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Hallo Colin,:O) In Antwort auf: Was meinst du mit unwürdig, Ahasveru? Allein?
Nein, das war hier nicht in diesem Bezug gemeint. Da Sterben ein individueller Vorgang eines individuellen Lebens ist, ist es auch so, das sterbende Menschen sich in ihrem Inneren entscheiden, zu sterben, wenn jemand anwesend und bei ihnen ist oder auch, wenn sie allein sind. Letzteres kann sein, weil sie für sich beanspruchen, Angehörige und Freunde mit ihrem Sterben und Tod nicht zu belasten. Es gibt darüber auch in der Literatur zur Sterbebegleitung beispielhaft aufgeführte Fallbeispiele. Mit unwürdig war von mir gemeint, was ich in meinem Eingangspost zu diesem Thread geschrieben habe. Unwürdig ist: Todkranke Menschen werden zumeist in Hinterzimmern abgeschoben, zumeist Abstellkammern oder Badezimmer, meist nur Schutz findend hinter einer Stoffwand. Schwerstkranke und sterbende Menschen hängen an Maschinen, welche ein Leben verlängern, welches im Eigentlichen zu Ende gehen möchte. In der Notaufnahme kommtb es vor, das dort schwerstkranke und schwerstverletzte Menschen in völliger Isolation lagen, während Ärzte und Angehörige darüber diskutierten, ob man ihnen die Wahrheit ihres Sterbens und damit ihres Todes mitteilen sollte. Schwerstkranke und sterbende Menschen haben ein Recht auf Respekt, Achtung, Würde, Mitgefühl, Liebe und Wahrheit in ihrem Sterben und Tod wie in ihrem Leben, denn Sterben ist Teil des Lebens und von diesem nicht zu trennen. Für einen toten, verstorbenen Menschen gilt dieses auch, was z.B. bedeutet, an seinem Totenlager nicht negativ über ihn zu sprechen.
Es heisst: Die Würde des Menschen ist unantastbar, das sollte sie auch in jedem Falle sein. Im Leben, im Sterben, im Tod. Lieber Gruss,:O) Ahasveru ----------
Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schliessen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.
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