Erst einmal möchte ich für die Aufnahme in diesem Forum danken, ob ich hier zureckt komme, weiß ich noch nicht, weil ich nie so ganz durch das System eines Forums durchblicke. Aber sicher kann man mir helfen, wenn ich mich "verirre".
Also, ich bin hierher gekommen, weil ich Suchmaschinen nach dem Thema Hospitz,- Paliativ usw. gesucht habe. Dieses Thema betrifft mich selber, weil bei mir vor drei Jahren beidseitger Brustkrebs mit Metastasen in Leber und Lungenlympfknoten diagnostiziert wurde. Bei der OP, wo man feststellte, dass der Krebs links schon im fortgeschrittenen Stadium, rechts aber noch im Anfang ist, wurden mir den Armen die Lymphknoten entfernt, die links bereits befallen waren. Nun, ich musste mich ein Jahr lang einer sehr aggressiven Chemotherapie unterziehen. Dabei war der Haarausfall, Zahnfleischrückgang, Gedächtnisverlust, Kozentrationsschwäche usw. nicht das schlimmste, ich wurde immer schwächer und auch depressiv. Aber anstatt Gespräche wurde mir Antidepressiva verschrieben un damit war die Sache für den Arzt erledigt. So nach und nach erfuhr ich dann auch erst, wie krank ich wirklich war, denn obwohl ich meiner Krankheit sehr offen gegenüber stehe, waren die Ärzte wohl der Meinung, mir vieles verschweigen zu müssen. Das hat nicht gerade mein Vertrauen zu den Ärzten gestärkt, eher im Gegenteil. Nun fange ich so langsam an, wieder zu mir selbst zu finden, Kraft zu schöpfen und kann auch wieder denken. Zwar bin ich körperlich immer noch sehr angeschlagen, bin oft müde und kraftlos, aber ich fange wieder an zu existieren. Mein Antrag auf Rente wurde damals von den Ärzten befürwortet und auch ohne zeitige Begrenzung genehmigt. Nun habe ich von der Rentenkasse einen Fragebogen erhalten und es soll, obwohl die Rente ohne Zeitbegrenzung gewährt würde, neu darüber entschieden werden, ob ich noch rentenberechtigt bin. Also bin ich zum Arzt um einen aktuellen Bericht übersenden zu können. Ich muss dazu sagen, mein Mann war bis vor kurzem HartzIV Empfänger und wir hatten einfach das Geld nicht, um Praxisgebühr, Medikamentenzuzahlung, Busfahrten in die Praxis usw. zu bezahlen. Bei der Mammogrphie wurde dann der neuerliche Ausbruch des Brustkrebses entdeckt. So und nun zum Grund, warum ich hier bin. Ich bin 47 Jahre und lehne eine weitere Behandlung ab. Ich bin mir darüber im klaren, dass sich dadurch meine Lebenszeit verringert, aber ich möchte nicht vor mich hinvegetieren, nur um ein paar Jahre länger zu leben. Ich möchte die Jahre, die ich noch habe, bewußt und so aktiv wie möglich (er)leben. Nun, als ich damals Krankengeld bezog, stellte mich die Krankenkasse vor die Wahl, entweder Reha oder Einstellung des Krankengeldes. Nun habe ich Angst, dass mich die Rentenkasse zu einer Behandlung zwingt, denn auf die Rente bin ich angewiesen. Das aber wäre für mich kein menschenwürdiges Leben mehr. Kann mir darauf jemand eine Antwort geben und wie ich mich dagegen wehren kann. Danke im Voraus Ascona
Nun habe ich Angst, dass mich die Rentenkasse zu einer Behandlung zwingt, denn auf die Rente bin ich angewiesen. Das aber wäre für mich kein menschenwürdiges Leben mehr.
Um von der Angst zu einer Sicherheit für sich selbst zu gelangen, ist es meiner persönlichen Meinung nach am Besten, sich direkt mit der Rentenkasse in Verbindung zu setzen und sich dort auch direkt nach diesem Sachverhalt zu erkundigen im Sinne von: Was wäre wenn.....Und sich ersteinmal anzuhören, was ein dortiger Sacharbeiter / Sacharbeiterin Dir als Information mitteilt.
Wenn es so sein sollte, das die Rentenkasse zu einer Behandlung oder Reha zwingen sollte, besteht ja immer noch die Möglichkeit, gegen die Durchführung einer Behandlung oder einer Reha Widerspruch einzulegen. Ob man mit diesem tatsächlich einen Erfolg erzielt, entzieht sich meiner Kenntnis, weil das wohl letztendlich in einen Paragraphendschungel führt, welchen wohl nur ein Rechtsbeistand zu lösen vermag.
