Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Augenblicke zwischen Leben und Tod


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 789 mal aufgerufen
 Trauer um das Kind
Ahasveru Offline

Administration Forum
Beiträge: 6.581

06.10.2005 17:46
Freizeitpädagogische Maßnahmen für trauernde Geschwister antworten

Freizeitpädagogische Maßnahmen für trauernde Geschwister

Einleitung:

Über Trauer ist in den letzten zwei Jahrzehnten viel geschrieben worden. Als Thema ist dieser Begriff seit Beginn der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts regelrecht in Mode. Um so erstaunlicher ist, dass die Trauer von Kindern und Jugendlichen lange nicht so recht Beachtung fand. Der Grund dafür ist wahrscheinlich weniger in einem völlig anderen Umgang der Kinder mit Verlusterfahrungen als vielmehr darin zu suchen, dass ihnen von Seiten der Erwachsenen ein "normales" tieferes Trauererleben abgesprochen wird. Zwei Erklärungsversuche dafür sind: 1.die Erwachsenenplatitüde: "Darüber kann man mit Kindern nicht reden, dafür sind sie noch zu klein." und 2. die häufige Beobachtung, dass Kinder über ihre Verlusterfahrung oft wenig bis gar nicht reden. Festzuhalten ist: Kinder trauern! Sie nehmen ihre Verlusterfahrungen mit auf ihren Weg und dieser wird davon beeinflusst.

Ein großer Unterschied zur Trauer von Erwachsenen ist eher der, dass Kinder für den Umgang mit ihrer Trauer Vorbilder benötigen. Denn wenn ein 8jähriges Kind den Vater verliert, hatte es in der Regel noch nicht die Möglichkeit zur Ausprägung eines individuellen Umgangs mit Verlusterfahrungen. Es wird zwar offen für eine Auseinandersetzung sein, aber es richtet seine Verhaltensweisen an den Reaktionen seiner Umwelt aus. Hier kommt den Erwachsenen eine wichtige Funktion zu, nämlich Vorbild zu sein und Stellung zu diesem Thema zu beziehen. Diese Aufgabe - und Chance zugleich - wird aber in sehr vielen Fällen von den Erwachsenen nicht oder nur unzureichend wahrgenommen.

Genau an dieser Stelle setzen Maßnahmen an, welche die Geschwistertrauer unterstützen. In unserem Falle sind dies "freizeitpädagogische Wochenendmaßnahmen für Kinder und Jugendliche nach dem Tod ihrer Schwester bzw. ihres Bruders."

Solche Wochenendfreizeiten führt der Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V. zusammen mit der Universitäts-Kinderklinik Tübingen nun schon seit mehreren Jahren durch. Sie sind Teil eines Betreuungskonzeptes für trauernde Geschwister und werden einmal im Jahr angeboten. Im Schnitt nehmen hieran ungefähr 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren teil.

Der nun folgende Teil dieses Artikels ist ein Erfahrungsbericht und stützt sich im wesentlichen auf die Erkenntnisse der durchgeführten Einzelbetreuungen und der erwähnten Wochenendfreizeiten.

Mit welchen konkreten Erfahrungen kommen die Kinder und Jugendlichen auf solch ein Wochenende?

Drei Beispiele:

1. Im Alter von vier Jahren verliert Birgit ihre vier Jahre ältere Schwester nach einer langwierigen und anstrengenden Therapie an Krebs. Einige Jahre besteht diese neue Situation für die Familie nun schon, und das Belastende dieser Erfahrung beeinflusst nach wie vor das Miteinander in der Familie. Birgit erinnert sich an wenig konkrete Begebenheiten, die sie mit ihrer Schwester, dem Krankenhausaufenthalt und dem erlebten Sterben verbindet. Trotzdem ist für sie noch immer deutlich zu spüren, dass etwas Schlimmes geschehen und nicht in Ordnung ist, und dass dies auch fest mit ihrem eigenen Leben verbunden bleiben wird.

