Unter Ertränken versteht man im allgemeinen das zu Tode bringen durch Erstickung unter bzw. im Wasser.
Speziell fasst man unter dem Begriff Ertränken jegliche Arten von Todesstrafen zusammen, bei denen die Verurteilten durch verschiedene Weisen durch das Drücken ihres Körpers unter Wasser zum Erstickungstod gebracht wurden.
Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit wurde diese Todesstrafe vor allem an Frauen vollstreckt.
Eine Variante stellte beispielsweise das Säcken dar, bei der die Verurteilten in Säcke eingenäht und ins Wasser geworfen wurden. Meist jedoch wurden die Delinquenten gebunden, dann ins Wasser geworfen und anschließend mit Stangen unter die Wasseroberfläche gedrückt.
Bei der Todesstrafe des Ertränkens spielte der Symbolcharakter des Wassers eine wichtige Rolle: Dem Wasser wird reinigende Wirkung zugesprochen.
Eines der prominentesten Opfer dieser Bestrafungsmethode ist Hippasus, ein Schüler des Pythagoras. Der Legende nach ließ Pythagoras Hippasus ertränken, nachdem dieser die Existenz irrationaler Zahlen festgestellt hatte.