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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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03.04.2006 13:24
Lebensqualität bis zum Ende [ BÜRSTADT] antworten

Lebensqualität bis zum Ende

"Palliative Care": Neues Beratungsangebot der Hospizinitiative im Ried in der Schubertstraße

mo. BÜRSTADT Die Hospizinitiative im Ried bietet seit vergangenem Donnerstag eine neue kostenlose Beratungsleistung in ihren Räumlichkeiten in der Schubertstraße 31 an. Zielgruppe sind pflegende Angehörige schwerstkranker Menschen, die auf Grund ihrer Situation nach zusätzlichem Rat und Unterstützung suchen. Die im Vorstand tätige Margarete Keilmann hat für sich im Rahmen einer fünfwöchigen Ausbildung die Qualifikation im Bereich "Palliative Care" erworben. Zweimal monatlich steht sie künftig für Fragen zur Verfügung.

Die Palliativmedizin ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die aktive und ganzheitliche Betreuung von schwerstkranken Patienten, bei denen der Sterbeprozess bereits unumkehrbar ist. Im Mittelpunkt steht die Therapie von Schmerzen sowie Kontrolle von Symptomen, die mit der Krankheit einhergehen, wie zum Beispiel Atemnot, Übelkeit, Erbrechen und Unwohlsein. Vermittelt werden dabei auch Kenntnisse in der Musik- und Aromatherapie, die insbesondere dann eingesetzt werden, wenn der/die Betroffene nicht mehr in eine Kommunikation treten kann.

Das Leben zu bejahen, um gleichzeitig das Sterben als einen natürlichen Vorgang zu betrachten, stellt eine komplexe Gratwanderung dar. Das Hauptziel dieses ganzheitlichen Pflegeansatzes ist die Aufrechterhaltung der bestmöglichen Lebensqualität für den Patienten, der so aktiv wie möglich bis zu seinem Ableben an den Vorgängen um ihn herum teilhaben soll, und für seine Familie.

Die Unterstützung bleibt dabei nicht allein auf die Phase der Erkrankung reduziert, sondern setzt sich bei der Trauerarbeit fort. Gerade im stationären Bereich stellt unter anderem auch das Angebot von Gruppengesprächen und die Zusammenführung von Angehörigen einen weiteren Schwerpunkt dar. Darüber hinaus wird auch die Beratung in juristischen Fragen angeboten, wie zum Beispiel in Bezug auf die Einzelheiten der Patientenverfügung.

Margarete Keilmann hat ihre Zusatzqualifikation im Palliativbereich berufsbegleitend an der renommierten Wannseeakademie in Berlin absolviert. Wer die Ausbildung anstrebt, muss in einem Pflegeberuf tätig sein. Auf Grund ihrer Arbeit als Krankenschwester am Mannheimer Klinikum hatte die Schriftführerin der Hospizinitiative diese Voraussetzungen voll erfüllt. Mit ihrem Abschluss in Berlin verfügt sie nun auch über die Berechtigung, ein Ansprechpartner für pflegende Angehörige zu sein.

"Meine Tätigkeit hat allerdings rein beratende Funktion", erklärt Margarete Keilmann in einem Gespräch dieser Zeitung. Die Hospizinitiative ist darum bemüht, die Trennung dieser Aufgabe von der praktischen Hilfe am Krankenbett zu gewährleisten: "Ich unternehme keine Krankenbesuche, sondern gebe den Angehörigen Ratschläge, wenn sie mich die Pflege betreffend um Auskunft bitten".

Der eine möchte vielleicht wissen, wie er bestimmte Wunden bei dem Patienten behandeln muss beziehungsweise Symptome richtig deuten kann, andere wiederum sehen sich bei der Schmerztherapie überfordert. Und dann gibt es sicher auch Betroffene, die sich auch einmal aussprechen wollen, die möglicherweise von der Frage nach dem Sinn ihres Schicksals bedrängt werden und darum mentale Unterstützung benötigen.

Das Büro der Hospizinitiative im Ried in der Schubertstraße 31 ist dienstags und donnerstags, von 15.30 bis 18 Uhr, besetzt.

Auskünfte unter Tel.: (06206)710203 oder montags bis freitags, von 18 bis 19.30 Uhr, unter der Handynummer: 0160-2370991.

Informationsquelle: http://www.wormser-zeitung.de/region/obj...ikel_id=2333545

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