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Hallo annematu,:O) Literaturhinweise: Ammon, G.: Seelsorge und Sterbebegleitung bei geistig behinderten Menschen. In: Danken und dienen. Arbeitshilfen für die Verkündigung, Gemeindearbeit und Unterricht. Thema: Mit Behinderungen leben. Behinderte Menschen in Gemeinde, Wohnung und Heim, hrsg. v. Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Stuttgart 1991 Marjan Bleeksma: Mit geistiger Behinderung alt werden
Marjan Bleeksma: Mit geistiger Behinderung alt werden. Juventa Verlag (Weinheim) 2004. 2. Auflage. 124 Seiten. ISBN 3-7799-2005-0. 14,90 EUR, CH: 26,80 SFr. Reihe: Edition Sozial. Originaltitel: Begleiding van bejaarde verstandelijk gehandicapten. Übersetzt aus dem Niederländischen, deutsche Bearbeitung und Vorwort: Regina Humbert. Das Thema Es geht im vorliegenden Buch um den Prozess des Älterwerdens von Menschen mit geistiger Behinderung mit all seinen körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen und wie in der Betreuung dieser Menschen darauf reagiert werden kann. Schwerpunktmäßig befasst sich die Autorin mit der Situation von älteren Menschen in Einrichtungen. Die Autorin Marjan Bleeksma studierte Heilpädagogik und soziale Gerontologie an der Universität Utrecht. Nach einigen Jahren praktischer Erfahrung in einer allgemeinen Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung arbeitet sie heute in der Stiftung Molendrift in Groningen. Sie entwickelt Lehrprogramme, unterrichtet Betreuungspersonal und berät andere Einrichtungen bei konzeptionellen Veränderungen. Die Übersetzung stützt sich auf die 1. Auflage von 1994 (Regina Humbert). Aufbau und Inhalt In insgesamt 12 Kapiteln werden wichtige Statements zur Betreuung wie Ziele, geplantes Vorgehen, Anerkennen von grundlegenden Bedürfnissen, Veränderungen im körperlichen und sozialen Bereich und Möglichkeiten des Umgangs damit dargestellt. * Im 1. Kapitel geht es um grundlegende Gesichtspunkte wie dem geplanten Vorgehen und um die Berücksichtigung zentraler Bedürfnisse der Menschen mit geistiger Behinderung. Das 2. Kapitel berichtet von Entwicklungsaufgaben im Lebenslauf und im Alter und wie sich "Älter werden" zeigen kann. Daraus lassen sich grundlegende Ziele (3. Kapitel) wie Wohlbefinden, Ausgewogenheit zwischen Belastbarkeit und Belastung und der Umgang mit eigenen Einstellungen zum Älterwerden ableiten. * Die Kapitel 4 - 7 befassen sich mit Sicherheit in unterschiedlichen Zusammenhängen. Von zentraler Bedeutung ist die Berücksichtigung von Selbstvertrauen und Selbstachtung, von Haltgeben und Respekt im Umgang und dem Verständnis für Abwehr, Unsicherheit und Verwirrung der älteren Menschen. Folglich soll eine Anpassung an neue Rollen, an zunehmende Abhängigkeiten mit den entsprechenden Hilfeleistungen, an Unterstützung in neuen Umgebungen geleistet werden. Im Kapitel 7 werden unter dem Aspekt Sicherheit und Demenz die Ursachen dementen Verhaltens, Kennzeichen und Veränderungen durch die Alzheimer- Krankheit und Sicherheit gebende Maßnahmen im Heimalltag veranschaulicht. * Ausführlich werden im Kapitel 8 die körperlichen Veränderungen des älter werdenden Menschen und der jeweilige Umgang damit geschildert. Dabei geht es um die Ernährung, um Mobilität, Verdauungsprobleme, Gebiss, Inkontinenz, Haut, Wechseljahre, Seh- und Hörvermögen, Feinmotorik, Anfälligkeiten für Krankheiten und schließlich um die jeweiligen unterschiedlichen Folgen der körperlichen Veränderungen bei den Menschen mit geistiger Behinderung. * Im 9. Kapitel werden die Veränderungen der sozialen Beziehungen durch den Prozess des Älterwerdens im Blick auf Mitbewohner, Angehörige, Freunde und Mitarbeiter verdeutlicht und die Wichtigkeit des Kennens und Eingehens auf die Lebensgeschichte der Bewohner betont. * Die körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen wie Verlust von Mobilität, von sozialen Kontakten, von Aktivitäten etc. sollten entsprechende Anpassungen im Tageslauf wie Dauer und Art der Aktivitäten, Hilfsmittel, Ortswechsel, flexible Arbeitszeiten usw. zur Folge haben (Kapitel 10). * Im 11. Kapitel befasst sich die Autorin mit Sterbebegleitung und Sterben, den Umgang damit und wie auch die Mitbewohner, die Angehörigen und die Mitarbeiter einbezogen werden können. * Im 12. Kapitel werden insbesondere an Beispielen Fragen des Wohnortwechsels, der Wohnlage, der Gruppenzusammensetzung und personeller Konsequenzen erörtert. Zielgruppen Das insgesamt sehr praktisch orientierte und mit vielen Beispielen versehene Buch ist besonders geeignet für Auszubildende und MitarbeiterInnen in den unterschiedlichen Einrichtungen, aber auch für Familien mit einem älter werdenden geistig behinderten Menschen. Zusammenfassung und Bewertung Weniger theoriegeleitet als sehr viel mehr praktisch und durch viele Beispiele aus dem Heimalltag veranschaulicht, werden die unterschiedlichen Veränderungen des älter werdenden geistig behinderten Menschen und die Möglichkeiten des Umgangs damit im Lebensalltag aufgezeigt. Der Focus liegt dabei auf dem Werben um Verständnis, um Respekt, um einfühlsames und bedürfnisorientiertes Vorgehen, d.h. um Einschätzungen und Haltungen der MitarbeiterInnen im Umgang mit älteren geistig behinderten Menschen. Fazit Eine vor allem praktische und an Beispielen orientierte Handreichung, in der eine anschauliche Einführung in die Prozesse des Älterwerdens von Menschen mit geistiger Behinderung und Möglichkeiten des Vorgehens in der Betreuung dargestellt- und besonderer Wert auf Haltungen wie Würde und Respekt im Umgang mit diesen Menschen gelegt werden. Lieber Gruss,:O)
Ahasveru
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