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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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03.03.2006 07:52
Krankheit und Tod bekommen ihren Platz im Leben [Hochheim] antworten

Krankheit und Tod bekommen ihren Platz im Leben

Auch in Hochheim gibt es jetzt eine Außenstelle des Hospizvereins "Lebensbrücke"/Sprechstunden im Beratungsbüro "Älter werden"

Vom 03.03.2006

Von

Uli Wirtz-von Mengden

HOCHHEIM Ab sofort hat der Hospizverein ,,Lebensbrücke" aus Flörsheim auch eine Dépendance in Hochheim. Jeweils am ersten Mittwoch eines Monats sind Mitglieder des Vereins im Beratungsbüro ,,Älter werden" der Caritas in der Taunusstraße 1 von 15 bis 17 Uhr Ansprechpartner.

Über die weitere Verdichtung des Netzwerkes rund ums Altern freute sich die Leiterin des Büros, Petra Kunz. Ihr Büro, das sie gemeinsam mit der Stadt betreibt, ist Anlaufstelle für einen größeren Kreis von älteren Menschen. Bis zu 400 Hilfen verschiedenster Art, von der Beratung bis zur Betreuung, werden hier jährlich angeboten oder vermittelt. Jetzt kommt der Hospizverein hinzu, den es seit 1998 gibt.

Einige der insgesamt 63 Hospizhelfer waren gekommen und berichteten von der Bedeutung ihrer Arbeit für schwer Kranke und Sterbende sowie deren Angehörige, aber auch für sich selbst. ,,Und keiner wollte sie sterben sehen", schilderte eine Helferin ihre eigene Erfahrung mit dem Tod einer nahen Angehörigen im Krankenhaus. Diese traumatische Erfahrung brachte die Hinterbliebene dazu, sich in der Hospizbewegung zu engagieren.

In einer immer schnelllebiger und perfekter werdenden Welt, sind sich alle einig, gebe es für Krankheit und Tod kaum noch Platz. Zudem werde in den Familien immer weniger der Umgang mit dem Sterben über die Generationen hinweg weiter gegeben. Man stelle allgemein eine ,,Entsorgungsmentalität" fest, die keine Zeit mehr für Abschiednehmen und Trauer lasse. Seit Ende der 70er Jahre habe die Hospizbewegung in Deutschland aus diesen Gründen enormen Auftrieb erhalten, informierte Christa Hofmann, Erste Vorsitzende von ,,Lebensbrücke". Ihr Verein stelle die Sterbenden in den Mittelpunkt und tue alles, um das Sterben als natürlichen Prozess des Lebens erfahrbar zu machen.

Angehörige müssten davor keine Angst haben und könnten die Zeit des Abschiednehmens als wichtige emotionale Erfahrung zur persönlichen Reifung nutzen. Trauer und Schmerz werden dabei als Teil der Verarbeitung des Verlustes eines Menschen akzeptiert. Im Gespräch mit den Hospizhelferinnen wird schnell klar, dass die Sterbebegleitung auch für sie eine tiefe Begegnung mit dem Menschlichen ist, von dem eigentlich alle Beteiligten profitierten.

Natürlich sei es bedauerlich, dass der Umgang mit dem Sterben immer befremdlicher werde und Angehörige damit überfordert seien. Neben der notwendigen Hilfe, die der Hospizverein anbietet, hofft man daher, dass die Helfer Vorbildfunktion haben und der Umgang mit dem Tod wieder als Teil des Lebens begriffen und bewältigt werden kann. 190 Menschen hat der Verein beim Sterben in den letzten Jahren begleitet. Die Sterbebegleiter sind ambulant unterwegs und kommen zu den Familien nach Hause, in Krankenhäuser, Altenheime oder auch zu den stationären Hospizen der Umgebung.

Anlaufstellen sind der Hospizverein ,,Lebensbrücke" in Flörsheim, Grabenstraße 21, Telefon 06145/971420 oder 0177/2054884, Fax 06145/971394, Email: info@hospizverein-lebensbruecke.de und in Hochheim das Beratungsbüro ,,Älter werden", Taunusstraße 1, Telefon 06146/604608, Fax 604890, Email: aelterwerden.hochheim@t-online.de. Sprechstunden in Hochheim: Jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr.

Informationsquelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/...ikel_id=2287515

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