Wie gesagt, ich persönlich würde dazu raten, sich mit der Rentenkasse selbst in Verbindung zu setzen und sich dort nach dem von Dir beschriebenen Sachverhalt zu erkundigen. Zumal ja, wie ich schätze, auch ärztliche Gutachten dazu gezogen werden müssen, um abzuklären, ob eine Weiterbehandlung oder Reha in Deinem jetzigen Zustand angeraten, befürwortet oder gar nicht in Betracht gezogen wird.
Hi ascona_1, ich seh es im Prinzip auch so wie Ahasveru. An einen Rechtsbeistand bzw. rechtliche Beratung kommst du nicht vorbei. Ein Gutachten darüber inwieweit eine Behandlung überhaupt noch Sinn macht, wird sicherlich nötig sein. Desweiteren hast du ja auch nunmal ein Selbstbestimmungsrecht und ich glaub nicht das man dir, mit deiner gesundheitl. Vorgeschichte, so ohne weiteres die Rente kürzen kann nur weil du eine weitere Behandlung ablehnst.
Da ich mich mit dem Recht nicht weiter auskenne und halt nur von meinem Rechtsempfinden aus antworten konnte, kann ich eben nur an einen Sachbearbeiter oder Rechtsbeistand verweisen.
Liebe Ascona, sei herzlich willkommen hier im Forum! Vielen Dank für deine Offenheit.
Leider haben wir in nächster Zeit in der Schule (Altenpflegeausbildung, Blockunterricht/Praxisblock) Rechtskunde nicht auf dem Plan, so dass ich unseren Dozenten, einen sehr versierten, pensionierten Richter, nicht fragen kann nach Deinem Anliegen. Wenn Du es erlaubst, würde ich Deinen Beitrag ausdrucken und sowie ich den Dozenten zu fassen kriege, ihm vorlegen mit der Bitte um eine Auskunft.
Es gibt aber auch die Möglichkeit von Rechtsberatung, die kostenlos ist. Man unterschreibt einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe, der je nach Einkommenshöhe bewilligt wird, und die entstehenden Kosten trägt der Staatshaushalt. Du könntest bei Gericht nachfragen oder Dich an einen Rechtsanwalt in Deiner Nähe wenden. Frage auch am besten noch nach, ob Dir jemand empfohlen werden kann, der speziell auf Deinen Fall - Krankenkassenrecht, Rentenrecht, Patientenrecht - ausgebildet ist.
Ebenso würde ich Dir empfehlen, bei der Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen (Praxisgebühr, Rezeptgebühr, Zuzahlungen zu Medikamenten, Kosten für Hilfsmittel, Fahrtkosten). Bei chronischen Krankheiten kommen ja immense Kosten zusammen. Zu einer solchen Befreiung kann man auch sämtliche Fahrten zum Arzt oder zur physikalischen Therapie (Massagen, Psychotherapie, Bestrahlung usw.) abrechnen. D.h., wenn du in einer Praxis zur Behandlung bist, lässt Du Dir dort einen kleinen Schein ausstellen, an welchen Daten Du dort warst. Diese gesammelten Bestätigungen reichst du bei der Krankenkasse ein. Neuerdings wollen die Krankenkassen aber nur noch Busfahrscheine anerkennen, weil das billiger ist als mit dem Auto. Ich musste daher mal beim Busunternehmen anrufen und mir eine Bescheinigung schicken lassen, was eine Fahrkarte von zu Hause bis zum Doc kostet, und diese Kosten wurden mir dann als Fahrtkosten anerkannt.
Wenn du aber vom Arzt eine Bescheinigung holst, dass du aufgrund Deiner Krankheit nicht mit dem Bus fahren kannst und auf flexibelere Fahrten und die Bequemlichkeit des Autos angewiesen bist, sollten auch Autofahrten abrechenbar sein. Wenn ich mich recht erinnere, bekam ich damals 22 Pfennig pro km. Ist aber schon ein paar Jahre her, und die Tarife ändern sich ja auch laufend... Das alles ist zwar ein immenser bürokratischer Aufwand, kann aber im Falle einer Bewilligung auch ganz gut Gelder wieder reinholen.
Liebe Ascona, ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen Weg. Sei ganz herzlich gegrüßt von Romaschka
Ich habe mal gerade etwas recherchiert und fand ein Forum, in welchem Du Deine Frage und Dein Anliegen auch mal vorstellen kannst. Ich kenne es zwar nicht persönlich, macht aber von aussen einen recht kompetenten Eindruck.
Leider haben wir in nächster Zeit in der Schule (Altenpflegeausbildung, Blockunterricht/Praxisblock) Rechtskunde nicht auf dem Plan, so dass ich unseren Dozenten, einen sehr versierten, pensionierten Richter, nicht fragen kann nach Deinem Anliegen. Wenn Du es erlaubst, würde ich Deinen Beitrag ausdrucken und sowie ich den Dozenten zu fassen kriege, ihm vorlegen mit der Bitte um eine Auskunft.