Mit diesem Hintergrund meldet sie sich auf unsere erste Wochenendfreizeit an.

2. Die 13jährige Schwester des 15jährigen David wird in einer Kinderklinik an einer Krebserkrankung behandelt. Nachdem sich die Erkrankung auch unter der Therapie weiter ausbreitet, teilen die Ärzte ihr mit, dass keine Möglichkeit auf Heilung mehr bestehe. Sie wird aus der Klinik in den Kreis ihrer Familie entlassen. Nach einiger Zeit ist sie an ihr Bett gefesselt. Trotz des wiederholten Angebotes von außerhalb, ambulante Pflegekräfte für die Entlastung der Familienmitglieder einzusetzen, nehmen die Eltern diese notwendige Unterstützung nicht an. David wird in die Betreuung seiner kranken Schwester stärker mit einbezogen. Er verbringt öfter schier endlose Nächte im Zimmer seiner sterbenden Schwester. An den auf die Nachtwache folgenden Morgen besucht David wie gewohnt die Schule. Eine Situation, die ihm viel abverlangt und ihn bis aufs äußerste überbeansprucht. Seine Schwester stirbt nach mehreren Monaten schließlich einen langsamen qualvollen Tod.

Aus dieser Situation heraus nimmt David an unserem ersten Wochenende teil.

Um das Spektrum der verschiedenen Situationen zu verdeutlichen, möchte ich noch ein weiteres Beispiel anführen, welches auf der Erfahrung mit Trauerseminaren für erwachsene Geschwister beruht.

3. Die 38jährige Mutter eines 5jährigen Kindes besucht ein Seminar für trauernde erwachsene Geschwister. Der Grund für die Teilnahme an diesem Seminar liegt fast 30 Jahre zurück in ihrer eigenen Kindheit. Damals verlor sie ihren 2 Jahre älteren Bruder durch einen Unfall. Irgendwann hat sie sich gefragt, warum sie mit ihrem eigenen Sohn heute so vorsichtig umgeht und so oft Angst um ihn hat - in einem besonderen Maße. Sie entdeckt Parallelen zu ihrer Kindheit und dem Verhalten ihrer Eltern nach dem Tod ihres Bruders. Für einen offenen Umgang mit der Trauer war in ihrer Herkunftsfamilie kein Platz. Der verstorbene Bruder wurde kaum erwähnt, über die Umstände dieses unnatürlichen Todes nicht gesprochen. Auf dem Seminar wollte sie noch einmal bei der verdrängten Trauer um ihren Bruder ansetzen, sich Zeit für diese Verlusterfahrung nehmen und ihre Trauer ansatzweise nachholen. Nicht zuletzt, um in der Erziehung ihres eigenen Sohnes klarer zu sehen und ihre Erlebnisse von früher nicht ungefiltert auf ihn zu übertragen.

Die Trauer um ein Geschwister hat viele Facetten, auch viele unterschiedliche Ausgangssituationen. Die drei Beispiele machen aber auch deutlich, wie wichtig jegliche Form der Auseinandersetzung mit diesen Erlebnissen ist. In den Familien ist es oft schwer, eine Kommunikation hierüber aufrechtzuerhalten. Angebote für Geschwisterkinder sollen diese Auseinandersetzung anregen und in Gang halten.

Wie sind die Wochenenden für trauernde Geschwister aufgebaut?

Der Aufbau dieser Wochenenden folgt im Groben immer wieder der gleichen Struktur:

* Ankommen und Warmwerden:

das Kennenlernen der Umgebung und der Teilnehmer und das Herantasten an das gemeinsame Thema

* Beschäftigung mit den vorbereiteten Inhalten zum Thema Trauer und Freizeitaktivitäten:

in altersgerechten Gruppen setzen sich die TeilnehmerInnen mit ihren Erfahrungen auseinander/ vorbereitete Freizeitaktivitäten bieten die Möglichkeit zum Austausch, näheren Kennenlernen und Spaß haben

* Abschließen der erlebten Erfahrungen:

ein Übergang von der Freizeitmaßnahme in den Alltag soll gewährleistet werden.

