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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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Ahasveru Offline

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Beiträge: 6.581

11.05.2006 12:50
Der Friedhof im Herbst: Zeit der Ruhe und der Besinnung antworten

Der Friedhof im Herbst: Zeit der Ruhe und der Besinnung

Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen und sich die Natur mehr und mehr auf die winterliche Ruhephase einstellt, ist die dunkle Jahreszeit nicht mehr fern. Für viele Menschen bedeuten diese Monate eine Zeit der Besinnung und der Erinnerung. Im Laufe des Lebens wird jeder Mensch mit dem Tod konfrontiert – durch den Verlust von Angehörigen und Freunden oder weil eine schwere Krankheit die eigene Sterblichkeit unmittelbar vor Augen führt. Friedhofsbesuche, Grabpflege und Rituale an Trauertagen, wie z. B. an Allerheiligen oder am Totensonntag, können bei der Trauerbewältigung sehr hilfreich sein.

Du fehlst!

Trauer über den Tod eines geliebten Menschen ist etwas sehr individuelles, sehr persönliches. Im privaten Umfeld sind meist gemeinsam begangene Tage wie z. B. Geburtstage, Hochzeitstage, Weihnachten oder Silvester – besonders im ersten Jahr nach dem Tod – sehr schmerzlich. Besuche am Grab sowie das Mitbringen eines Blumengrußes sind mehr als nur eine Geste, denn in der stummen Zwiesprache und der Gewissheit, mit dem Blumengruß dem Verstorbenen verbunden zu sein, liegt tröstende Kraft für den Alltag. Neben diesen privaten Trauertagen bieten die kirchlichen und säkularen Trauertage im November die Gelegenheit, im Fluss des Lebens innezuhalten, Gräber zu besuchen und sich den Erinnerungen an die Verstorbenen zu widmen. Diese kollektiv begangenen oder öffentlichen Trauertage machen den Menschen bewusst, dass sie mit ihrem Schmerz nicht allein sind, sondern Teil einer Gemeinschaft.

Wir denken an dich

Auch Miriam (41) und Arne Stötzel (43) haben mit ihrer Tochter Lena (6) eine Schale mit Herbstblühern vorbereitet, die sie auf das Grab von Miriams Vater stellen möchten. Miriam Stötzel: "Leben und Sterben gehören zusammen. Wir können mit unseren Gedanken die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits überbrücken. Die Erinnerung an meinen Vater hält ihn für mich am Leben, denn nur wer vergessen ist, ist wirklich tot. Lena kann sich gar nicht mehr bewusst an ihn erinnern, sie war noch zu klein, als mein Vater starb. Ich möchte, dass sie durch unsere Besuche am Grab die Bedeutung von christlichen Trauerritualen kennen lernt. Dazu gehört auch der Grabschmuck. Pflanzen sind in unserem Kulturkreis Sinnbild des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen. Wenn wir Blumen zum Grab bringen, ist das ein liebevolles Zeichen des Gedenkens und ein persönlicher Gruß an den Verstorbenen. Da mein Mann und ich berufstätig sind, haben wir uns aus Zeitgründen für eine Bepflanzung des Grabes mit vielen Bodendeckern und einer Rahmenbepflanzung mit Gehölzen sowie für die Pflege durch die hiesigen Friedhofsgärtner entschieden."

Blumen als Zeichen der Liebe

"Doch so oft wir können, bringen wir Blumen, Gestecke oder Kränze mit, um die Wechselbepflanzung zu ergänzen", wirft Arne Stötzel ein. "Unsere Pflanzschale aus Skimmien, Efeu und Schneeheide, verziert mit Gräsern und roten Beeren, passt hervorragend zum herbstlichen Wechselbeet mit violetten und weißen Alpenveilchen, roter Erika, Moosbeeren, Silberblatt und sattgrünem Plattenmoos. Und Lena hat speziell für den Opa noch eine kleine Schale mit bronzefarbenen, kleinblumigen Chrysanthemen mitgebracht, damit ihm auch bei schlechtem Wetter viele Mini-Sonnen leuchten". "Zu Allerheiligen, Anfang November, werden wir auf jeden Fall nach dem Gottesdienst einen Kranz auf das Grab legen, geschmückt mit bunten Herbstblättern, Lampionblumen, immergrünen Zweigen und Zapfen. Zusammen mit dem "Seelenlicht", der Kerze auf dem Grab, symbolisiert er das immerwährende Leben. Und zusätzlich zu ihrem Symbolgehalt haben Blumen aufgrund ihrer Schönheit auch einen tröstlichen Wert für uns, denn mit ihren Farben machen sie die trüben Herbsttage weniger grau! Wenn die Sonne auf das Heidekraut trifft und die Chrysanthemen inmitten der bunten Blätter leuchten – sieht es hier nicht wunderbar friedlich aus?", sinniert Miriam Stötzel, "mein Vater, der die Natur liebte, würde es ebenso empfinden!"

© Oktober 2005 - Grünes Presseportal / CMA

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