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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Wissenswertes zum Hospiz und zur Hospizarbeit
Ahasveru Offline

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Beiträge: 6.581

15.04.2006 19:10
Körperliche Anhaltspunkte des nahenden Todes antworten

Körperliche Anhaltspunkte des nahenden Todes

Jeder Todeseintritt ist ein sehr individueller Prozess, abhängig von der Persönlichkeit sowie des Krankheitsbildes. Gerade wenn der Sterbende zu Hause betreut wird ist es wichtig, die Phasen des Sterbevorgangs sicher zu begleiten und mit den Angehörigen die Unausweichlichkeit tragen zu können.
Bewusstseinsgetrübte Menschen nehmen weit mehr wahr, wie wir uns vorstellen können. Das Hörvermögen bleibt deutlich länger bestehen, als es ihnen gelingt, sich selbst zu äußern. Auch die Stadien der Bewusstseinstrübung schwanken erheblich. Durchaus erwachen Menschen, die im Koma liegen, noch einmal kurz vor ihrem Tode und können fähig sein, einige Worte zu äußern.
Der nahe Tod wird am deutlichsten durch die Veränderungen im Atemmuster wahrgenommen. Stunden bis Minuten vor dem Todeseintritt beobachtet man eine Atmung wie sie auch im Tiefschlaf vorhanden ist, nämlich an Intensität zu- und wieder abnehmend, dann von einer Pause des Atemstillstands abgelöst wird (sog. Cheyne-Stoke'sche Atmung). Kurz vor dem Tod ist häufig eine Schnappatmung zu beobachten, also unregelmäßig auftretende, unterschiedlich tiefe Atemzüge mit längeren Atempausen.
Beim tief Bewusstlosen tritt manchmal in den letzten Stunden die sog. Rasselatmung auf: grobe Geräusche, die durch Schleimansammlungen im Rachenraum und in den großen Luftwegen bedingt sind. Für den Sterbenden scheint sie keine Belastung darzustellen, die Einatmung ist meist kaum behindert. Für Pflegende können diese Geräusche jedoch sehr belastend werden, da sie die Befürchtungen nahe legen, der Sterbende werde ersticken. Hier kann ein mechanisches Absaugen oder eine Lageveränderung des Sterbenden Erleichterung bringen. Der Kreislauf zieht sich immer mehr auf die lebenswichtigen Organe zurück. Hat der Betroffene nicht hohes Fieber, werden die Extremitäten kalt, die gesamte Haut fühlt sich kühl an, wird blass, verfärbt sich grau-bläulich, bis hin zu fleckenartigen Veränderungen. Der Puls wird flach, ist kaum tastbar, unregelmäßig. Die Nierenausscheidung geht zurück, der Verdauungstrakt stellt seine Funktion ein. Manchmal kommt es kurz vor dem Tod zu Stuhl oder Harnabgang, dies ist eine unwillkürliche Entspannung der Ringmuskulatur.
Der Eintritt des Todes lässt die Gesichtszüge entspannen, Augen und Lider bewegen sich nicht mehr, Pupille wird groß und lichtstarr, Atmung und Herzschlag hören auf. Der physisch-klinische Tod ist eingetreten.
In anderen Kulturen und Religionen wird von der nun folgenden inneren Auflösung gesprochen, dem Rückzug der Energien in den Zentralkanal, die Auflösung von Winden und Essenzen.
Im tibetischen Totenbuch werden die Wandlungsphasen, die Stufen des Rückzuges der Elemente mit den damit verbundenen psychischen Wahrnehmungen erstaunlich genau beschrieben.
Wenn es möglich ist, diesem Prozess die Zeit und den Raum zu lassen, ist dies sehr deutlich zu beobachten, die Züge des Verstorbenen verändern sich, das Leben verlässt nun nach und nach den Körper.


Informationsquelle: http://www.homoeopathie-versand.de/produkte/Artikel_HZ.htm

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