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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Trauer um das Kind
Ahasveru Offline

Administration Forum
Beiträge: 6.581

06.10.2005 19:46
Die Mama hat dann geschrieen – so furchtbar geschrien antworten
Brigitte vom 09. Januar 2002

“Die Mama hat dann geschrieen – so furchtbar geschrien”

Artikel aus der Brigitte vom 09.01.2002 über das Thema Geschwistertrauer.

Der Albtraum aller Eltern: ein Kind stirbt. Und mit seinem Tod bricht alles zusammen. Eine extreme Belastung für Familien, vor allem aber für die, die glauben, jetzt besondres stark sein zu müssen: die verwaisten Geschwister.

Ein Report von Nina Poelchau

“Der liebe Gott will auch kleine Kinder im Himmel haben – er hat Chiara ausgesucht, weil sie von uns Schwestern die Liebste war”, flüstert Jacqueline. Sie kauert auf ihrem Bett, den Stoffhasen fest an sich gedrückt, die langen Haare lässt sie wie einen Schutzmantel vor ihr feenhaft zartes Gesicht fallen. Chiara war knapp zwei Jahre alt, als ihr Köpfchen vom Reifen eines Lastwagens überrollt wurde. Sie hatte sich von Jacqueline losgerissen. Die damals Vierjährige war die Einzige an der Unfallstelle - die Mutter, die eben das Auto weggefahren hatte, kam wenige Sekunden später hinzu, alarmiert von dem panischen Schrei “Mama - die Chiara....!!!”. “Die Mama hat dann geschrieen, so furchtbar geschrieen”, murmelt Jaqueline. Chiara war sofort tot. Die Mutter hielt sie im Arm wie eine Puppe, Jacqueline stand daneben, fassungslos und unbeachtet. In die Familie Merken zog vor drei Jahren das Entsetzen ein. Völlig unvorhersehbar, mit aller Macht. “Nichts ist mehr wie es war”, sagt die Mutter. Ihr Gesicht ist starr als könnte die kleinste Bewegung eine Schmerzattacke auslösen. Vor ihr, auf dem Küchentisch, türmen sich Fotos von Chiara. Und Bilder, die Jacqueline malt. Immer und immer wieder das selbe Motiv: Sie malt sich selbst und die kleine Schwester. Mal mit Luftballons, mal unter einem Regenbogen, mal zwei kleine, ernste Geister vor einem monströsen Kreuz. Die Unbeschwertheit ist aus dem Familienleben verschwunden - auch der Vater kommt dagegen nicht an, so sehr er sich um Fröhlichkeit bemüht. “Wenn ich mich nicht um die anderen Kinder kümmern müsste, ich würde Chiara folgen wollen”, sagt die Mutter. Die Kinder hören das, stumm - Jacqueline und die 16-jährige Sandra und Rafaela Chiara, die ein Jahr nach dem Tod der Schwester auf die Welt kam, heute drei Jahre alt ist und der verstorbenen Schwester “zum Verwechseln ähnelt”, wie einige Freunde versichern. Überall im Haus hängen Fotos, die Chiara zeigen. Die Eltern und Jacqueline tragen ein Medaillon mit dem eingravierten Namen des verstorbenen Mädchens. “Ich will immer über meine Tochter sprechen. Mich verfolgt die Angst, dass Chiara verloren geht, wenn wir nicht mehr über sie sprechen”, sagt Margret Merken. Jacqueline spricht von der Schwester wie von einer Heiligen. Andreas, der 21-jährige Bruder und Sandra haben sich geweigert, ein Medaillon zu tragen. Sie wollen auch nicht ständig zum Friedhof gehen. “Manchmal ist mir das alles ein bisschen zuviel hier”, sagt das Mädchen vorsichtig, als die Mutter nicht im Raum ist. Sandra trauert unbemerkt. Sie weint abends, im Bett. Um die Schwester. Um die heile Welt von einst.

