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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Wissenswertes zum Hospiz und zur Hospizarbeit
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 6.581

02.10.2005 19:14
Merksätze für die Begleitung am Sterbebett antworten

Merksätze für die Begleitung am Sterbebett

Nähe spürbar machen.
Nähe hat Sinn und macht sinnlich. Wir sollten uns als Begleiter/in mit allen unseren fünf Sinnen (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmek-ken) dem Sterbenden zugänglich machen.

Aktiv zuhören.
Hinhören, Einfühlen und Verstehen schafft Nähe und Begegnung, die Hilfe ermöglicht. Wir sollten uns immer vergewissern, ob wir den Sterbenden richtig verstanden haben, denn es besteht die Möglichkeit, dass wir in unserer eigenen Vorstellungswelt hängen geblieben sind.

Mit Achtung und Ehrfurcht handeln.
Die Persönlichkeit des Sterbenden muß akzeptiert werden. Seine Not und Hilflosigkeit gehören ihm. Wertschätzung und würdevoller Umgang leiten unser Handeln.

Die Autonomie des Sterbenden wahren und gewährleisten.
Wir dürfen nie an seiner Stelle handeln, sondern immer mit ihm, denn er weiß, was ihm gut tut und was er braucht. Das Gesetz des Handelns liegt bei ihm. Ihm muss geholfen werden, damit er es wahrnehmen und ausüben kann.

Gefühle zulassen.
Gefühle sind Informationen, die aus dem Inneren kommen, und diese braucht niemand fürchten. Eigene Gefühle und jene des Sterbenden sind ernstzunehmen.

Die Umwelt des Sterbenden beachten.
Sie soll einbezogen werden in die Begleitung. Der Sterbende muss sich von ihr lösen können und seine Umwelt muss von ihm Abschied nehmen. Das Loslassen fällt den Angehörigen oft schwerer als dem Sterbenden. Auch sie brauchen Hilfe und Unterstützung.

Klar sein.
In allen Gefühlen, Gesten und Worten, damit der Sterbende weiß, woran er ist.

Zeit haben und Ruhe vermitteln.
Das Hier und Jetzt am Sterbebett verträgt nicht die Geschäfte von vorher und nachher. Oft braucht es nicht mehr als die Gegenwart eines Menschen in Ruhe und Gelassenheit. Die eigenen Grenzen im Nehmen und im Geben als Helfende erkennen und damit umzugehen wissen, wenn wir hilfreich sein wollen.

Begleiter/innen wissen nicht alles.
Besserwisser haben am Sterbebett nichts verloren. Helfen braucht Demut.Wer hilft, muß sich helfen lassen können - auch und gerade von jenen, die seiner Hilfe bedürfen.

Selbst loslassen können.
Sich selbst einüben in die Erfahrung des Abschiedsnehmens und Loslassens, denn Sterbende dürfen nicht festgehalten werden.

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