Das Besondere dieser Freizeitmaßnahmen ist sicher, dass die oben beschriebene Struktur so unbedingt eingehalten werden sollte. Die Kinder und Jugendlichen brauchen den behutsamen Umgang mit dem, was sie erlebt haben und auf dem Wochenende berichten. Ebenso brauchen sie die Möglichkeit, begonnene Prozesse abzurunden, um nach dem Ende der Maßnahme vorbereitet in ihren Alltag zurückkehren zu können. So sollten z.B. angesprochene Themen abgeschlossen, Emotionen so gut es geht fertig begleitet und helfende Strukturen für die Zeit danach besprochen sein. Dies ist, betrachtet man den begrenzten zeitlichen Rahmen einer drei oder vier Tage dauernden Veranstaltung, ein hoher und nicht immer leicht einzulösender Anspruch. Es erfordert von den BetreuerInnen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Flexibilität und Kompetenz. Das Arbeiten mit trauernden Kindern und Jugendlichen, mit ihren Geschichten, ihrer emotionalen Seite der Trauer, schreibt dieses Setting aber nahezu vor.

Nach diesem groben Überblick über die benötigten Strukturen möchte ich noch auf einige der verwandten Arbeitsmethoden eingehen.

Bei ganz verschiedenartigen Angeboten (z.B. Malen) haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich mit ihrer eigenen Situation auseinanderzusetzen. Diese Erfahrungen können vor allem die Jugendlichen in eine sich anschließende Gesprächsrunde einbringen. Hier werden dann auch Erlebnisse, Reaktionen, kränkende und unterstützende Erfahrungen besprochen. Wer sich nicht ausführlich äußern möchte, bekommt durch die Berichte und Reaktionen der anderen wichtige Informationen. Er lernt so, die eigene Situation für sich einzuordnen (z.B. "Den meisten anderen geht es ja ganz ähnlich wie mir."). Darüber hinaus greifen die Gruppenleiter immer wieder in die Gespräche ein, fordern bestimmte Fragen heraus oder äußern ihre Meinung zu unhaltbaren Vorstellungen über bestimmte Zusammenhänge wie z.B. "Mein Bruder ist krank geworden, weil wir uns kurze Zeit vorher noch gestritten haben.".

Die jüngeren Teilnehmer drücken ihre Ansichten und Gefühle eher in den gemalten Bildern oder den getonten Skulpturen aus, und kommen dann darüber nebenher, wie beiläufig, mit den Gruppenleitern ins Gespräch.

Ein großformatiges Freizeitbuch bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, gemalte Bilder einzukleben und eigene Gedanken, widersprüchliche Fragen oder wichtige Erkenntnisse aufzuschreiben. Das Buch soll die Teilnehmer animieren, das Persönliche ihrer Trauer festzuhalten und auf die ganz verschiedenen Vorstellungen trauernder Geschwister aufmerksam zu machen. Die Erlaubnis der AutorInnen vorausgesetzt, wird dieses Buch besonders gerne auch von den Eltern der Kinder eingesehen.

Ferner suchen wir für das jeweilige Wochenende ein Leitthema heraus, wie z.B. Universum oder Indianer (Traumfänger, Riten). Den Kindern und Jugendlichen verschafft dies eine grobe Vorstellung von der Freizeitmaßnahme und motiviert sie, sich anzumelden. Es ist gleichzeitig aber auch für die Leiter eine gute Möglichkeit, in die inhaltliche Auseinandersetzung einzusteigen. Bei dem Leitthema "Universum" bastelten wir mit den TeilnehmerInnen z.B. einen funktionsfähigen Heißluftballon in der Größe von 1,5 x 2,5 Metern. Es war für die Kinder eine sehr aufregende Aktion. Die MitarbeiterInnen nahmen es als Aufhänger, andere Themen wie z.B. Sterne, Himmel, Abschied anzusprechen.