Mehr als 25000 Kinder und Jugendliche sterben jedes Jahr in Deutschland – durch Unfall, Krankheit, Mord oder Suizid. Das Leben der Familien ändert sich radikal. Das Gefüge von Rollen, Funktionen und Beziehungsstrukturen zerbricht, das seelische Gleichgewicht des Ganzen aber auch jedes einzelnen geht verloren. Für sehr lange Zeit, manchmal für immer. Die Eltern sind überwältigt von Schmerz, ihr Entsetzen macht sie unzugänglich, auch für die nächsten Angehörigen. Die Geschwister haben einen Menschen verloren, mit dem sie Mutter und Vater, die Spielsachen, die Geheimnisse teilten. Sie haben ihre verstorbenen Geschwister geliebt und gehasst, mit ihnen geschmust und gestritten und äußerste Schwierigkeit, die Endgültigkeit ihres Todes zu begreifen. Meist sind sie allein mit ihren Gefühlen, mit ihrem Bedürfnis nach Trost. Sie beobachten ohnmächtig wie die Eltern leiden und wollen sie nicht auch noch mit ihrem eigenen Schmerz belasten. Im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft stoßen sie fast immer auf Hilflosigkeit, auf betretenes Schweigen. Christine Fleck-Bohaumalitzky aus München, zweite Vorsitzende des Bundesvereines “Verwaiste Eltern” in Deutschland, steht immer wieder fassungslos vor der Frage: “Wohin wenden sich die Geschwister – wo bleiben sie bloß mit ihrem Schmerz?” Vor kurzem nahmen zwei Schwestern, elf und 13 Jahre alt, an einem Seminar für trauernde Geschwister teil. Ihr Bruder war mit drei Jahren an einem Herzfehler gestorben. “Die Mädchen sind völlig verstummt. Sie haben sich verkrochen, nicht mal miteinander haben sie über ihre Trauer gesprochen”, sagt Fleck-Bohaumalitzkiy Erst in der Gruppe fanden die Mädchen Zugang zu ihren Gefühlen. Sie weinten und weinten. Und sie sprachen auch das aus, was sie vorher für viel zu verwerflich hielten um es sich einzugestehen: Ihre Wut und Enttäuschung, weil die Eltern mit allen ihren Gefühlen immer nur auf den Bruder fixiert waren – seit seiner Geburt und über seinen Tod hinaus.

Ariane Roth weiß, wie schwer es ist, die gesunden Geschwister zu berücksichtigen, wenn ein Kind todkrank ist. Nadja, ihre Tochter, starb mit sieben Jahren an Leukämie. Ganze Wochen hat die Mutter in der zwei Stunden entfernten Klinik verbracht – die Tage und die Nächte. Den einen Sohn, der im Kindergarten-Alter war, nahm sie mit ins Tübinger “Geschwisterhaus”. Paul, der Ältere, musste zur Schule. Der Vater war beruflich absorbiert, die Großeltern sprangen ein. “Sie konnten mit der Situation schlecht umgehen – sie haben sich mehr um den Haushalt und den Garten gekümmert als um das Kind”, urteilt Ariane Roth. Wie Paul die Zeit verkraftet hat, weiß sie bis heute nicht. Ebenso wenig, wie er den Tod der Schwester verarbeitet. Ob es ihn quält, dass er sie kurz vor ihrem Tod in einem Streit als “Glatzkopf” bezeichnete, ob er sich zurückgesetzt fühlt, wenn alle, die Nadja kannten, sagen: “Sie war ein besonderes Kind. Sie war schon auf der Erde wie ein Engel”. Paul spricht nicht über seine Gefühle, obwohl in der Familie offen mit dem Tod umgegangen wird. Er lehnt es ab, an einer Gruppe für trauernde Geschwister teilzunehmen. Als der Religionslehrer seine Klasse fragte, ob es jemanden gebe, der Erfahrungen habe mit “Tod und Sterben”, hat er sich nicht gemeldet. Ariane Roth hat sich lange Sorgen gemacht. Sie hat mit Paul gebetet, mit ihm gemalt und Kinderbücher zum Thema vorgelesen - “Die Brüder Löwenherz” zum Beispiel und “Bleib, mein goldener Vogel”. Sobald das Gespräch auf Nadja kam, lenkte Paul ab. “Inzwischen habe ich mich damit abgefunden”, sagt die Mutter, ihre Stimme klingt müde, “ich denke, jeder hat seine eigene Art zu trauern, und das ist die Art von Paul. Ich muss sie respektieren - auch wenn sie uns trennt”.

