeblich waren ( z.B. Enttäuschungen durch die Kirche oder ihre Amtsträger, Ablehnung konkreter Weisungen und Normen).
Ein solches seelsorgliches Gespräch ist verpflichtende Voraussetzung für die Entscheidung, ob und in welcher Weise eine kirchliche Mitwirkung bei der Bestattung erfolgen kann.

Hinsichtlich der Form zeichnen sich drei Möglichkeiten ab:
- Kirchliches Begräbnis und Begräbnismesse
- Kirchliches Begräbnis ohne Begräbnismesse
- Teilnahme des Seelsorgers am Begräbnis

Begräbnismesse und kirchliches Begräbnis kommen nur dann in Frage, wenn der Verstorbene vor seinem Tod noch deutliche Zeichen der Reue gezeigt hat, bzw. im Gespräch mit den Angehörigen deutlich wird, daß der Verstorbene trotz seines Austritts dem kirchlichen Leben und Glauben verbunden war.

Ein kirchliches Begräbnis ohne Begräbnismesse kann dann in Erwägung gezogen werden, wenn der Verstorbenen zwar keine Reue zeigte, jedoch trotzdem der Kirche verbunden blieb.Die Angehörigen können dann gegebenenfalls zu einer Gemeindemesse eingeladen werden, in der besonders des Verstorbenen gedacht wird.

Die Teilnahme des Seelsorgers an einem Begräbnis kann dann in Betracht gezogen werden, wenn der Verstorbene selbst zwar in Distanz zu Glaube und Kirche gelebt hat, aber die Angehörigen bewußt in und mit der Kirche leben

Bei allem Verständnis für die Not der Trauernden kann die Kirche aber nicht generell ein kirchliches Begräbnis von aus der Kirche Ausgetretenen zulassen. Es bleiben immer Einzelentscheidungen.

DIE MITWIRKUNG DER KIRCHE AN DER BESTATTUNG VON NICHTKATHOLIKEN
In der Praxis der Seelsorge kommt es vor, daß für verstorbene Nichtkatholiken von den Angehörigen die Mitwirkung der katholischen Kirche erbeten wird. Handelt es sich um einen Verstorbenen, der zwar getauft ist, aber einer nichtkatholischen Kirche angehörte, so kann dies im Einzelfall gewährt werden.
Wenn für einen Nichtgetauften, der in einer gewissen Nähe zur katholischen Kirche gelebt hat, ein kirchliches Begräbnis erbeten wird, so sollte dieser Bitte nach einem eingehenden Gespräch mit den Angehörigen aus Gründen der Pietät ebenfalls entsprochen werden.

DER FRIEDHOF: Ort der Tauer und Hoffnung
Trauer und Klage haben hier an der Begräbnisstätte ihre Berechtigung, hier wird die Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber der END-GÜLTIGKEIT des Todes schmerzhaft klar.
Der Friedhof sollte für die Lebenden zum Verweilraum, zum Ort des Nachdenkens und zur Ermutigung zum bewußten Leben im Angesicht des Todes werden.
Friedhöfe sind Orte des Gedächtnisses, des Gedenkens an die Verstorbenen.

GRABGESTALTUNG:
Die Grabgestaltung sollte nicht zum Ausdruck der Eitelkeit, das Grabmal nicht zum Symbol der „Erfolgsbilanz“ des Verstorbenen werden.
Auch die Gestaltung des Grabes trägt zur geistigen Bewältigung der Trauer bei.
Nehmen Sie sich Zeit, über das Leben des Verstorbenen nachzudenken und sich dann für eine personenbezogene Grabsteingestaltung zu entscheiden. (Nähere Informationen über Grabsteingestaltung erhalten Sie bei den ortsansässigen Steinmetzen.)

Informationsquelle: http://www.trauer-fundgrube.de/Allgemein.../todesfall.html

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