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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Tod durch Verbrechen
Ahasveru Offline

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Beiträge: 6.581

07.10.2005 11:19
Amok antworten

Amok
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Wort Amok (malaiisch meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) bedeutet eine psychische Situation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist.

Die Täter, die in einer solchen Ausnahmesituation Straftaten begehen, nennt man Amokläufer oder auch Amokschützen, falls sie Schusswaffen gebrauchen, oder Amokfahrer, falls sie Fahrzeuge einsetzen. Monokausale Erklärungsansätze scheitern bei der Erklärung des Phänomens. Vielmehr müssen soziale als auch individuelle Voraussetzungen einbezogen werden. So kann die verbreitete Erklärung des Amoklaufs als direkte Wirkung einer lediglich individuellen psychischen Störung als widerlegt betrachtet werden. Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder stellte einen Amoklauf und seine Ursachen in seinem Film Warum läuft Herr R. Amok? dar.

Inhaltsverzeichnis

* 1 Bekannte Amokläufe
o 1.1 Amoklauf in Camden (New Jersey, Vereinige Staaten)
o 1.2 Amoklauf mit Flammenwerfer in Köln (Deutschland)
+ 1.2.1 Weblinks
o 1.3 Amoklauf in Dunblane (Schottland)
o 1.4 Amoklauf in Port Arthur (Tasmanien, Australien)
o 1.5 Amoklauf in Jonesboro (Arkansas, Vereinigte Staaten)
o 1.6 Amoklauf in Littleton (Colorado, Vereinigte Staaten)
o 1.7 Amoklauf in Dillingen (Saarland, Deutschland)
o 1.8 Scharfschütze in Bad Reichenhall (Bayern, Deutschland)
o 1.9 Massenmord in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
o 1.10 Attentat in Meißen (Sachsen, Deutschland)
o 1.11 Amoklauf in Osaka (Japan)
o 1.12 Amoklauf in Zug (Schweiz)
o 1.13 Amoklauf in Erfurt (Deutschland)
o 1.14 Amoklauf im Indianer-Reservat Red Lake (Minnesota, Vereinigte Staaten)
o 1.15 Amoktat in Stuttgart-Zuffenhausen (Deutschland)
* 2 Weitere Amoktaten, -läufe

Bekannte Amokläufe

Amoklauf in Camden (New Jersey, Vereinige Staaten)

Am 6. September 1949 läuft Howard Unruh, ein arbeitsloser, 28-jähriger ehemaliger G.I. Amok und erschießt 13 Personen. (Quelle: Nation's first mass murder was the top story of Sept. 6, 1949.)

Amoklauf mit Flammenwerfer in Köln (Deutschland)

Am 11. Juni 1964 läuft Walter Seifert (* 1922; † 11. Juni 1964), ein Kriegsveteran, mit einem selbstgebauten Flammenwerfer in der katholischen Volksschule im Kölner Stadtteil Volkhoven Amok. Er tötet sieben Schülerinnen, einen Schüler und zwei Lehrerinnen und fügt 21 Kindern Brandverletzungen zu. Während des Amoklaufes nimmt er das Pflanzenschutzmittel E605 zu sich und stirbt daran am Abend des selben Tages. (Quelle: [1])

Amoklauf in Dunblane (Schottland)

Am 13. März 1996 erschießt ein 43-jähriger Mann 16 Erstklässler und deren Lehrerin in der Turnhalle der Grundschule des schottischen Dunblane. Bevor der Mann Suizid begeht, verletzt er noch weitere zwölf Schüler und zwei Lehrer.

Amoklauf in Port Arthur (Tasmanien, Australien)

Am 28. April 1996 werden 35 Menschen getötet und 19 zum Teil schwer verletzt, als ein Mann an einem warmen Sonntag mit einer Sporttasche voller Waffen das "Broad Arrow" Cafe in der historischen Touristenhochburg Port Arthur betritt und dort gezielt und eiskalt auf die Gäste schießt. Als mutmaßlicher Täter wird der 28-jährige Martin Bryant festgenommen. Er gilt als schwieriger Außenseiter, mit einem IQ von nur 66. Dennoch wird er für voll schuldfähig erklärt und zu 35 mal lebenslänglicher Haft und zusätzlichen 777 Jahren Gefängnis verurteilt. Jedoch gibt es bis heute einige Zweifler, die ihn als Sündenbock sehen.

Amoklauf in Jonesboro (Arkansas, Vereinigte Staaten)

Am 24. März 1998 lösen zwei Schüler falschen Feueralarm an ihrer Schule in Jonesboro aus. Als die Schüler ins Freie rennen, werden sie von den zwei Amokläufern mit einem Kugelhagel angegriffen. Dabei sterben vier Mädchen sowie eine Lehrerin und zehn Menschen werden schwer verletzt.