“Die meisten Geschwister haben gute Voraussetzungen, den Verlust zu verarbeiten”, betont Professor Johann-Christoph Student, Leiter des Hospizes in Stuttgart. Er warnt davor, die Kinder zwingend in therapeutische Hände zu geben und sie damit noch einmal in eine Außenseiter-Rolle zu drängen: “Wichtig ist, wie die Eltern, wie das Umfeld mit der Situation umgeht. Davon hängt ab, ob der Tod des Bruders oder der Schwester in das Leben integriert werden kann.” Dass die Eltern zumindest in den ersten Wochen unfähig sind, die anderen Kinder wahrzunehmen, ist unvermeidlich. Das Umfeld ist gefordert, dringend. Doch viel zu oft versagen die Mitmenschen, sie weichen dem Kontakt aus oder flüchten sich in platte Trostsprüche wie “Kopf hoch, das wird schon wieder” oder “Du hast doch noch den anderen Bruder”. “Viele gehen dem Thema aus dem Weg als wäre der Tod ansteckend”, sagt Fleck-Bohaumalitzky. Die Geschwister brauchen jemanden, der selbst nicht involviert ist, der einfühlsam fragen und vor allem geduldig zuhören kann.

Sebastian ist 16. Ein großer Junge, blond, mit sanften Zügen und scheuen, traurigen Augen. Seit Shantala nicht mehr lebt, schleicht er durchs Haus, unsicher, gebeugt. In der Schule ist er still geworden, immer wieder schläft er im Unterricht ein. Über seinen Kummer spricht er kaum – und wenn, dann nicht zuhause, sondern mit einem Freund, bei dem er auch die ersten Tage nach der schrecklichen Nachricht verbrachte. Shantala, die Lebensfrohe, das Naturkind, hatte mit 16 aufgehört zu essen – bis heute gibt es dafür keine schlüssige Erklärung. Als sie nur noch 40 Kilo wog, ließ sie sich in eine Klinik für Suchtkranke einweisen, fest entschlossen, dort gesund zu werden und nach den Ferien wieder in die Schule zu gehen. Die Therapie wirkte nicht. Sanktionen drohten, weil sie das Essen immer noch heimlich erbrach. Shantala lief weg. Sie fuhr mit dem Zug nach Stuttgart, suchte einen entlegenen Abschnitt aus und legte sich auf die Schienen.

