Eine Garrotte (auch Garotte, von spanisch garrote vil = schändlicher/niederträchtiger Stock) ist ein Hinrichtungsinstrument, bei dem der Verurteilte an einen Holzpfahl gefesselt wird. Die Garrotte wurde und wird aber auch als Folterinstrument verwendet.
Im Gegensatz zur Strangulation - durch Abschnüren der Halsschlagader - erfolgt bei der Garrotte ein Zusammenpressen der Luftröhre. Das Opfer wird erdrosselt, der Tod tritt langsam durch Ersticken ein. In frühen Versionen legte der Henker dem Opfer von hinten eine Schlinge um den Hals, die er mittels eines Stocks langsam zudrehte. Später wurde die Schlinge durch ein Metallband ersetzt, das lediglich zum Fixieren diente. Dem Opfer wurde von hinten eine Metallschraube ins Genick getrieben, wodurch der Tod in der Regel augenblicklich eintrat.
Bis 1974 wurden Todesurteile in Spanien durch die Garrotte vollstreckt und in den staatlich beeinflussten Medien konsequent darüber berichtet. Ihr letztes Opfer waren Puig Antich und der DDR-Flüchtling Georg Michael Welzel.
Auch ein mittelstarker Metalldraht, der an den beiden Enden mit jeweils etwa 10-15cm lange Holzstückchen versehen ist, wird als Garrotte bezeichnet. Die klassische Garotte wurde überwiegend von den Kriminellen im Frankreich des 19. und frühen 20. Jahrhunderts benutzt (etwa in Paris-Montmartre oder im Hafenviertel von Marseille). Mit der Garotte kann der Mörder in der Regel geräuschlos sein Opfer von hinten erdrosseln, ohne dass der Getötete laute Geräusche von sich geben kann.