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Elternhäuser: Eine Heimat auf Zeit Krebskranke Kinder: Thema der Zeitschrift „Deutsche Krebshilfe“ Bonn (ct) – Drei von vier krebskranken Kindern können heute geheilt werden. Doch der Preis für diese guten Heilungschancen ist hoch: Die kleinen Patienten müssen oft monatelang und weit entfernt von zu Hause körperlich und psychisch belastende Behandlungen ertragen. Familienhäuser in Kliniknähe ermöglichen in dieser schweren Zeit die notwendige Nähe der Eltern zu ihrem krebskranken Kind. Die Deutsche Krebshilfe fördert daher den Auf- und Ausbau solcher Häuser. Über den kleinen Daniel und seine Eltern, die einige Monate im Elternhaus Kiel wohnten, berichtet die Deutsche Krebshilfe in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift. Daniel M. ist neun Jahre alt, und am liebsten spielt er Fußball. Daniel hat Leukämie. Sechs Monate lang wird er auf der Kinder-Krebsstation der Universitätsklinik Kiel behandelt - 150 Kilometer von zu Hause entfernt. Seine Mutter ist die meiste Zeit bei ihm. Sie übernachtet im Elternhaus, das der Förderkreis krebskranker Kinder in Kiel e.V. Ende 2002 eröffnet hat. Die Deutsche Krebshilfe unterstützte den Bau des Hauses mit 150.000 Euro. Daniel ist eines von 1.800 Kindern und Jugendlichen, die jährlich in Deutschland neu an Krebs erkranken. Dank enormer Fortschritte in der Therapie der Krebserkrankungen bei Kindern sind die Heilungschancen der kleinen Patienten in den letzten 30 Jahren erheblich gestiegen. Doch ihre Behandlung ist anstrengend und langwierig. In dieser Zeit ist die Anwesenheit vertrauter Bezugspersonen für die kindliche Entwicklung enorm wichtig. „Die Nähe eines Familienmitglieds vermittelt dem krebskranken Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in einer von Ohnmacht und Hilflosigkeit geprägten Lebenssituation“, sagt Privatdozent Dr. Alain Di Gallo. Er ist Kinder- und Jugendpsychiater an der Universitätsklinik Heidelberg und betreut krebskranke Kinder und ihre Familien. In einem Interview in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift spricht die Deutsche Krebshilfe ausführlich mit Dr. Di Gallo über die Notwendigkeit der psychosozialen Betreuung krebskranker Kinder und ihrer Familien. Darüber hinaus berichtet sie über die Arbeit des Elternhauses in Kiel sowie über zahlreiche weitere Projekte und Aktivitäten. Zeitschrift DEUTSCHE KREBSHILFE, Ausgabe 4/2005 (PDF-Datei mit verlinktem Inhaltsverzeichnis) Download: http://www.krebshilfe.de/neu/infoangebot...eien/4_2005.pdf
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