Sebastian und seine Schwester hatten ein ungewöhnlich enges Verhältnis gehabt. “Sie ist wie ein Vorbild für mich, sie hat mir immer geholfen und mich mitgezogen”, sagt Sebastian. Seine Stimme bricht. Ein Tisch in seinem Zimmer ist der zwei Jahre älteren Schwester gewidmet. Fotos stehen darauf und Kerzen. Um Shantala nahe zu sein, hört Sebastian ihre Musik. Er spielt ein paar Stücke vor, Hardrock der Gruppen Nirwana und Eels. “Warum gerade unsere Familie?”, stößt er hervor und versucht, die Tränen zu unterdrücken, “warum Shantala?” Wie Blei liegt der Verlust über den Tagen. Die Ehe ist auseinander gebrochen, wie so häufig, wenn Kinder sterben, der Vater ist weg gezogen und meldet sich kaum. “Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben”, sagt Carmen Brüderlin, die Mutter, “jeder Handgriff kostet Mühe und hindert mich das zu tun, was ich eigentlich tun will: Mich dieser wahnsinnigen Sehnsucht, diesem unendlichen Heimweh hingeben nach meiner Tochter.” Die Frage nach dem Warum ist wie eine Heimsuchung, klebrig wie Pech. Sie läuft ins Leere, immer. Haben Drogen eine Rolle gespielt? Haben die Therapeuten versagt? Warum hat Shantala nicht angerufen, warum fuhr sie gerade nach Stuttgart, warum hinterließ sie kein Wort, keinen Trost? Sebastian hat die Schwester in der Klinik nicht besucht, das setzt ihm zu. “Ich war so sicher, dass sie das dort schafft”, murmelt er. Wie ein Artist balanciert er seit dem Tod zwischen dem Bedürfnis, sein eigenes Leben zu leben und dem Versuch, der Mutter beizustehen. Manchmal setzt er sich einfach über ihre Sorgen hinweg und düst auch bei regennasser Straße mit Shantalas altem Roller abends zu seinen Kumpeln ins Nachbardorf. Doch oft bleibt er zuhause – “dann, wenn ich nicht so gut drauf bin”. Dann, wenn ihm die Kraft fehlt zu ignorieren, dass seine Mutter geängstigt und rettungslos traurig im Haus hin und herlaufen würde - so lange bis er zurück kommt.

Viele Jugendliche in Sebastians Situation spielen mit dem Gedanken, dem Geschwister in den Tod zu folgen, ist den wenigen Studien zu entnehmen, die es zum Thema gibt. “Daran denke ich nie”, sagt Sebastian und gibt sich Mühe ein heiteres Gesicht zu machen. Die frühere Lebensfreude der Schwester sieht er als Vermächtnis. Er ist sicher: Wenn sie könnte, dann würde Shantala ihm zurufen: “Hey, kleiner Bruder, lebe! Und pass auf Mama auf. Wir beide treffen uns wieder, kleiner Bruder – eines Tages, bestimmt.”

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche missverstanden, hat Student beobachtet, da sie anders trauern als Erwachsene. Gerade Kinder können todtraurig sein und einen Moment später wieder kichern und herumalbern. Jugendliche tun sich schwer, ihre Gefühle auszusprechen - und wenn sie sie artikulieren, dann meist in Andeutungen oder für sich allein in Gedichten und Tagebucheinträgen. Oft distanzieren sie sich vom kollektiven Trauern in der Familie - was die Eltern verletzt. Sie entwickeln ihre eigenen Rituale. Hören Musik, die sie mit dem Verstorbenen verbindet, tragen deren Kleider, lesen ihre Bücher oder richten eine eigene Gedenkstätte ein - in ihrem Zimmer oder irgendwo im Wald.

Christoph ist vor sechs Jahren auf einer Urlaubsreise im Auto verbrannt, mit 19. Die zwei Jahre ältere Kathrin war für ihn Kumpel, Vertraute und große, vernünftige Schwester zugleich gewesen. Sie hatte ihm aus verfahrenen Situationen geholfen, ihn vor den Eltern verteidigt und mit ihm die Begeisterung für Vespas und alte Autos geteilt. Nach dem Unfall des Bruders geriet Kathrins Leben aus den Fugen. Sie war rastlos, verstört, unfähig, die Situation wirklich zu erfassen. Die Qualen der Mutter konnte sie ebenso schwer ertragen wie die Arbeitswut des Vaters. Verzweifelt suchte sie die Nähe zum Bruder - sie trug seine Jeans, obwohl die viel zu groß waren, schlief in seiner Bettdecke und schnüffelte in seinen Jacken und Pullovern nach seinem Geruch wie eine Süchtige. Kathrin verlor die Lust an der Ausbildung, ihre Noten in der Berufsschule sackten ab. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund zerbrach, weil der mit ihren Gefühlsschwankungen nicht umgehen konnte.

