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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Buch - Vorstellung(en) und Besprechung(en)
Ahasveru Offline

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Beiträge: 6.581

18.03.2006 22:31
Alice Sebold „ In meinem Himmel“ antworten
Alice Sebold „ In meinem Himmel“

Der zweite Roman von Alice Sebold ist ein durchschlagender Erfolg
Der „Stern“ schrieb über dieses Buch: „Ein Roman nicht über das Sterben, sondern über das Leben, das kostbar ist und einzigartig und unvergesslich!“ Und genauso ist es.
Susie Salmon ist ein ganz normaler Teenager in einer ganz normalen amerikanischen Kleinstadt, mit einer ganz normalen Familie, Vater, Mutter, eine Schwester, ein Bruder. Sie hat ganz normale Freunde, ganz normale Interessen. Sie ist wie jeder Teenager, führt ein Leben mit normalen Träumen und Hoffnungen doch all das ist an einem Dezembertag im Jahre 1973 zu Ende, als ein normaler Nachbar sie in eine Falle lockt, sie vergewaltigt und tötet. Er ist ein Profi, Susies Leiche wird nie gefunden. Doch Polizei, Freunde und Angehörige sehen bald ein, das ihr Leben ohne Susie weitergehen muss. Sie ist tot.

In ihrem eigenen Himmel lebt sie aber weiter, beobachtet die Welt unter ihr und versucht ihrerseits mit der neuen Situation klar zu kommen. Sie erschafft sich ihr kleines Paradies, doch kann sie ihr Erdenleben nicht loslassen; ihre Familie und ihre Freunde nicht. Diese zerbrechen derweil an dem schmerzlichen Verlust, suchen nach Wegen um eine gewisse Normalität herzustellen. Nach und nach muss Susie einsehen, das sie und ihre Familie erst dann in Frieden leben können, wenn sie ihren eigenen Schmerz überwunden und ihr Schicksal akzeptiert hat.

Die Charaktere sind so überzeugend, die Situation so grausam und doch real dargestellt. Susies Verzweiflung, mit der sie sich an ihr Leben klammert ist nachvollziehbar und verständlich, wird durch kleine Episoden aus ihrer Vergangenheit immer wieder unterstützt. Man leidet als Leser mit der Familie und den Freunden, doch fleht innerlich fast, Susie möge sie doch endlich loslassen. Auch bleibt es lange spannend, ob ihr Mörder doch noch geschnappt wird.

Nach dem lesen dieses Romans hat man das Gefühl, das wenn der Himmel wirklich so ist, wie er hier beschrieben wird, der Tod vielleicht gar nicht so schlimm sein kann.


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