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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 849 mal aufgerufen
 Buch - Vorstellung(en) und Besprechung(en)
ELOISE Offline



Beiträge: 6

21.02.2006 18:36
#1 RE: Neuer Kurs "Sterbende begleiten" [Völklingen] antworten

Literatur-Vorschlag zur Sterbebegleitung
    Amazon.de-Redaktion


Plötzlich war der Morgen da. Chronik eines Abschieds.
von Marietta Stein


Alle Angebote ab EUR 9,00

Kategorie(n): Belletristik, Biografien & Erinnerungen, Ratgeber

Sprache: Deutsch
Broschiert - 252 Seiten - Fischer (Tb.), Frankfurt
Erscheinungsdatum: 2.Auflage September 2001
Auflage: 2.
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Rezensionen

Kurzbeschreibung
Auf der Höhe ihres beruflichen Erfolges erfährt die bekannte Ausstellungsmacherin Katrin S., daß sie unheilbar krank ist. Eindringlich erzählt Marietta Stein von dem zwischen Hoffen und Bangen geführten Kampf ihrer Lebensgefährtin gegen den Krebs, vom letzten gemeinsamen Jahr, von Glücksmomenten und Enttäuschungen und dem schmerzhaften Prozeß des Abschiednehmens.
Kundenrezensionen
Durchschnittliche Kundenbewertung:

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine Meisterleistung der gefühlvollen Erzählung, 10. Dezember 2001

Rezensentin/Rezensent: dornisch2 (Mehr über mich) aus Pleystein, BRD Noch nie habe ich eine so detaillierte und vor
allem gefühlvolle und lebendige Erzählung gelesen.
Während ich das Buch las, fühlte ich mich förmlich
als lebendiges Mitglied der Geschehnisse.
Vor allem aber möchte ich der Autorin meine aller-
höchste Hochachtung aussprechen für ihre zutiefst
berührende, über alle Grenzen hinausgehende auf-
opfernde Leidenschaft und Hingabe. Insgesamt eine
Meisterleistung an vollbrachter Menschlichkeit
und vor allem auch einfühlsamen schriftsteller-
ischen Könnens.


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Bewegende Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, 17. Juli 2001

Rezensentin/Rezensent: Kirsten@boekenworm.de aus Offenbach,Deutschland Marietta Stein erzählt hier eine wahre Geschichte, die sie selbst erlebt hat. Als sie die Austellungsmacherin Katrin kennenlernt, verändert das ihrer beider Leben drastisch. Katrin leidet an einer schwerern Krankheit und nach einer viel zu kurzen Zeit des Glücks folgt die nächste Schreckensnachricht: Diagnose Krebs! Doch die beiden Frauen geben nicht auf und versuchen, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten und soviel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. Mit klaren, fast nüchternen Worten beschreibt Marietta Stein die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft und einer tiefen Liebe. Sein eigenes Leiden so präzise darstellen zu können, ohne in das Melodram abzurutschen erfordert sehr viel Mut und das Talent erzählen zu können. Marietta Stein verfügt über beides!


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Bewegender Bericht einer großen Liebe und Freundschaft, 14. Juli 2001

Rezensentin/Rezensent: Kirsten@boekenworm.de aus Offenbach, Deutschland Marietta Steins autobiographischer Bericht geht unter die Haut. Sie erzählt, wie sie die Ausstellungsmacherin Katrin kennen und lieben lernt, doch Karin ist unheilbar krank. Immer wieder kämpfen die beiden für ein normales Leben miteinander und gegen den Krebs. Doch die tückische Krankheit hält das Leben der beiden Frauen fest im Griff und der Kampf scheint aussichtslos. Eindringlich erzählt und in einem faszinierend sachlichen Stil verfasst: Marietta Stein fesselt durch Ihre Art des Erzählens!

ELOISE Offline



Beiträge: 6

27.02.2006 22:38
#2 RE: Neuer Kurs "Sterbende begleiten" [Völklingen] antworten

Tagesspiegel/Berlin/Rezension vom 17.10.2000
Ein Bündnis gegen Krebs

von Adelheid Müller-Lissner
Als Katrin S. zum ersten Mal beschließt, mit einem geliebten Menschen zusammenzuziehen und das Leben mit ihm zu teilen, ist sie vierzig Jahre alt und leidet an Multipler Sklerose. Die gefragte Ausstellungsmacherin und ihre Freundin haben für kurze Zeit ein aufregendes berufliches und privates Leben. Mit welcher Wucht eine zweite Krankheit in die glückliche Zweisamkeit einbricht und sie schließlich zerschneidet, beschreibt die Lebensgefährtin als Ich-Erzählerin. "Plötzlich war der Morgen da" ist ein sehr persönliches Tagebuch. Die Autorin Marietta Stein ist studierte Medizinerin, war aber auch jahrelang als Rektorin an verschiedenen Schulen tätig.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsdiagnose von Frauen im mittleren Lebensalter. Zahlreiche Sachbücher und Erfahrungsberichte zum Thema sind in den letzten Jahren auf dem Buchmarkt erschienen.
Marietta Stein geht jedoch anders mit dem Thema um. Zwar beschreibt auch sie einen Kampf. Im Unterschied zu anderen Autoren gibt sie ihn jedoch auch dann nicht auf, als er längst verloren ist. Sie lehnt sich auf, sie will sich dem Tod nicht fügen. Das gibt ihr, als Begleiterin der Geliebten, mehr Kraft als allen Freunden und Verwandten zusammen: Immer wieder informiert sie sich (und damit auch den Leser) aufs Genaueste, immer wieder setzt sie alle Hebel in Bewegung, um die beste Therapie für die Freundin verfügbar zu machen.Bis zuletzt leugnet sie die Macht ihres ärgsten Gegners, des Todes, der ihr das Liebste endgültig nehmen will. Wenn die Krankenschwester ihr in der letzten Nacht gut zuredet: "Sie müssen jetzt die Hand Ihrer Freundin loslassen, sonst wird sie nicht gehen wollen. Machen Sie es doch sich und ihr nicht so schwer!", so wird der Leser diese behutsam vorgebrachte Mahnung nach so langem und aufopferungsvollem Kampf der Ich-Erzählerin teilen.
Doch das Problematische an deren extrem kämpferischer Haltung schmälert nicht, sondern erhöht sogar den Gewinn beim Lesen. Mit ihrer radikalen Verweigerung des "Los-Lassens" liegt Marietta Stein natürlich nicht im Mainstream der einschlägigen Veröffentlichungen. Die Endgültigkeit des Todes, vor allem aber auch die Stärke ihrer Liebe machen ihre Hartnäckigkeit verständlich. Auf jeden Fall geben sie ihrer entschiedenen Position Gewicht.
Trotz der Extreme ist dies eine Geschichte, in der sich viele Angehörige von Krebskranken, ob Frauen oder Männer, über weite Strecken wiederfinden werden. Dass es zwei Frauen sind, die hier den Bund fürs Leben eingingen, wird angesichts des Kampfes gegen den Tod fast zur Nebensache.

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