Amoklauf in Littleton (Colorado, Vereinigte Staaten)

Am 20. April 1999 töten die Schüler Eric Harris und Dylan Klebold, im Schulmassaker von Littleton an der Columbine Highschool in Littleton (US-Staat Colorado), vierzehn Mitschüler sowie einen Lehrer und verletzen 20 Menschen, bevor sie sich töten. Die Ursachen für diesen Amoklauf werden später im Film Bowling for Columbine zu analysieren versucht.

Amoklauf in Dillingen (Saarland, Deutschland)

Am 16. Mai 1999 im deutsch-französischen Grenzgebiet bei Dillingen (Saarland) tötet ein vorbestrafter 36-Jähriger innerhalb weniger Stunden fünf Menschen, verletzt elf und tötet sich selbst.

Scharfschütze in Bad Reichenhall (Bayern, Deutschland)

Am 1. November 1999 feuert ein 16-jähriger Lehrling wahllos vom Fenster des elterlichen Wohnhauses in Bad Reichenhall (Bayern) und tötet drei Passanten. Er erschießt seine 18 Jahre alte Schwester und bringt sich selbst um.

Massenmord in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen, Deutschland)

Am 9. November 1999 erschließt ein 34 Jahre alter Türke aus Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) sieben Mitglieder einer türkischen Großfamilie. Motiv war ein zurückgewiesener Heiratsantrag. Nach der Tat bringt er sich selbst um.

Attentat in Meißen (Sachsen, Deutschland)

Am 9. November 2000 in Meißen, Sachsen stürmt ein 15-jähriger Schüler maskiert in das Klassenzimmer der 9. Klasse des Gymnasiums Franziskaneum, geht mit zwei Messern auf eine Lehrerin los und sticht 22 Mal zu. Die 44-Jährige kann sich noch auf den Flur schleppen, stirbt dort. Der Schüler wird nach kurzer Flucht gestellt.

Amoklauf in Osaka (Japan)

Am 8. Juni 2001 überfällt ein 37-jähriger Japaner eine Klasse in Osaka und ersticht acht Kinder und verletzt 20 zum Teil schwer.

Amoklauf in Zug (Schweiz)

Am 27. September 2001 dringt der 57-jährige Friedrich Leibacher in das Parlamentsgebäude des Kanton Zug (Schweiz) ein und tötet drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Bei dem Zuger Attentat werden rund 15 weitere Menschen verletzt, darunter auch Journalisten.

Amoklauf in Erfurt (Deutschland)

Am 26. April 2002 tötet der 19-jährige Robert Steinhäuser im Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen, bevor er sich selbst tötete (Siehe dazu Amoklauf von Erfurt).

Amoklauf im Indianer-Reservat Red Lake (Minnesota, Vereinigte Staaten)

Am 21. März 2005 erschießt der 16-jährige Jeff Weise bei einem Amoklauf an der Red Lake Senior High School im Indianer-Reservat Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota neun Menschen und tötet sich danach selbst. 13 Menschen werden verletzt.

Amoktat in Stuttgart-Zuffenhausen (Deutschland)

Am Sonntag 3. April 2005 stürmt ein Tamile während des Gottesdienstes einer Tamilisch-Baptistischen Gemeinde in die Christuskirche der Evangelisch-methodistischen Kirche in Stuttgart-Zuffenhausen. Er schlägt mit einem Samuraischwert um sich, tötet dabei eine Frau und verletzt drei weitere Menschen schwer. Bei den Vorfall soll es sich um eine Tat aus Zorn über eine enttäuschte Liebe handeln. Der Tamile war kein Mitglied der Gemeinde.

Weitere Amoktaten, -läufe

* Ernst Wagner (1913)
* Charles Starkweather (1958)
* Charles Whitman (1966)
* Brenda Ann Spencer (1979)
* Woo Bum-kon, Südkorea (1982)
* Karel Charva (1983)
* James Oliver Huberty (San Ysidro McDonald's Massaker — 1984)
* Michael Robert Ryan (Hungerford Massaker — 1987)
* Julian Knight (the Hoddle Street Massaker — 1987)
* Marc Lepine (Montreal Massaker — 1989)
* Julio Gonzalez (Happyland Fire — 1990)
* Wayne Lo (Simon's Rock College) - 1992
* Valery Fabrikant - (1992)
* Colin Ferguson (1993)
* Martin Bryant (Port Arthur Massaker — 1996)
* Andrew Cunanan (1997)
* Mark O. Barton (1999)
* Martin Peyerl (1999)
* Benjamin Nathaniel Smith (1999)
* Nikolay Soltys (2001)
* Friedrich Leibacher (2001)
* Jean-Pierre Roux-Durraffourt, Tours, Indre-et-Loire - France (2001)
* Beltway-Heckenschütze (2002)
* Interstate 270 Heckenschütze (2003)
* Bart Ross, Chicago, (2005)
* Brian Nichols, Atlanta (2005)
* Terry Ratzmann, Wisconsin, (2005)

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