Hallo Romaschka,
ich danke Dir und auch allen anderen für ihre ausführlichen Antworten. Ja, gerne darfst Du meinen Beitrag ausdrucken und an Deinen Dozenten weiter leiten. Seine Antwort würde mich und vielleicht auch andere interessieren.
Zitat von AhasveruLiebe Ascona,:O) Ich habe mal gerade etwas recherchiert und fand ein Forum, in welchem Du Deine Frage und Dein Anliegen auch mal vorstellen kannst. Ich kenne es zwar nicht persönlich, macht aber von aussen einen recht kompetenten Eindruck. Der Link: http://www.krebs-kompass.org/Forum/ Lieber Gruss,:O) Ahasveru
hallo Ahasveru
danke für den Link, ich habe mir das Forum dort einmal angeschaut und mich auch angemeldet. Vielleicht bin ich ja überempfindlich, aber auf meine eigentliche Frage habe nur zwei Sätze zur Antwort bekommen, dafür aber eine ellenlange Antwort darauf, dass ich gefälligst mein Leben nicht wegwerfen und kämpfen soll und so bescheiden kann meine finanzielle Lage ja gar nicht sein, wie ich das beschreibe (und plötzlich sind die 10 Euro Praxisgebühr da, wo man Dir droht, den Geldhahn abzudrehen...). Aber ich bin wohl nicht der einzige, der die Art und Weise dort nicht so toll findet, denn das Forum musste kurzfristig geschlossen und neu aufgebaut werden, weil sich einige darüber, in mehr oder weniger fairer Art, über den Umgangston dort beschwert hatten. Ich will dieses Krebsforum nicht verurteilen, sicher gibt es auch viele Menschen, die dort Hilfe bekommen.
Hier bei Euch habe ich doch, so kurz ich erst hier bin, weitaus mehr Einfühlungsvermögen erfahren. Deshalb werde ich weiter hier bleiben und lesen und wenn es mir möglich ist, anderen aus meinen Erfahrungen heraus helfen, auch wenn ich zu den wenigen gehöre, die den Kampf auf ihre eigene Weise führen.
Es ist schön, dass es dieses Forum gibt, Ihr helft damit sehr vielen Menschen. Mmmh, ich weiß jetzt gar nicht, ob Ihr auch ein Spendenkonto eingerichtet habt. Ich habe zwar nicht viel, aber hier würde ich im bescheidenen Rahmen gerne etwas geben. Liebe Grüße Ascona
Liebe Ascona, ich habe eben mal kurz in den link reingesehen. Wenn ich das jetzt richtig beurteile, ist das ein rein privates Forum. Schade, dass es dort nicht stimmig ist für dich. Aber verzage nicht - es gibt wirklich -zig Foren im Netz, es wäre doch gelacht, wenn da nicht fachlich und kompetent was dabei wäre! Ich werde gleich nochmal suchen gehen. Es gibt ja auch Seiten, wo Ärzte Antworten geben. Oder die Krebsgesellschaft... Kennst du dich mit dem Bedienen von Suchmaschinen aus? Wenn nicht, erkläre ich es dir gern.
Ich freue mich sehr, dass du dich bei uns wohlfühlst! Mir geht es ebenso.
Jemanden zu verurteilen, für die Art, wie er mit seiner Erkrankung bzw. mit seinem Leben umgeht, liegt uns fern. Das ist eine ureigene Privatsache, die jeder ganz für sich selbst entscheidet. Die Gründe sind so vielfältig, dass kann sowieso niemand aus der Ferne beurteilen. Wie es die Indianer auch so schön in einem Spruch sagen: Verurteile niemanden, in dessen Mokassins du noch nicht gelaufen bist! Vor deiner Entscheidung habe ich größten Respekt.
Zu deinem Gedanken zum Spenden wird Ingo was sagen können - er ist hier der Betreiber und "Big Boss".
Sei erstmal wieder ganz herzlich gegrüßt, Romaschka
Liebe Ascona, ich habe dir eine private mail geschrieben. Guck mal ganz oben, die Leiste mit den rotgeschriebenen links. Es müsste ein Briefumschlag blinken, der dir anzeigt, dass du Post hast. Wenn du auf "Private Mail" klickst, kommst du zu deinem Postfach.
