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Adipositas aus PflegeWiki, der freien Wissensdatenbank Adipositas bedeutet Fettleibigkeit/Fettsucht, und ist definiert als Body-Mass-Index (BMI) >= 30. Ab einem BMI von 40 spricht man von einer Adipositas per magna (auch Adipositas p.m.). Vereinfacht kann man sagen, dass Adipositas häufig durch übermäßiges Essen und mangelnde Bewegung ausgelöst wird * erhöhte Risiken: o Thrombose o Herzinfarkt o Diabetes mellitus o ... Die Fettleibigkeit ist für viele Patienten der westlichen Gesellschaft ein ernstes soziales Problem und fördert die Entwicklung z. B. von Hypertonie und Diabetes mellitus, so daß letztlich die Lebenserwartung verringert ist. Ein Patient ist adipös, wenn sein Körpergewicht mehr als 20% über dem Idealgewicht liegt. Adipöse Patienten sind bei operativen Eingriffen verstärkt gefährdet. Bei der Beurteilung adipöser Patienten sollte zunächst an die Möglichkeit einer endokrinen Störung gedacht werden, die reversibel sein kann.
Es wurden verschiedene Reduktionsdiäten erprobt. Es ist das Hauptziel, die Kalorienaufnahme auf 600-800 kcal/Tag zu beschränken, um einen Abbau von Fettgewebe herbeizuführen, ohne daß dabei fettfreie Muskelmasse verlorengeht. Um die Effektivität sicherzustellen, sollte die Kalorienbeschränkung zusammen mit einer eingehenden psychischen Unterstützung und täglichen körperlichen Aktivitäten erfolgen. Totales Fasten führt zu einem Gewichtsverlust von O,5 kg pro Tag, der in den ersten 1 bis 2 Wochen hauptsächlich auf einem Verlust von Natrium und Wasser beruht, so daß das Gewicht bei erneuter Nahrungsaufnahme rasch wieder ansteigt. Längeres Fasten oder Reduktionsdiäten führen zu metabolischer Azidose, Hypotonie, Anstieg des Serumkreatinins, Leberfunktionsstörungen, Hypokaliämie, Ketose, Hyperurikämie, Hypoglykämie, Vitaminmangel, Kotverhaltung im Kolon und zu Herzrhythmusstörungen. Versuche, durch Hormonbehandlung eine Gewichtsreduktion zu erzielen, waren nur bedingt erfolgreich. Die hochdosierte Gabe von Schilddrüsenhormonen führt zu einer Gewichtsreduktion, die in erster Linie durch eine Verringerung der Muskelmasse und nicht durch einen Abbau von Fettgewebe zustandekommt. Nach Absetzen dieser Medikation nehmen die Patienten in der Regel sehr rasch wieder an Gewicht zu. Zu den potentiellen Nebenwirkungen einer Therapie mit Schilddrüsenhormonen gehören Tachykardie, Angina pectoris, Hypertonie und ein Kalziumverlust mit dem Harn. Humanes Wachstumshormon kann durch einen Abbau von Körperfett das Gewicht reduzieren; dieses Hormon steht jedoch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung, um es bei der Therapie der Adipositas einsetzen zu können. Für die Langzeitbehandlung der Adipositas gibt es 3 operative Methoden. Die ileojejunale Bypass-Operation bewirkt eine mäßige Malabsorption. Die Patienten dürfen also essen und verlieren dennoch an Gewicht. Wegen der zahlreichen Nebenwirkungen, zu denen Leberfunktionsstörungen, Elektrolytstörungen, Mangel an fettlöslichen Vitaminen, Cholelithiasis, Kalzium-Oxalat-Steine der Harnwege, Arthralgien, Hyperurikämie und exzessive Malabsorption gehören, wurde dieses Verfahren wieder aufgegeben. Bei den derzeit gebräuchlichsten Operationsverfahren zur Behandlung der Adipositas soll die Nahrungsaufnahme verringert werden, indem der Magen zum größten Teil durch Bypass ausgeschaltet wird oder durch eine operative Magenverkleinerung (gastric partitioning) mit einer schmalen Öffnung welche die Nahrungspassage in den übrigen Gastrointestinaltrakt limitiert. Der Gewichtsverlust bleibt allerdings minimal, wenn der Patient große Mengen hochkalorischer Flüssigkeit zu sich nimmt. Diese operativen Eingriffe haben nicht so häufig Stoffwechselstörungen zur Folge wie die ileojejunalen Bypass-Operationen, es sei denn, das Stoma zwischen Magenreservoir und übrigem Darmtrakt verengt sich aufgrund einer Fibrose, die zur Obstruktion führt, so daß eine ausreichende Kalorienaufnahme nicht mehr gewährleistet ist. Komplikationen, die sich aus einer ileojejunalen Bypass-Operation ergeben, sind im Prinzip völlig reversibel, da der Darmabschnitt wieder in die Kontinuität eingeschaltet werden kann. Eine Obstruktion des Stomas bei Patienten, bei denen ein "partitioning" durchgeführt wurde, läßt sich durch eine Ballondilatation unter endoskopischer Führung oder durch Elektrotomie mit einem Papillotom korrigieren. Nach einem Magen-Bypass oder einem "gastric partitioning" die normalen anatomischen Verhältnisse zu rekonstruieren, ist nicht einfach, so daß diese Eingriffe nicht so gut reversibel sind wie eine ileojejunale Bypass-Operation.
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