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Scheiterhaufen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Der Scheiterhaufen (Scheiter: alte Pluralform von Scheit, althochdeutsch scît: Holzstück) ist ein aufgeschichteter Haufen Holz zur Verbrennung eines Toten oder zur Bestrafung eines Verurteilten durch den Feuertod. Inhaltsverzeichnis * 1 Der Scheiterhaufen als Methode der Hinrichtung * 2 Bekannte Menschen, die auf dem Scheiterhaufen starben * 3 Der Scheiterhaufen als Bestattungsritual Der Scheiterhaufen als Methode der Hinrichtung Besonders die Inquisition bediente sich dieser Hinrichtungsweise mit der Beschönigung, dass die Kirche kein Blut vergießen dürfe. Oft wurde der Verurteilte kurz vor dem Anzünden des Scheiterhaufens vom Scharfrichter erdrosselt um ihm die größten Qualen zu ersparen. Als Sodomiten, Hexen und Häretiker Verurteilte starben oft auf dem Scheiterhaufen, da nach Darstellung der damaligen Kirche durch das „reinigende Feuer“ ihre Seele gerettet werden sollte. Bei den Sodomiten wollte man außerdem die Flammen von Sodom nachahmen – jener Stadt, die laut der Bibel (Gen 18-19) wegen ihrer Sündenverfallenheit unter einem Regen von Feuer und Schwefel begraben wurde. Auch Tiere wurden nach Tierprozessen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Bekannte Menschen, die auf dem Scheiterhaufen starben * Jan Hus * Jakob Hutter * Hans Böhm (Pauker von Niklashausen) * Girolamo Savonarola * Jörg Blaurock * Balthasar Hubmeier * Giordano Bruno * Jeanne d'Arc * Lucilio Vanini. Der Scheiterhaufen als Bestattungsritual In Indien wurden bis ins 20. Jahrhundert Witwen zusammen mit dem Leichnam ihres Mannes verbrannt (siehe Witwenverbrennung). Obwohl offiziell verboten, scheint dies vereinzelt immer noch vorzukommen.
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