Zitat von ascona_1 Hier bei Euch habe ich doch, so kurz ich erst hier bin, weitaus mehr Einfühlungsvermögen erfahren. Deshalb werde ich weiter hier bleiben und lesen und wenn es mir möglich ist, anderen aus meinen Erfahrungen heraus helfen, auch wenn ich zu den wenigen gehöre, die den Kampf auf ihre eigene Weise führen. Es ist schön, dass es dieses Forum gibt, Ihr helft damit sehr vielen Menschen. Mmmh, ich weiß jetzt gar nicht, ob Ihr auch ein Spendenkonto eingerichtet habt. Ich habe zwar nicht viel, aber hier würde ich im bescheidenen Rahmen gerne etwas geben. Liebe Grüße Ascona
Erst mal Danke für die lobenden Worte. Wir sind zum einen ja auch ein privates Forum und zum anderen haben wir kein Spendenkonto. Dafür sind wir auch noch zu klein und ich weiß auch gar nicht wie das rechtlich alles so ist. Trotzdem könnte man ja bei grösserer Bekanntheit ein Spendenkonto einrichten und dieses Geld dann an Einrichtungen z.B. weiterleiten. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg und für den Anfang freuen wir uns über jede Verlinkung dieses Forums auf Webseiten.
Es tut mir zuerst einmal leid, das Du in dem von mir verlinkten Forum für Dein Anliegen keine Antwort finden konntest. Ich schrieb Dir ja auch, das ich dieses Forum selbst nicht kenne und somit leider auch nicht wusste, was dort für ein Umgangston herrscht. Wie Du schon gelesen hast von Romaschka, werden wir uns hier sehr gerne weiter bemühen, noch eine passende Anlaufstelle für Dich und Dein Anliegen zu finden,:O)
Vielen lieben Dank auch für Deine lieben Zeilen zu uns und dem Forum hier,:O). Wir freuen uns auch sehr, das Du hier bei uns bist, und versichern und versprechen Dir, das die Entscheidung, wie Du Dein Leben gestalten möchtest und auch mit Deiner Erkrankung umgehen möchtest, von uns allen geachtet und respektiert wird. Wir sind auch jederzeit für Dich da, wenn Du uns brauchen solltest, in den Forenbereichen, aber bei Anliegen, welche Du nicht öffentlich besprechen möchtest, auch über private Mail hier im Forum,:O)
Sehr vielen Dank auch für Dein grosszügiges Angebot einer Spende, aber wie schon erwähnt, sind wir hier kein eingetragener Verein und dürfen somit keine Spenden entgegennehmen,:O). Wir alle hier leisten unsere Arbeit ehrenamtlich, um die Themen Sterben, Tod, Trauer und Krankheit aus dem Tabubereich zu heben und betroffenen Menschen, welche nach Hilfe und Beistand suchen, ihnen diese im Rahmen eines uns Möglichen zu bieten.
Wenn wir mal grösser werden hier mit unserem Forum, so das wir uns als Verein eintragen lassen können, wird es dann auch die Möglichkeit geben, zu spenden, welche wir dann an andere Hilfsdienste, Organisationen, Hospize und dergleichen weiterleiten werden, weil wir persönlich unsere Arbeit und unseren Dienst hier ehrenamtlich weiterführen werden und das auch im Dienste einer Mitmenschlichkeit und ethischen Verantwortung so möchten,:O)
Ich habe gerade jetzt eben mal mit der Deutschen Krebshilfe telefoniert. Diese konnte mir zwar auf Dein Anliegen auch keine Antwort geben, weil sie eine solche Frage noch nicht hatten,:O), konnte mir aber zwei Anlaufstellen nennen, wo Du mal probieren könntest, eine Antwort oder auch Antworten zu finden.
Die Adressen:
betafon - Infodienst für Sozialfragen im Gesundheitswesen
ich danke Euch sehr, Ihr habt mir jetzt so viele Antworten geschickt, ich sage einfach mal hier ein herzliches Dankeschön an Alle. Ich wurde hier aufgenommen wie ein Familienmitglied und so fühle ich mich auch. Sehr gerne werde ich dieses Forum auf meiner privaten Homepage verlinken. Und wenn ich sonst behilflich sein kann, dann lasst es mich bitte wissen. Ich möchte Eure Arbeit gerne unterstützen.
mal wieder weiß ich nicht, wo ich´s hinschreiben soll, so antworte ich einfach mal hier, wo ich ja schon meine Fragen gestellt habe nach der Weiterbewilligung meiner Rente, auch wenn ich eine Weiterbehandlung ablehne.
Ich möchte Euch an meiner Freude und Erleichterung teilhaben lassen. Die BFA hat mir die Nachricht zugesandt, dass man nach Prüfung der Arztberichte davon ausgeht, dass ich weiterhin nicht arbeitsfähig bin und ich weiter die Rente in bisheriger Höhe erhalte.
Mir ist ein riesiger Felsbrocken von der Seele geplumpst.
Liebe Grüße aus der verregneten Eifel Liz (ascona)