Einen Teil der Samstagnachmittage nutzen wir für gemeinsame Gruppenerlebnisse wie Schwimmen oder ins Kino gehen. Auch diese, vor allem auf das Erleben und das gegenseitige Kennenlernen ausgerichteten Angebote, sind eine gute Möglichkeit, mit den anderen über den Tod des Geschwisters ins Gespräch zu kommen. Beim Anschauen eines Filmes stellt man vielleicht fest, dass man seit dem Tod des Bruders nicht mehr im Kino war oder dass die jüngere Schwester immer nur ganz bestimmte Filme anschauen wollte. So gesehen ist solch eine Wochenendfreizeit Programm an sich.

Wie gehen die TeilnehmerInnen mit ihren Erfahrungen auf der Freizeit um?

Das unterschiedliche Alter der TeilnehmerInnen erfordert differenzierte Angebote und Vorgehensweisen. Stimmt die Atmosphäre und ist der Einstieg gut gewählt, sind die Kinder und Jugendlichen offen für eine Auseinandersetzung mit ihrem Thema. Geschwisterkinder reden zu Hause oft wenig oder gar nicht über ihre verstorbenen Brüder bzw. Schwestern. In den Gesprächsrunden auf den Freizeiten machen wir eine andere Erfahrung. In der Gruppe mit anderen Betroffenen ist es ihnen eher möglich, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Viele erleben gerade dies als regelrecht befreiend. Die ganz ähnlichen Themen, Erlebnisse und Fragen sind für alle interessant. Die einzelnen Inhalte des Wochenendes erleben die TeilnehmerInnen jedoch ganz unterschiedlich.

Trauerreaktionen zu zeigen und sie bei anderen zu erleben, ist wichtig. Es hilft den Kindern und Jugendlichen bei der Ausprägung ihres eigenen Stils, ihres eigenen individuellen Umgangs mit Verlusterfahrungen. Dies wiederum ist für alle Betroffenen eine wichtige Orientierung. Hieraus erwächst ihnen Kraft, und sie können Strategien entwickeln, diese traumatische Erfahrung in ihr Leben zu integrieren.

Aber auch gemeinsam Spaß zu haben gehört dazu. Auf der Freizeit können die Geschwister lernen, dass beides sein kann und darf.

Rückmeldungen der TeilnehmerInnen nach der Freizeit

Beschäftigt man sich mit der Wirkung der inhaltlichen Auseinandersetzung trauernder Kinder und Jugendlicher auf einer Freizeit, wird deutlich, dass die TeilnehmerInnen ganz unterschiedliche Schlüsse aus dem Erlebten ziehen.

Hier einige Beispiele:

* Eine 17jährige Teilnehmerin berichtet, dass die erste Wochenendfreizeit mit Abstand die intensivste für sie gewesen ist. Die Art der Auseinandersetzung war für sie neu. Anderen Betroffenen zu begegnen, hat bei ihr sehr viel angestoßen. Und überhaupt hätten diese Freizeiten das Verhältnis zu und die Trauer um ihren Bruder in einer ganz besonderen Art und Weise beleuchtet.
* Ein Schwesternpaar erzählt nach einer Wochenendfreizeit, dass sie beide nicht mehr mitfahren möchten, da es für sie zu traurig gewesen sei. Diese ganz andere Meinung lässt sich einordnen, wenn man die Situation in der Familie kennt – die Trauer um ihren verstorbenen Bruder hat hier nämlich kaum Platz.
* Ein 15jähriges Mädchen kommt zu dem Schluss, dass sie sich lieber öfter mit den anderen treffen möchte. Sie will ihre Erfahrungen aufschreiben und die anderen motivieren, dies auch zu tun. Gemeinsam etwas bewegen, vielleicht mit den gesammelten Texten ein Buch herausbringen.
* Der mittlerweile 19jährige David (siehe Beispiel weiter oben) ist nun schon 4 mal dabei gewesen. Er ist der Älteste und der Gruppe eigentlich ein wenig entwachsen. Die gemeinsame schwere Erfahrung und das gemeinsame Erleben der Wochenendfreizeiten sind für ihn aber Grund genug, sich wiederholt anzumelden. Er hat in dieser Zeit einen Weg gefunden, den Tod seiner Schwester in sein Leben zu integrieren.