Als sich der Todestag jährte, fuhr Kathrin an den Unfallort in Italien. Sie stieß auf Plastikteile, die von Christophs Auto stammten. Was sie auf dem Friedhof in München immer vermisst hatte, empfand sie an der Unglücksstelle: Einen Moment absoluter Nähe zum Bruder. Und gleichzeitig, wie einen Axthieb, der alle noch so irrationalen Hoffnungen zerschlägt: Die Gewissheit, dass er tot war. Als sie zurück in München war, schloss Kathrin sich einer Gruppe für trauernde Geschwister an: “Ich hatte das Gefühl, dass ich mich jetzt mit meinem Bruder und seinem Tod beschäftigen muss, um nicht irgendwann in 20 Jahren von ihm eingeholt zu werden”, schreibt sie in einem Erfahrungsbericht für das Buch “Überall deine Spuren”. Mit viel Überredungskunst gewann sie ihre Eltern für ein Seminar für trauernde Familien. Dort sprach der Vater über seine Gefühle - endlich. Sein Schmerz tat Kathrin weh, doch sie empfand ihn als Erlösung: “Es sind anstrengende und zermürbende Tage, aber wir haben das Gefühl, gut aufgehoben zu sein und von den anderen Familien verstanden zu werden”, fasst sie zusammen. Kathrin sagt, dass es ihr heute gelinge, das Schicksal des Bruders zu akzeptieren: “Nur noch sehr selten falle ich in das schwarze Loch, das mich anfangs gefangen gehalten hat”, beschreibt sie. Inzwischen hat sie ein Studium zur Wirtschaftsingenieurin absolviert und einen neuen Partner, der Christoph gut kannte. Kathrin schreibt: “Heute stelle ich fest, dass ich sehr viel dazu gelernt habe, meine Lebensprioritäten anders setze und Freundschaften genauer beleuchte und auswähle. Ich habe mich verändert, bin ernster, kritischer, erwachsener geworden als viele meiner Freunde.” Kaum noch ringt sie mit dem Gefühl, am liebsten mit Christoph tauschen zu wollen, “um ihm die Gelegenheit zu geben, schöne Dinge zu erleben, die ich noch erleben darf”.

Oft lasten irrationale Schuldgefühle auf den Schultern trauernder Geschwister – meist mit der bösen Kraft des Unbewussten. Der Ravensburger Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Markus Löble, schreibt in einer seiner Arbeiten: “Manche Kinder sind still für sich überzeugt: Der Falsche hat überlebt, und das bin ich”. Je stärker das tote Geschwister in der Familie glorifiziert wird, desto größer ist die Gefahr, dass die Zurückgebliebenen ihre eigene Daseinsberechtigung anzweifeln, sich als schlechte Alternative empfinden. Manche manövrieren sich in eine unlösbare Situation: “Sie leben zwei Leben – ihr eigenes und das des toten Geschwisters”, schreibt Löble, “sie wollen die Eltern für den Tod des Kindes entschädigen - und müssen daran scheitern.” Ein Problem, das ganz besonders für Kinder gilt, die nach dem Tod des Geschwisters geboren werden.

Fast immer quälen sich die Überlebenden mit dem Gefühl, versagt oder etwas versäumt zu haben. Sie werfen sich frühere Streitereien vor, sie wünschen sich sehnlichst, einen bestimmten Satz nie gesagt zu haben.

Wenn die Eltern auch unfähig sind, sich in der Extremsituation in ihre Kinder einzufühlen, einige Grundbotschaften sollten sie immer wieder aussprechen, rät Professor Student, der Leiter des Stuttgarter Hospizes: “Du kannst nichts dafür” zum Beispiel oder “wir sind froh, dass wir dich haben - genau so, wie du bist”.

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