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Ahasveru Offline

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05.05.2006 10:32
„Wir wollten so bleiben, wie wir sind“ antworten

„Wir wollten so bleiben, wie wir sind“

Theatergruppe der Feuerwehr Seeheim: Ensemble sieht keinen Grund, sich einer anderen Gruppe anzuschließen

Es ist zwar nicht das ganz große Theater, dafür sind die Vorstellungen der vielen Laienbühnen im Landkreis meist ausverkauft. Was an Aufwand und Organisationsarbeit von der Regie bis zur Maske zu leisten ist, wie die Schauspieler zu ihren Stücken und Rollen kommen, beschreibt die ECHO-Serie „ Vorhang auf“ in lockerer Folge.

SEEHEIM. Viele Jahre gab es beim Sebastiansmarkt eine Theateraufführung. Als die Landfrauen das Laienspielspektakel 1996 einstellten, war sich das ehemals bunt zusammengewürfelte Ensemble nach einigen Jahren Pause einig, es müsse weiter gehen. Die muntere Truppe tritt seit 2004 wieder auf. „Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim“ nennt sie sich seitdem. Die Idee, unter dem Mantel der Wehr aufzutreten, hatte Rainer Anders, als Gemeindebrandinspektor ranghöchster Wehrmann der Gemeinde. Einen eigenen Namen hat die Theatergruppe, die aus zehn Akteuren besteht, bis heute noch nicht. „Vielleicht sollten wir uns mal einen zulegen“, sagt Ilse-Lore Spalt, eine der Laienspielerinnen. Aber es eile ja nicht.

Anderes ist der Gruppe wichtiger. Die Eigenständigkeit etwa. Warum sich die Spieler nach der Pause 2004 nicht einer der bestehenden Theatergruppen in der Gemeinde angeschlossen haben, weiß Rainer Anders: „Wenn, dann hätten die sich uns anschließen müssen. Uns gibt es länger.“ Eine andere Mitspielerin hat eine andere Antwort: „Weil wir ganz besondere Leute sind, haben wir das nicht getan. Wir wollten so bleiben, wie wir sind.“

Im Repertoire des Ensembles sind lustige Stücke. „Das erwartet das Publikum von uns. Die wollen lachen und unterhalten werden,“ sagt Spalt. Zwischen 27 und 78 Jahren seien die Akteure alt. junger Nachwuchs „ist uns immer willkommen“. Mitspieler Marc Leisinger gibt Einblicke in die größten Herausforderungen des ambitionierten Laienspiels. „Besonders schwierig ist es, wenn man ohne Text in einer Szene einfach nur auf der Bühne herumstehen muss. Spielen ohne Text, das ist eine Herausforderung.“ Für die Aufführungen wird die Sport- und Kulturhalle in Seeheim genutzt. Geprobt wird indes im Sitzungssaal des Feuerwehrstützpunktes.

Die Theatergruppe ist eng am Publikum. Das zeigt sich bei den Preisen. Den Eintritt in die Vorführungen in der Sport- und Kulturhalle gibt es für 6,50 Euro. „Wir wollen das nicht anheben“, sagt Anders. „Zu uns kommen sehr viele ältere Zuschauer. Die haben oft nicht viel Rente. “

Der Erlös aus den Aufführungen wird regelmäßig an soziale Zwecke gestiftet. Der Sozialfonds des Landkreises bekam auf diese Weise schon Geld, ebenso wie eine unverschuldet in Not geratene Familie aus der Gemeinde.

Am heutigen Freitag (5.) und Samstag (6.) spielt die Theatergruppe der Seeheimer Wehr jeweils um 20 Uhr in der Seeheimer Sport- und Kulturhalle das Stück „Die unglaubliche Geschichte vom verlorenen Handkäs’“. Es handelt von der Gedächtnislosigkeit von Männern nach einem Alkoholrausch. Karten gibt es bei Schreibwaren Zeißler und in „Spalts Hoflädchen“ (beide in Seeheim). Der aktuelle Erlös wird der Stiftung „Bärenherz“, einem Kinderhospiz in Wiesbaden, gespendet.

Informationen über die Seeheimer Theatergruppe gibt es unter 06257 83581.
JÜRGEN BUXMANN

Informationsquelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/tem....php3?id=370937
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Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schliessen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.

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