Rückmeldungen aus den Familien

Die Eltern berichten, dass die Freizeitmaßnahmen für sie und die ganze Familie sehr wertvoll sind. Besonders in der Zeit direkt im Anschluss daran seien ihre Kinder dem Thema aufgeschlossener gegenüber und würden überhaupt mehr von ihren eigenen Gedanken mitteilen.

Die Situation zwischen Eltern und Geschwisterkindern in der Zeit nach dem Tod eines Kindes ist allzu oft verfahren. Die Eltern wünschen sich von ihnen etwas zu erfahren. Sie würden gerne einordnen können, welchen Stellenwert der Tod des Bruders bzw. der Schwester für sie hat. Oft sind sie aber selber vorsichtig und sprechen ihre Kinder nicht direkt darauf an, weil sie denken, sie würden diese damit überfordern. Gleichzeitig gehen auch die Geschwisterkinder mit Mitteilungen sich selbst betreffend eher sparsam um. Nicht zuletzt deshalb, weil sie ihre Eltern vor einem Zuviel an Auseinandersetzung schonen wollen. Außerdem sind weinende Eltern für Kinder nur schwer zu ertragen. Es wirkt auf sie bedrohlich.

Kommt nun eine längst erwartete Kommunikation zwischen Kindern und Eltern zustande, wird dies als besonders wertvoll erlebt. Die Teilnahme der Kinder an einer Freizeit mit anderen Betroffenen kann an dieser Stelle positiven Einfluss auf das gesamte Familiengefüge nehmen. Ebenso natürlich auch andere Formen der Ansprache und Auseinandersetzung von Seiten erwachsener Freunde und Bekannte. Wichtig ist, dass diese Auseinandersetzung auf einer oder mehreren Ebenen überhaupt stattfindet.

Fazit

Die bisher gewonnen Erkenntnisse aus dieser Arbeit lassen sich in Kürze folgendermaßen zusammenfassen:

Kinder und Jugendliche die einen Bruder bzw. eine Schwester verloren haben, brauchen Raum, um sich mit diesem Erlebnis offen auseinandersetzen zu können. Es ist sehr hilfreich, wenn die Motivation und die entsprechenden Möglichkeiten hierfür auch von außerhalb der Familie kommen. Erwachsene haben die Aufgabe, den betroffenen Kindern und Jugendlichen Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und ihnen durch ihr Handeln die Möglichkeit zur Orientierung zu geben. Gruppenangebote und Freizeitmaßnahmen unterstützen diesen, im Umfeld der Familie begonnen, Prozess sehr. Außerdem tragen sie die Situation trauernder Kinder mehr in die Öffentlichkeit. Berührungsängste von Nichtbetroffenen mit dem Thema Tod von Kindern werden auf diese Weise abgebaut.

Das wichtigste Resultat freizeitpädagogischer Maßnahmen für trauernde Geschwister ist aber meines Erachtens folgendes: Die Teilnahme bewirkt bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen einen offeneren Umgang mit den sehr belastenden Erfahrungen!

Ein Ausweiten dieser Angebote wäre eine hilfreiche Unterstützung für trauernde Familien.

Thomas Bäumer, Sozialpädagoge

Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V

Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Verwaisten Eltern in Deutschland e.V

Verlag Friedrich Pustet

Geschwistertrauer - Erfahrungen und Hilfen aus verschiedenen Praxisfeldern

Autor: W. Holzschuh (Hg.)

S.198 ff.

 Sprung  

Zugriffsstatistik:
counter

Impressum und Haftungsausschluss - Hinweis zu den Informationen hier

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Homepagemodules.de